Die Aufgabe ist weniger eine Vokabelfrage als eine Denkfalle: In einem Satz werden zwei verschiedene Elastizitäten abgefragt. Wenn die Substituierbarkeit zwischen Northwest timber und Southeast timber steigt, wird erstens die Kreuzpreiselastizität zwischen den beiden Holzarten größer und zweitens auch die eigene Nachfrageelastizität von Northwest timber größer. Deshalb lautet die Antwort: D: larger; larger [4].
Zwei Lücken, zwei unterschiedliche Fragen
| Lücke | Was wird eigentlich gefragt? | Warum „larger“? |
|---|---|---|
| Erste Lücke: cross elasticity of demand between timber from the two regions | Wie stark reagiert die Nachfrage nach Northwest timber, wenn sich der Preis von Southeast timber ändert? | Die Kreuzpreiselastizität misst die Reaktion der Nachfrage nach einem Gut auf eine Preisänderung eines anderen Guts [ |
| Zweite Lücke: elasticity of demand for Northwest timber | Wie stark reagiert die Nachfrage nach Northwest timber, wenn sich der Preis von Northwest timber selbst ändert? | Die Preiselastizität der Nachfrage hängt unter anderem von Anzahl und Qualität verfügbarer Substitute ab [ |
Kurz gesagt: Das erste larger betrifft die Reaktion zwischen den beiden Holzarten. Das zweite larger betrifft die Reaktion auf den eigenen Preis von Northwest timber.
Erstes „larger“: Die Kreuzpreiselastizität steigt
Die Kreuzpreiselastizität der Nachfrage beschreibt, wie sich die nachgefragte Menge eines Guts verändert, wenn sich der Preis eines anderen Guts verändert [7]. In dieser Aufgabe kann man sie vereinfacht so lesen:
prozentuale Änderung der Nachfrage nach Northwest timber
÷ prozentuale Änderung des Preises von Southeast timberSind Northwest timber und Southeast timber Substitute, können Käufer zwischen beiden ausweichen. OpenStax erklärt den Grundgedanken so: Bei Substituten führt ein relativ günstigeres Gut dazu, dass Konsumenten zu diesem Gut wechseln und weniger vom anderen Gut nachfragen [19].
Je ähnlicher also das Holz aus den beiden Regionen ist, desto stärker wirkt sich ein Preisunterschied auf die Kaufentscheidung aus. Genau deshalb wird die Kreuzpreiselastizität größer.
Zweites „larger“: Auch die eigene Nachfrageelastizität wird größer
Die zweite Lücke fragt nicht noch einmal nach dem Preis von Southeast timber. Sie fragt: Was passiert mit der Nachfrage nach Northwest timber, wenn Northwest timber selbst teurer wird?
Auch hier ist der Schlüssel das Vorhandensein von Ersatzmöglichkeiten. Eine Quelle zur Nachfrage nach Weichholz weist darauf hin, dass Preiselastizitäten der Nachfrage von der Anzahl und Qualität verfügbarer Substitute abhängen [2]. Wenn Southeast timber für Käufer eine immer bessere Alternative zu Northwest timber wird, können sie bei einer Preiserhöhung leichter ausweichen.
Die Logik lautet:
Southeast timber ist ein besseres Substitut für Northwest timber
→ Northwest timber wird teurer
→ Käufer wechseln leichter zu Southeast timber
→ die Nachfrage nach Northwest timber sinkt stärker
→ die eigene Nachfrageelastizität von Northwest timber wird größerDeshalb ist auch die zweite Lücke larger.
Warum nicht „larger; smaller“?
Die Antwort larger; smaller klingt auf den ersten Blick verführerisch, ist aber beim zweiten Teil falsch. Bessere Substitute machen die Nachfrage nach Northwest timber nicht weniger empfindlich, sondern empfindlicher.
Wenn Käufer kaum Alternativen haben, müssen sie eine Preiserhöhung eher hinnehmen. Wenn sie dagegen leicht auf Southeast timber ausweichen können, reagieren sie stärker. Genau dieser Zusammenhang zwischen verfügbaren Substituten und Preiselastizität der Nachfrage wird in der Literatur beschrieben [2].
„Larger“ heißt nicht automatisch „größer als 1“
Wichtig: larger ist hier relativ gemeint. Es bedeutet: größer als bei geringerer Substituierbarkeit. Die Aufgabe liefert keine konkreten Preis- oder Mengenänderungen, daher lässt sich kein exakter Elastizitätswert berechnen [4].
Außerdem bedeutet „größer“ nicht automatisch, dass die Nachfrage elastisch im Sinne von größer als 1 sein muss. Die Weichholz-Literatur nennt für viele Studien nach dem Zweiten Weltkrieg eine unelastische Nachfrage, also eine Preiselastizität unter 1 [2]. Das widerspricht der Antwort nicht: Eine Elastizität kann größer werden und trotzdem unter 1 bleiben.
Merksatz für die Prüfung
Höhere Substituierbarkeit → größere Kreuzpreiselastizität
Bessere Substitute → größere eigene NachfrageelastizitätAuf Northwest timber und Southeast timber angewendet: Je leichter Käufer zwischen beiden Holzarten wechseln können, desto größer ist die Kreuzpreiselastizität zwischen ihnen. Und je besser Southeast timber als Alternative funktioniert, desto stärker reagiert die Nachfrage nach Northwest timber auf dessen eigenen Preis. Daher ist die richtige Antwort D: larger; larger [4], [
7], [
2].




