Xiaomis Wechsel von CATL und BYD zu Sunwoda und CALB scheint vor allem mehr Kontrolle, Flexibilität und Verhandlungsspielraum zu ermöglichen – nicht zu belegen ist, dass die größeren Anbieter technisch ungeeignet waren. Der N70 nutzt einen 52 kWh LFP Akku von Sunwoda und erreicht laut Angaben 270 Kilometer elektrisc...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: Why did Xiaomi replace CATL and BYD with Sunwoda and CALB for the Pengcheng crossover SUV’s first self-developed Longjia battery pack, and h. Article summary: Xiaomi’s move was less a simple supplier swap than a shift from buying largely supplier-defined batteries to Xiaomi defining the Longjia pack and commissioning cells that fit it. CATL and BYD/FinDreams supplied earlier S. Topic tags: general, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fa
Xiaomis Entscheidung für Sunwoda und CALB lässt sich am besten als Rollenwechsel in der Batterie-Lieferkette verstehen. Statt lediglich fertige Akkupakete auf Basis einer weitgehend vom Zulieferer vorgegebenen Technologie zu integrieren, soll Xiaomi die Anforderungen für die Longjia-Batterie definiert, die Pack-Entwicklung geleitet, an der Zellenauslegung mitgewirkt und eigene Qualitäts- und Sicherheitsprozesse eingebracht haben. 14
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Das bedeutet nicht, dass CATL oder BYD Xiaomis Anforderungen nicht hätten erfüllen können. Die verfügbaren Berichte nennen weder eine technische Zurückweisung noch einen Vertragsstreit oder eine konkrete Einsparsumme. Sie deuten vielmehr auf eine strategische Präferenz für mehr Kontrolle, eine stärker individualisierte Fertigung, Wettbewerb zwischen Lieferanten und ein Batterieportfolio hin, das zu unterschiedlichen Ausstattungslinien passt.
Die Pengcheng-Kunlun-N3-Baureihe nutzt zwei Lieferanten für unterschiedliche Aufgaben. Der reguläre N70 ist mit einem 52-kWh-Akku auf Basis von Lithium-Eisenphosphat (LFP) von Sunwoda verbunden. N70 Max und N90 Max setzen in den höher positionierten Ausführungen auf einen 76-kWh-Akku mit ternärer Lithium- beziehungsweise NMC-Chemie von CALB. 14
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Die Lieferantenauswahl scheint damit eher aus Xiaomis Produktdefinition hervorzugehen als aus einer einfachen Rangliste der Batteriehersteller. Berichten zufolge legte Xiaomi Anforderungen für zwei Batteriegrößen fest und verlangte Anpassungen an Zellenspezifikationen, Werksprüfungen und Produktionsabläufen. Sunwoda und CALB sollen bereit gewesen sein, diese Vorgaben zu erfüllen und zugleich wettbewerbsfähige Preise anzubieten. 19
Bei der Kostenfrage ist Zurückhaltung angebracht: Niedrigere Preise und eine stärkere Verhandlungsposition sind plausible Schlussfolgerungen, doch Xiaomi hat in den verfügbaren Belegen keine konkreten Preise, Fertigungsvereinbarungen oder Verhandlungen mit den Lieferanten offengelegt.
Nach den Berichten zur Longjia-Batterie ist Xiaomi an mehreren Ebenen der Entwicklung beteiligt:
Damit folgt Xiaomi einem breiteren Wandel in der Autobranche: Hersteller gehen zunehmend vom bloßen „Einkauf von Zellen“ zur „Definition von Zellen“ über. In diesem Modell beteiligt sich der Autobauer stärker an Materialien, Validierung, Fertigungsanforderungen und Qualitätssystemen, während ein Spezialist die Zellen weiterhin produziert. 17
Für Xiaomi bedeutet das nicht zwingend, jede einzelne Zelle selbst fertigen zu müssen. Der Vorteil liegt vielmehr darin, die Batterie gezielt auf die eigenen Fahrzeuge zuzuschneiden und mehrere Hersteller mit der Fertigung nach diesen Vorgaben zu beauftragen. Das kann die Abhängigkeit von wenigen dominierenden Zulieferern verringern und die Beschaffung künftig flexibler machen.
Die Longjia-Baureihe zeigt außerdem, wie Xiaomi verschiedene Zellchemien auf unterschiedliche Kundenprioritäten ausrichtet.
Der 52-kWh-Akku mit LFP-Chemie kommt in der Einstiegskonfiguration zum Einsatz. In den verfügbaren Berichten wird LFP als kostengünstigere und auf Zuverlässigkeit ausgerichtete Lösung beschrieben. Der 76-kWh-Akku mit ternärer NMC-Chemie ist dagegen für Varianten vorgesehen, bei denen Reichweite und höhere Leistungsdaten im Vordergrund stehen. 14
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So entsteht eine klare Produkthierarchie:
Bei der genauen Darstellung der Batterieoptionen des N70 Max unterscheiden sich die Berichte. Einige nennen sowohl den 52-kWh-LFP-Akku als auch den 76-kWh-Akku von CALB, während andere beim Max-Modell vor allem die 76-kWh-Batterie von CALB hervorheben. 11
42 Konsistent ist die zentrale Aussage: Die Pengcheng-Familie kombiniert eine 52-kWh-LFP-Option von Sunwoda mit einer 76-kWh-Batterie mit ternärer Chemie von CALB.
