Auch gemessen an den Erwartungen war das Ergebnis schwach. Der Gewinn lag deutlich unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 202,24 Milliarden Yen aus einer Umfrage von S&P Global Market Intelligence, die Dow Jones/Morningstar zitierte .
Der klarste einzelne Grund für den Gewinnrutsch war Sonys Elektrofahrzeug-Vorhaben mit Honda. Sony verbuchte einen Verlust von 44,9 Milliarden Yen aus einer nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligung im Zusammenhang mit dem Joint Venture mit Honda .
ABC News brachte die Ergebnisbelastung ebenfalls mit dem Ende eines Plans in Verbindung, gemeinsam mit Honda Motor ein Elektrofahrzeug auf den Markt zu bringen . Wichtig ist dabei: Die verfügbaren Berichte zeigen nicht, dass die gesamten 63 Prozent allein aus einer operativen Sparte kamen. Sie deuten vielmehr darauf hin, dass der E-Auto-Komplex der größte konkret genannte und bezifferte Sondereffekt war, während weitere Belastungen hinzukamen .
Das Spielegeschäft trug ebenfalls zum Druck bei, doch das Bild ist nicht so schlicht wie „PlayStation schwächelt“. Dow Jones/Morningstar nannte Schwäche im Spiele- und in anderen Geschäftsbereichen als Mitgrund für den niedrigeren Quartalsgewinn .
Gleichzeitig berichtete Jiji Press, dass Sonys Kerngeschäft mit Spielen von steigenden Softwareverkäufen profitierte . Der stärkere Druck lag offenbar auf der Hardwareseite: Die Verkäufe der PlayStation 5 sollten wegen stark gestiegener Speicherpreise zurückgehen. Sony erklärte, man werde PS5-Verkäufe daran ausrichten, wie viele Speicherchips zu vernünftigen Preisen beschafft werden können .
Damit war Gaming ein Belastungsfaktor, aber die Quellen stützen nicht die Lesart, dass PlayStation allein der Hauptgrund für den 63-Prozent-Rückgang beim Nettogewinn war.
Auch teurere Computerchips schmälerten den Gewinn. ABC News berichtete, dass höhere Chipkosten auf Sonys Ergebnis drückten und für den Konzern weiter ein Thema blieben . Der Hinweis von Jiji Press auf steigende Speicherpreise und die daran geknüpfte PS5-Vermarktung passt in dasselbe Bild: Komponentenpreise und Beschaffungsbedingungen beeinflussten die Wirtschaftlichkeit der Hardware .
Für einen Konzern, der von Spielekonsolen und Elektronik bis Musik und Film reicht, ist diese Unterscheidung wichtig. Hardware kann unter höheren Komponentenpreisen leiden, selbst wenn Software, Musik und andere Entertainment-Bereiche robuster laufen .
Die 63 Prozent beziehen sich auf ein einzelnes Quartal, nicht auf Sonys gesamtes Geschäftsjahr. Für das Jahr bis März lag Sonys Nettogewinn bei 1,03 Billionen Yen, nach 1,07 Billionen Yen im Vorjahr . Das ist ebenfalls ein Rückgang, aber deutlich weniger dramatisch als der Einbruch im Schlussquartal.
Für das neue Geschäftsjahr gab Sony zudem einen optimistischeren Ausblick. Dow Jones/Morningstar berichtete, Sony erwarte ein zweistelliges Gewinnwachstum und signalisiere damit Widerstandskraft in seinen Entertainment-Geschäften trotz des schwachen Quartals . Jiji Press meldete ebenfalls, Sony rechne für das im April gestartete Geschäftsjahr 2026 mit einem Rekord-Nettogewinn, gestützt auf robuste Geschäfte mit Spielen, Musik und anderen Entertainment-Aktivitäten .
Sonys Januar-bis-März-Quartal wurde von mehreren Faktoren gleichzeitig getroffen. Der Verlust aus dem Honda-E-Auto-Joint-Venture war der größte namentlich genannte und bezifferte Belastungsfaktor. Schwäche im Spiele- und in anderen Geschäftsbereichen sowie höhere Chipkosten verschärften das Bild . Im größeren Rahmen sieht die Lage weniger düster aus: Der Jahresgewinn gab nur moderat nach, und Sony stellte für die nächste Periode stärkere Ergebnisse aus seinen Entertainment-Geschäften in Aussicht .