Der Start des Tesla Semi in Sparks im US-Bundesstaat Nevada war ein lange erwarteter Fortschritt. Für Anleger beantwortete er aber nicht zwei andere Fragen: Wann könnte Teslas Fahrassistenzsystem Full Self-Driving (Supervised), kurz FSD, eine EU-weite Zulassung erhalten? Und wie gut lässt sich die Produktion des humanoiden Roboters Optimus hochfahren? Am Freitag, dem 25. September 2026, schloss die Tesla-Aktie bei 372,11 US-Dollar, 5,83 US-Dollar beziehungsweise 1,54 % unter dem Vortagesschluss. Wie viel die einzelnen Nachrichten zu diesem Rückgang beitrugen, lässt sich nicht beziffern.
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Aus der möglichen Oktober-Abstimmung wurde eine weitere Beratung
Tesla hatte am 1. September mitgeteilt, eine EU-weite Abstimmung über FSD könne möglicherweise am 6. Oktober stattfinden. Im Entwurf der Tagesordnung sind für den Antrag der Niederlande jedoch lediglich 25 Minuten zur Fortsetzung der Beratungen vorgesehen – keine Abstimmung. Reuters zufolge bietet sich die nächste erkennbare Gelegenheit für eine Entscheidung frühestens im Dezember. Das ist weder ein zugesagter Abstimmungstermin noch eine Aussicht auf sichere Zustimmung.
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Die niederländische Zulassungsbehörde RDW hatte das beaufsichtigte System im April für die Niederlande genehmigt; Belgien und einige weitere Staaten folgten. RDW strebt darüber hinaus eine EU-weite Zulassung an. Nationale Genehmigungen ersetzen diese aber nicht: Dafür braucht es die Unterstützung von mindestens 15 der 27 EU-Staaten, die zusammen 65 % der EU-Bevölkerung vertreten. Reuters hatte bereits über Skepsis einiger europäischer Regulierungsbehörden gegenüber der Technik und den behaupteten Sicherheitsvorteilen berichtet – ungeachtet Elon Musks Zuversicht, eine Zulassung stehe bevor.
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Optimus: Berichte über Hürden bei der Fertigung
Hinzu kamen Berichte, die sich auf The Information berufen: Probleme mit den Händen des Optimus-Roboters könnten Teslas Produktionsziele gefährden. Genannt wurden die aufwendige Montage, Engpässe bei Zulieferern und Ausfälle automatisierter Anlagen. Das sind berichtete Fertigungshürden, keine unabhängig belegten Produktionszahlen. Aus den vorliegenden Angaben lässt sich insbesondere nicht zuverlässig ableiten, wie viele Roboter das Werk in Fremont im Verhältnis zu einem Jahresendziel bereits gebaut hat.
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Damit standen am selben Tag zwei unterschiedliche Produktionsfragen im Raum: Die Semi-Veranstaltung zeigte Fortschritt bei einem Elektro-Lkw; die Optimus-Berichte betrafen die Fähigkeit, ein anderes Produkt in größerer Stückzahl herzustellen. Welchen Anteil diese Meldungen, die EU-Nachricht oder andere Faktoren an der Kursbewegung hatten, belegen die Berichte nicht.
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Was der Semi-Start belegt – und was nicht
Bei der Veranstaltung am Donnerstag rückte Tesla seine neue Semi-Fabrik in Sparks und den lange verzögerten Elektro-Lkw in den Mittelpunkt. Das Unternehmen stellte eine Ausweitung der Produktion in Aussicht; die Fabrik ist auf eine spätere Kapazität von 50.000 Lkw pro Jahr ausgelegt. Kapazität ist jedoch nicht gleich aktuelle Produktion. Der Start war ein Fortschritt, während die Umsetzung anderer Tesla-Pläne weiterhin mit Unsicherheit behaftet blieb.
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Auch die Analystenübersichten ergeben kein einheitliches Urteil: Eine Momentaufnahme von Stock Analysis zeigte für 43 Analysten die Konsenseinstufung „Buy“ und ein durchschnittliches Kursziel von 396,94 US-Dollar. Eine frühere Übersicht von MarketBeat kam bei 46 Analysten auf „Hold“ und 412,25 US-Dollar. Die Werte beruhen auf unterschiedlichen Stichproben und Zeitpunkten. Eine Prognose von rund 475.000 Tesla-Auslieferungen im dritten Quartal, gegenüber einer Schätzung von etwa 466.000, stammt zudem von Barclays-Analyst Dan Levy – nicht von Tom Narayan von RBC.
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Unterm Strich: Der Semi-Start war kein Fehlschlag. Er fiel jedoch mit einem späteren möglichen EU-Entscheidungstermin und Berichten über Probleme bei Optimus zusammen. Der Schlusskurs zeigt, dass die Aktie am Freitag nachgab – nicht, welche Nachricht dafür in welchem Maß verantwortlich war.
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