Die ersten Messwerte zum A20 Pro sprechen vor allem für eines: Apple hebt die ohnehin hohe Single-Core-Leistung seiner iPhones deutlich an. Das ist ein starkes Signal für die gefühlte Geschwindigkeit im Alltag. Ein abschließendes Urteil über lange Spielsitzungen, Videoexporte, lokale KI-Aufgaben, Akkulaufzeit und Wärmeentwicklung erlauben die kurzen Datenbanktests jedoch noch nicht.
Die auffälligen Werte: sehr stark bei einem CPU-Kern
Ein früher Geekbench-6-Eintrag für ein iPhone 18 Pro nennt 4.719 Punkte im Single-Core- und 12.677 Punkte im Multi-Core-Test. Ein weiterer, vermutlich dem iPhone 18 Pro Max zuzuordnender Eintrag, kommt auf 4.725 beziehungsweise 12.575 Punkte. Je nach Vergleichsbasis entspricht das etwa 23 bis 25 Prozent mehr Leistung als beim A19 Pro.
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Besonders davon profitieren Aufgaben, bei denen ein schneller Hauptkern zählt: das Öffnen anspruchsvoller Apps, Browserleistung, die Reaktion der Benutzeroberfläche und Teile der Bildverarbeitung. Daraus folgt aber nicht, dass jede Anwendung pauschal um 25 Prozent schneller läuft. Software, Arbeitsspeicher, GPU-Beschleunigung, Temperaturgrenzen und die Zahl der nutzbaren CPU-Kerne spielen ebenfalls mit hinein.
Gegen Snapdragon, Dimensity und Xring: Kein eindeutiger Gesamtsieger
In einem viel zitierten frühen Vergleich liegt der A20 Pro mit 4.719 / 12.677 Punkten vor einem Dimensity 9600 beim Single-Core-Test (4.139 / 13.285) und vor einem Snapdragon 8 Elite Gen 6 (3.855 / 12.247). Beim Multi-Core-Wert liegt der Dimensity in genau diesem Vergleich allerdings vor Apple.
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Ein anderer früher Eintrag für den Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 fällt mit 3.434 Single-Core- und 9.334 Multi-Core-Punkten deutlich niedriger aus; dem stehen beim mutmaßlichen iPhone 18 Pro Max 4.725 und 12.575 Punkte gegenüber. Gerade diese ungewöhnlich große Differenz zeigt, weshalb einzelne Datenbankeinträge keine endgültige Rangliste ergeben.
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Ähnlich ist es bei Xiaomis Xring O3: Ein gemeldetes Ergebnis für dessen 10-Core-CPU liegt bei 3.854 Punkten im Single-Core- und 15.086 Punkten im Multi-Core-Test. Damit wäre der A20 Pro bei einem Kern vorn, beim Gesamtdurchsatz aller Kerne aber hinten.
56 Kernanzahl, Taktraten, Firmware, Kühlung und Testbedingungen unterscheiden sich – die Zahlen beschreiben daher einzelne Läufe, nicht die Geschwindigkeit jedes Smartphones in jeder App.
GPU: großer Sprung, aber kein direkter Android-Vergleich
Apple verbaut im A20 Pro eine 7-Core-GPU, also einen Grafik-Kern mehr als beim A19 Pro. Laut Apple steigt die Grafikleistung gegenüber dem Vorgänger um bis zu 40 Prozent, die Speicherbandbreite soll um 50 Prozent wachsen.
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Der gemeldete Geekbench-Metal-Wert von 64.069 Punkten liegt rund 40 Prozent über dem herangezogenen A19-Pro-Vergleichswert.
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11 Das deutet auf einen klaren Fortschritt innerhalb von Apples Grafik-Ökosystem hin.
Metal läuft allerdings ausschließlich auf Apple-Plattformen. Ein Metal-Ergebnis lässt sich deshalb nicht direkt gegen Vulkan-, OpenGL- oder andere Android-Grafiktests rechnen. Ein fairer Vergleich zwischen Apple, Qualcomm und MediaTek braucht dasselbe Spiel oder dieselbe Grafik-API, identische Einstellungen und Auflösung – plus Messungen zu Bildrate, Frametimes, Stromverbrauch und Gehäusetemperatur.
