Joshua Wong erhielt am 5. November 2026 eine zehnjährige Haftstrafe. Der Demokratieaktivist hatte sich im September schuldig bekannt, sich mit ausländischen Kräften verschworen zu haben. Das Gericht stufte den Verstoß gegen Hongkongs nationales Sicherheitsgesetz als schwerwiegend ein.
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Es handelt sich um Wongs zweite Verurteilung nach diesem Gesetz – nicht um eine Neufestsetzung seiner früheren Strafe.
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Was Wong vorgeworfen wurde
Im Mittelpunkt des Falls standen mutmaßliche Aktivitäten zwischen Juli und November 2020. Die Anklage warf Wong vor, sich mit dem im Exil lebenden Aktivisten Nathan Law und weiteren Personen verschworen zu haben, ausländische Staaten, Organisationen oder Einzelpersonen zu Sanktionen und Blockaden oder zu anderen feindseligen Maßnahmen gegen Hongkong oder China aufzurufen. Wong bekannte sich im September 2026 schuldig.
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Das sind die zentralen Vorwürfe, die aus den vorliegenden Berichten hervorgehen. Weitergehende Details – etwa zur Bedeutung bestimmter Treffen oder einzelner Beiträge in sozialen Medien – lassen sich anhand dieser Quellen nicht zuverlässig als konkrete Bestandteile der Anklage einordnen.
Warum die Strafe zehn Jahre beträgt
Der Richter am Hongkonger High Court, William Tam, bezeichnete die Tat als schwerwiegend. Die Berichte zum Strafmaß beschreiben den rechtlichen Rahmen nicht ganz gleich: Die New York Times berichtete von einer Mindeststrafe von zehn Jahren für ein schweres Vergehen. Der öffentlich-rechtliche Sender RTHK schrieb dagegen, Tam habe zunächst einen Strafrahmen mit einem Ausgangspunkt von 13 Jahren angesetzt und Wong sowie Law als „Drahtzieher“ der Verschwörung bezeichnet.
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Wong erhielt schließlich zehn Jahre. Radio Free Asia berichtete, dass die Strafe angesichts seines Schuldbekenntnisses vom Ausgangspunkt herabgesetzt worden sei. Auch die Associated Press merkte an, dass ein Schuldbekenntnis eine Strafe üblicherweise verringern kann. Für das Vergehen wäre laut Reuters auch eine lebenslange Freiheitsstrafe möglich gewesen.
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Ein neues Urteil kurz vor der erwarteten Entlassung
Wong sitzt seit November 2020 ununterbrochen in Haft. Im Jahr 2024 wurde er in einem separaten Verfahren wegen Verschwörung zum Umsturz zu vier Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt.
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Seine Entlassung war für Januar 2027 erwartet worden. Das neue Urteil erging also kurz davor. Aus den vorliegenden Berichten geht jedoch nicht hervor, wie die Haftzeiten genau berechnet werden oder wann Wong nun voraussichtlich freikommt.
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Kritik am Urteil – und die Position der Behörden
Kritiker sehen den Fall als Teil des Vorgehens gegen Hongkongs Demokratiebewegung. Amnesty International erklärte, die erneute Verurteilung verlängere Wongs Haft kurz vor seiner erwarteten Entlassung. Hongkonger Behörden vertreten dagegen die Auffassung, das Sicherheitsgesetz sei nötig gewesen, um die Stadt zu stabilisieren. Das sind unterschiedliche Bewertungen des Gesetzes und des Falls – keine gerichtlichen Feststellungen zu den Vorwürfen.
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Kurz gesagt: Für das Gericht war die Tat schwerwiegend; Wong hatte sich schuldig bekannt. Diese Kombination führte zu zehn Jahren Haft in einem zweiten Verfahren nach dem Sicherheitsgesetz. Wie sich die neue Strafe auf den Zeitpunkt seiner Entlassung auswirkt, ist anhand der verfügbaren Berichte nicht geklärt.
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