Tesla will bei den geplanten KI-Chips AI5 und AI6 weniger Speicher einsetzen als ursprünglich vorgesehen. Elon Musk begründet den Schritt mit der Versorgungslage: Mit geringeren Speichermengen könne Tesla genug Bauteile für die Optimus-Produktion beschaffen und zugleich Kosten senken. Der Plan für AI5 änderte sich allerdings kurz darauf erneut: Statt der zunächst angekündigten 72 GB sollen es nun 96 GB werden. AI6 bleibt bei 144 GB. Es handelt sich um geplante Spezifikationen – nicht um nachgewiesene Ergebnisse aus der Serienproduktion.
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AI5 wurde erst gekürzt und dann teilweise wieder aufgestockt
Ursprünglich waren für AI5 144 GB LPDDR5 und für AI6 216 GB LPDDR6 vorgesehen. Musk kündigte zunächst eine Kürzung auf 72 GB bei AI5 und 144 GB bei AI6 an. Wenig später erhöhte Tesla den AI5-Wert auf 96 GB. Musk erklärte, andernfalls wäre Tesla das einzige Unternehmen, das die LPDDR5-Variante mit der geringsten Speicherkapazität nutze. Damit liegt AI5 weiterhin unter dem ursprünglichen Plan, aber über der kurzzeitig genannten 72-GB-Konfiguration.
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Musk bezeichnete die Kürzungen als notwendig, um ausreichend Speicher für die Optimus-Produktion zu bekommen; außerdem sollten sie die Kosten deutlich senken. Seine spätere Begründung für die 96 GB bei AI5 verweist auf die gewählte Speicherbestückung. Warum AI6 bei 144 GB bleibt, wird in den vorliegenden Berichten nicht gesondert erklärt.
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„Vernachlässigbarer“ Leistungseffekt: bislang eine Erwartung
Musk erwartet, dass die geringeren Kapazitäten die Leistung von Optimus kaum beeinträchtigen. Seine Begründung: Für die Systeme sei die Speicherbandbreite wichtiger als die Gesamtkapazität, und an der Bandbreite ändere sich nichts. Das ist Teslas Einschätzung, kein unabhängig bestätigtes Testergebnis. Die angeführten Berichte enthalten keine Benchmarks, die zeigen, wie sich die neuen Konfigurationen im Roboterbetrieb schlagen.
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Der Unterschied ist wichtig: Die Bandbreite als maßgeblichen Engpass zu nennen, erklärt, warum Tesla die Änderung für verkraftbar hält. Es beweist aber nicht, dass weniger Speicher bei jeder Anwendung folgenlos bleibt.
Teslas Entscheidung vor dem Hintergrund knapper Speicherchips
Teslas eigene Begründung ist konkret: Musk sagt, die Anpassung sei nötig, um genug Speicher für die Optimus-Produktion zu sichern. Unabhängig davon erwartet Micron, dass Angebot und Nachfrage bei Speicher und Datenspeicherung 2027 und 2028 angespannter sein könnten als 2026. Zusammengenommen deuten die Berichte auf breiteren Versorgungsdruck hin. Sie beziffern jedoch nicht, welchen Anteil daran ein bestimmter Markt oder Käufer hat.
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Micron hält es außerdem für möglich, dass ein künftiger humanoider Roboter mehr als 200 GB DRAM und mehrere Terabyte Speicher benötigt. Das ist eine Prognose für mögliche Roboterdesigns – keine bestätigte Spezifikation für Optimus. Teslas aktueller AI5-Plan sieht 96 GB vor. Wie viel Speicher künftige Roboter tatsächlich benötigen und wie schnell sie verbreitet sein werden, ist offen.
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Einsatzpläne und Leistungsversprechen sind noch nicht belegt
Das vorliegende Referenzmaterial beschreibt AI5 als Chip für KI-Inferenz in Optimus und Tesla-Fahrzeugen. Zudem wird ein Einsatz in Rechenclustern für KI-Inferenz und -Training genannt. Daraus lassen sich weder konkrete Produktionsmengen noch ein verbindlicher Zeitplan ableiten.
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Musk soll außerdem erklärt haben, AI5 könne pro Watt etwa zwei- bis dreimal so viel Leistung wie Nvidia-Produkte liefern und dabei rund ein Zehntel kosten. Auch das ist als Behauptung zu verstehen, nicht als verifizierter Vergleich unter gleichen Testbedingungen.
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Der derzeit belastbarste Schluss aus den Speicheränderungen betrifft daher vor allem die Beschaffung: Tesla sagt, weniger Speicher pro Chip helfe, genügend Komponenten für Optimus zu sichern und Kosten zu senken. Ob die überarbeiteten Chips Teslas Leistungserwartungen erfüllen, müssen spätere Einsätze oder unabhängige Tests zeigen.