| Bedarf | Sinnvoller Zugang | Wann das passt |
|---|---|---|
| Fragen stellen, zusammenfassen, übersetzen, Entwürfe schreiben | DeepSeek Chat im Browser | Wenn Sie schnell im Web arbeiten möchten; die Startseite führt zu DeepSeek Chat. |
| Unterwegs oder auf dem Smartphone arbeiten | DeepSeek App | Wenn Sie DeepSeek mobil nutzen möchten; die Startseite bietet einen App-Zugang. |
| DeepSeek in Tools, Websites oder Workflows einbauen | DeepSeek Open Platform/API | Wenn Sie das Modell per Code ansprechen möchten; die API-Dokumentation beschreibt das OpenAI-kompatible Format und die offizielle base_url. |
Für den Faktencheck ist ein pragmatischer Einstieg: Testen Sie den Ablauf zunächst im Web oder in der App. Wenn der Prozess stabil ist – etwa wenn ein längerer Text automatisch in prüfbare Behauptungen und Quellenvorschläge zerlegt werden soll –, kann die API in ein internes Tool oder eine Dokumentenpipeline eingebunden werden.
Gute Faktenprüfung trennt klar zwischen KI-Unterstützung und Quellenbeleg. Lassen Sie DeepSeek lesen, ordnen, strukturieren und Gegenfragen formulieren. Die Entscheidung, ob eine Aussage stimmt, treffen Sie erst nach der Prüfung der Quelle.
Ein guter Startprompt lautet:
Ich muss Informationen zu folgendem Thema recherchieren und überprüfen: [Thema].
Zerlege das Thema in überprüfbare Behauptungen.
Gib für jede Behauptung an: Was ist zu prüfen? Welche Art von Quelle sollte ich öffnen? Welche Suchbegriffe eignen sich? Welches Risiko entsteht, wenn ich mich nur auf eine KI-Schlussfolgerung verlasse?
Je strukturierter die Frage, desto besser lässt sich die Antwort prüfen. Statt nur zu fragen, ob ein Thema „wahr“ ist, sollten Sie DeepSeek Tabellen, Checklisten oder konkrete Suchanfragen erzeugen lassen.
Erstelle 10 Suchanfragen, um folgendes Thema zu überprüfen: [Thema].
Ordne sie in vier Gruppen: offizielle Quellen, Originalberichte oder Datensätze, journalistische Quellen, Gegenpositionen oder Kritik.
Erkläre zu jeder Suchanfrage, welche Art von Treffer ich zuerst öffnen sollte.
Lies den folgenden Abschnitt und liste alle faktischen Behauptungen auf, die wahr oder falsch sein können.
Gib zu jeder Behauptung an: Wer? Was? Wann? Welche Zahl oder welches Zitat? Welche Quelle muss ich vor einer Veröffentlichung gegenprüfen?
Ich füge gleich zwei Abschnitte aus unterschiedlichen Quellen ein.
Zeige mir: gemeinsame Aussagen, Widersprüche, fehlende Datumsangaben, interpretierende Formulierungen und Sätze, die durch eine Originalquelle geprüft werden müssen.
Wandle die Behauptungen in eine Checkliste mit diesen Spalten um:
Behauptung | Zu öffnende Quelle | Prüfstatus | Risiko | Redaktionelle Notiz.
Ziehe kein Wahr/Falsch-Fazit, solange keine direkte Quelle vorliegt.
Wenn DeepSeek in einen Chatbot, eine Website, ein internes Recherchetool oder eine automatisierte Dokumentenverarbeitung integriert werden soll, ist die Open Platform/API der passende Weg. Laut DeepSeek-Dokumentation verwendet die API ein OpenAI-kompatibles Format; mit angepasster Konfiguration können das OpenAI SDK oder OpenAI-API-kompatible Anwendungen genutzt werden. Als base_url nennt DeepSeek https://api.deepseek.com, alternativ https://api.deepseek.com/v1.
Die Dokumentation enthält außerdem eine Seite zur Authentifizierung und die Seite Create Chat Completion für das Erzeugen von Chat-Antworten. Ein einfaches Python-Grundgerüst kann so aussehen:
from openai import OpenAI
client = OpenAI(
api_key='DEEPSEEK_API_KEY',
base_url='https://api.deepseek.com'
)
response = client.chat.completions.create(
model='deepseek-chat',
messages=[
{'role': 'system', 'content': 'Du zerlegst Inhalte in überprüfbare Behauptungen.'},
{'role': 'user', 'content': 'Extrahiere Behauptungen, passende Quellenarten und Prüfrisiken aus folgendem Text: ...'}
]
)
print(response.choices.message.content)
Dieses Beispiel ist nur ein Startpunkt. Vor produktivem Einsatz sollten Authentifizierung, Parameter, Modellname und Endpoint immer mit der offiziellen API-Dokumentation abgeglichen werden.
deepseek-chat oder deepseek-reasoner?Die API-Dokumentation nennt deepseek-chat und deepseek-reasoner als Modelle, die DeepSeek-V3.2 entsprechen, ein 128K-Kontextlimit haben und sich von der APP/WEB-Version unterscheiden. Außerdem beschreibt sie deepseek-chat als „non-thinking mode“ und deepseek-reasoner als Reasoning- beziehungsweise Denkmodus.
Praktisch heißt das:
deepseek-chat eignet sich für schnelle Zusammenfassungen, Klassifikation, Entwürfe, Übersetzungen und einfache Checklisten.deepseek-reasoner ist sinnvoller, wenn mehrere Denkschritte, Argumentvergleiche oder komplexere Analyseketten nötig sind.Gerade im beruflichen Umfeld sollten Sie vor dem Senden von Kunden-, Personal- oder anderen sensiblen Daten die DeepSeek-Bedingungen und Ihre internen Vorgaben prüfen. Die DeepSeek Terms of Use bezeichnen Nutzereingaben als „Inputs“ und Modellausgaben als „Outputs“, darunter Text, Tabellen und Code.
Die Terms of Use nennen außerdem technische Mittel zur Überprüfung des Nutzungsverhaltens, um rechtlichen und Compliance-Anforderungen nachzukommen; dazu gehören unter anderem Risikofilter-Mechanismen. Für die Open Platform verlangen die Bedingungen, dass Nutzer sicherstellen, dass sowohl sie selbst als auch ihre Endnutzer die DeepSeek Terms of Use einhalten. Wer DeepSeek in ein Produkt mit Endnutzerinnen und Endnutzern integriert, sollte daher Datenflüsse, API-Eingaben und Compliance-Verantwortung vor dem Rollout klären.
Bevor ein mit DeepSeek vorbereiteter Inhalt in einen Artikel, Bericht oder ein öffentliches Dokument wandert, hilft diese Kurzprüfung:
DeepSeek ist beim Recherchieren am stärksten, wenn Sie es als Assistent für Struktur, Sprache und Arbeitsplanung einsetzen: Fragen entwickeln, Text in Behauptungen zerlegen, Suchbegriffe erzeugen, Quellenarten vorschlagen und Checklisten bauen. Die Prüfung selbst bleibt quellenbasiert. Für den Einstieg reichen DeepSeek Chat oder die App über die offizielle Startseite ; für wiederholbare Workflows können Entwicklerinnen und Entwickler die OpenAI-kompatible API nutzen. Bei allen Inhalten mit hohem Vertrauensanspruch gilt: Jede KI-Antwort wird erst dann verwendbar, wenn sie in überprüfbare Aussagen zerlegt und an Originalquellen gegengeprüft wurde.