Die Longjia-Batterie wird als ungewöhnlich flaches Pack beschrieben. Batterie-Management-Einheit (BMU), Batterie-Verteilungseinheit (BDU) und Zellüberwachungseinheit (CMU) sollen in getrennten Bereichen untergebracht sein, statt den zentralen Zellraum zu verdichten. Für die BDU wird zudem eine eigene Flüssigkühlung berichtet. 19
Das deutet darauf hin, dass Xiaomi elektrische Steuerung, Bauraum und Thermomanagement als gemeinsames, fahrzeugspezifisches System betrachtet. Entscheidend ist also nicht nur die Wahl der Zellchemie. Ebenso wichtig sind die Position der Hochvolt-Komponenten, die Wärmeabfuhr und die Integration des Packs im Fahrzeugboden.
Xiaomi hat außerdem einen Sicherheitstest zur thermischen Stabilität beschrieben: Bei einer Umgebungstemperatur von 55 °C und vollständiger Ladung soll das Auslösen eines thermischen Durchgehens in einer einzelnen Zelle weder eine Ausbreitung auf andere Bereiche des Packs noch einen Brand oder eine Explosion verursacht haben. 4 Dabei handelt es sich um ein vom Hersteller berichtetes Ergebnis. Die vorliegenden Belege enthalten nicht genügend Details zu Testaufbau, Messinstrumenten, Fehlerbedingungen oder unabhängiger Überprüfung, um daraus einen umfassenden Vergleich mit anderen Batteriesystemen abzuleiten.
| Modell | Berichteter Akku | Angegebene elektrische Reichweite | Positionierung |
|---|---|---|---|
| N70 | 52 kWh, Sunwoda LFP | 270 km WLTC | Einstieg, Hinterradantrieb |
| N70 Max | Bis zu 76 kWh, CALB ternär/NMC; Berichte nennen zusätzlich eine 52-kWh-LFP-Option | Bis zu 505 km CLTC | Reichweitenstärkere, zweimotorige Allradversion |
| N90 Max | 76 kWh, CALB ternär/NMC | 464 km CLTC; 1.705 km kombiniert nach CLTC | Größeres Flaggschiff-SUV, auch als Siebensitzer |
Der N70 kombiniert seinen 52-kWh-Akku mit einem einzelnen 210-kW-Elektromotor an der Hinterachse. Für ihn werden 270 Kilometer elektrische Reichweite nach WLTC genannt. 1
5 Der N70 Max ergänzt einen zweiten Motor und soll mit der 76-kWh-Batterie bis zu 505 Kilometer elektrische CLTC-Reichweite erreichen.
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Der größere N90 Max nutzt ebenfalls den berichteten 76-kWh-Akku mit ternärer Chemie, kommt elektrisch jedoch auf 464 Kilometer nach CLTC. Seine größere Karosserie und die verfügbare Siebensitzer-Konfiguration helfen zu erklären, warum der elektrische Wert unter dem des N70 Max liegt. Mit seinem Reichweitenverlängerer werden zugleich 1.705 Kilometer kombinierte CLTC-Reichweite angegeben. 2
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Die Werte basieren auf unterschiedlichen Testzyklen und sollten nicht so miteinander verglichen werden, als seien WLTC und CLTC identisch. Außerdem handelt es sich um Hersteller- oder Zulassungsangaben, nicht um Garantien für die Reichweite im realen Straßenverkehr.
Der Wechsel ist vor allem deshalb relevant, weil Xiaomi offenbar mehr Verantwortung für die Definition der Batterie übernehmen will, ohne jede Stufe der Zellfertigung selbst besitzen zu müssen. Sunwoda und CALB bleiben Fertigungspartner, während Xiaomi laut den Berichten stärker die Schnittstelle zwischen Fahrzeuganforderungen, Zellenauslegung, Pack-Layout, Werksprozessen und Qualitätssicherung kontrolliert. 17
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Dieser Ansatz bietet drei strategische Vorteile: eine auf das jeweilige Fahrzeug zugeschnittene Batterie, mehr Freiheit bei der Wahl unterschiedlicher Zellchemien und größere Flexibilität bei der Zusammenarbeit mit Lieferanten. Gleichzeitig steigt die Verantwortung. Je stärker Xiaomi das Pack selbst definiert und validiert, desto unmittelbarer bestimmen die eigenen Entwicklungs- und Qualitätssysteme das Endprodukt.
Die belastbarste Schlussfolgerung lautet daher nicht, dass Xiaomi einen allgemein besseren Batteriehersteller gefunden hat. Eher bewegt sich das Unternehmen in Richtung eines Modells „von Xiaomi definiert, vom Zulieferer gefertigt“: Sunwoda liefert die kostenorientierte LFP-Konfiguration, CALB die reichweitenstärkere ternäre Variante, während zentrale Design- und Qualitätsentscheidungen offenbar stärker bei Xiaomi liegen.
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Xiaomis Wechsel von CATL und BYD zu Sunwoda und CALB scheint vor allem mehr Kontrolle, Flexibilität und Verhandlungsspielraum zu ermöglichen – nicht zu belegen ist, dass die größeren Anbieter technisch ungeeignet waren.
Xiaomis Wechsel von CATL und BYD zu Sunwoda und CALB scheint vor allem mehr Kontrolle, Flexibilität und Verhandlungsspielraum zu ermöglichen – nicht zu belegen ist, dass die größeren Anbieter technisch ungeeignet waren. Der N70 nutzt einen 52 kWh LFP Akku von Sunwoda und erreicht laut Angaben 270 Kilometer elektrische WLTC Reichweite.
Xiaomi definiert offenbar Zellenspezifikationen, verantwortet die Pack Entwicklung, wirkt an der Zellenauslegung mit und steuert die Qualität über den gesamten Prozess.