Was Apple zum A20 Pro offiziell bestätigt
In den technischen Daten beschreibt Apple den A20 Pro als 6-Core-CPU mit zwei Super-Cores und vier Effizienz-Cores, 7-Core-GPU mit Neural Accelerators sowie zwei 16-Core-Neural-Engines. Hardwarebeschleunigtes Raytracing wird ebenfalls unterstützt.
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Der Chip steckt im iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max; Berichte zur Vorstellung nennen zudem das iPhone Duo.
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38 Apple bezeichnet ihn als ersten iPhone-Chip in 2-nm-Technologie; die Fertigung wird TSMCs N2-Prozess zugeschrieben.
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Wichtig für die Dauerleistung ist auch das überarbeitete Wärmedesign. Apple zufolge liegen Chip und Arbeitsspeicher im Gehäuseaufbau nebeneinander, um den Wärmefluss zu verbessern. Die neue Vapor Chamber soll zudem die dreifache Oberfläche zur Wärmeabgabe bieten.
45 Das klingt vielversprechend, ersetzt aber keine unabhängigen Belastungstests über längere Zeit.
12 GB RAM sind ein Hinweis – 512 GB nicht
Ein früher Geekbench-Eintrag nennt für ein iPhone 18 Pro iOS 27 und 12 GB Arbeitsspeicher.
5 Das ist ein belastbarer Hinweis auf die getestete Konfiguration, aber kein Beleg für alle regionalen oder Speicher-Ausführungen.
Insbesondere lässt sich aus Geekbench keine Speicherkapazität wie 512 GB verlässlich ableiten. Solche Angaben sollten erst als bestätigt gelten, wenn sie in Apples veröffentlichten Modellkonfigurationen stehen.
2 nm dürfte teuer sein, ein Preisanstieg ist trotzdem nicht belegt
Berichten zufolge kostet ein 2-nm-Wafer bei TSMC rund 30.000 US-Dollar, gegenüber etwa 18.500 US-Dollar bei 3-nm-Wafern in einem Vergleich.
19 Das sind Schätzungen aus der Lieferkette, keine offengelegte Apple-Stückliste. Außerdem ist der Chip nur ein Kostenfaktor eines Smartphones.
Steigende Speicherpreise können den Druck erhöhen, beweisen aber keinen konkreten iPhone-Preisanstieg. Entscheidend sind auch Ausbeute, Lieferverträge, Produktionsmenge, Speichermix, Wechselkurse, Mobilfunkangebote und Apples Margenpolitik.
Auch Qualcomm soll einen neuen Snapdragon in 2-nm-Fertigung vorbereiten.
19 Der Fertigungsprozess allein entscheidet jedoch nicht: CPU- und GPU-Architektur, Takt, Software, Modem-Integration und die Kühlung im jeweiligen Android-Smartphone bleiben ebenso wichtig.
Fazit: beeindruckende Spitze, aber noch kein Praxisurteil
Die vorliegenden Daten stützen drei Aussagen:
- Die Single-Core-Leistung des A20 Pro ist in den bisherigen Geekbench-6-Ergebnissen außergewöhnlich hoch.
- Apples GPU-Upgrade wirkt erheblich, gestützt durch den Metal-Wert sowie die offiziellen Angaben zu GPU-Kernzahl, Speicherbandbreite und Kühlung.
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- Bei Multi-Core- und Dauerleistung bleibt die Lage offen. Die frühen Konkurrenzwerte sind gemischt, und ein kurzer Benchmark bildet weder Drosselung unter Hitze noch Frametimes oder Energieeffizienz ab.
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Entscheidend werden nun wiederholte Benchmark-Schleifen, 20- bis 30-minütige Gaming-Tests, Videoexporte, lokale KI-Lasten sowie Temperatur-, Verbrauchs- und Frametimemessungen auf Seriengeräten. Der A20 Pro sieht nach einem großen Architektur-Schritt aus – ein vollständiges, plattformübergreifendes Leistungsurteil ist er noch nicht.