Cathie Wood sieht Anzeichen dafür, dass Bitcoin gegenüber Gold wieder Boden gutmacht. Für die Investorin ist die jüngste Entwicklung des Bitcoin-Gold-Verhältnisses ein ermutigendes Signal. Doch der Vergleich hat einen Haken: Er kann auch steigen, wenn Gold fällt und Bitcoin lediglich seinen Wert hält. Für sich genommen belegt er also weder einen dauerhaften Umschwung noch einen Bitcoin-Kursgewinn in US-Dollar.
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Warum Wood auf das Verhältnis schaut
Wood verweist darauf, dass Bitcoin und Gold historisch nur schwach miteinander korreliert sind. Die beiden Anlagen bewegten sich demnach nicht verlässlich im Gleichschritt. Bitcoin könne deshalb einen eigenen Kursverlauf nehmen – und die jüngste relative Stärke gegenüber dem Edelmetall sei für seine längerfristigen Aussichten ermutigend, so ihre Einschätzung.
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Eine geringe Korrelation ist allerdings keine Prognose: Sie sagt nicht voraus, welcher Vermögenswert als Nächstes besser abschneidet. Und sie macht Bitcoin nicht in jeder Marktlage zu einem Ersatz für Gold. Das Verhältnis eignet sich zum Vergleich der beiden Anlagen, erklärt aber weder automatisch die Ursache einer Bewegung noch garantiert es, dass sie anhält.
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Welche Rolle Technologie und Konjunktur spielen
Zu Woods übergeordneter These gehört die Erwartung, dass Technologien wie künstliche Intelligenz die Produktivität steigern und Kosten senken könnten. Das könne die Inflation bremsen – in einzelnen Bereichen womöglich bis hin zur Deflation –, während die reale Wirtschaftsleistung stärker wächst. Damit stellt sie sich gegen die Vorstellung, kräftigeres Wachstum müsse zwangsläufig mit höherer Inflation einhergehen. Es ist jedoch ihre wirtschaftliche Prognose und kein Beleg dafür, dass Technologie die jüngste Entwicklung von Bitcoin gegenüber Gold verursacht hat.
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Auch Woods Einschätzungen zum US-Dollar und zu den Zinsen liefern Kontext, aber keinen eindeutigen Beweis für ihre These. Einer Darstellung zufolge erwartet sie, dass ein stärkerer Dollar Gold belasten könnte, während Bitcoin wegen seiner Angebotsmechanik und der geringen Korrelation zu anderen Anlagen einen anderen Verlauf nimmt.
23 Zudem berichtet ein anderer Beitrag, Wood sehe Bitcoin zuletzt weniger empfindlich auf steigende Renditen von US-Staatsanleihen reagieren als Gold. Beides mag ihre Sicht auf die Anlagen prägen; es zeigt aber nicht, dass Bitcoin auch bei weiter steigenden Renditen oder einem stärkeren Dollar widerstandsfähig bleibt.
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Wie die Entwicklung zu Woods früherer Empfehlung passt
Die jüngste relative Verbesserung passt zu Woods früherem Plädoyer, Gold zugunsten von Bitcoin umzuschichten. Im Februar sagte sie, Gold wirke gemessen an der Geldmenge überbewertet, und empfahl einen Wechsel von Gold zu Bitcoin. Dass Bitcoin später gegenüber Gold Boden gutmachte, ist mit dieser Einschätzung vereinbar – klärt aber weder, ob das Timing richtig war, noch ob Bitcoin langfristig besser abschneiden wird.
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Worauf Skeptiker achten
Ein kurzfristiger Ausbruch erzählt nicht die ganze Geschichte. Berichte zu Woods Einschätzung verwiesen darauf, dass der Vergleich über ein nachlaufendes Zwölfmonatsfenster für Bitcoin weniger günstig ausfiel als die jüngste Bewegung. Andere Beiträge beschrieben zudem Phasen im Jahr 2026, in denen Gold deutlich besser abschnitt.
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Entscheidend ist außerdem, das Verhältnis neben den Einzelkursen zu betrachten. Fällt Gold, während Bitcoin stabil bleibt, kann Bitcoin im Vergleich besser abschneiden, ohne in US-Dollar an Wert zu gewinnen. Eine Erholung des Goldpreises oder eine erneute Phase, in der Bitcoin hinter dem Edelmetall zurückbleibt, würde die Haltbarkeit des Umschwungs auf die Probe stellen. Aussagekräftiger wäre eine über längere Zeit anhaltende Stärke von Bitcoin gegenüber Gold – statt eines höheren Verhältnisses, das vor allem durch einen schwächeren Goldpreis zustande kommt.
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