Die SoftBank-Aktie verlor am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, in Tokio 8,5 Prozent. Nach einem langen Wochenende holten Anleger Verluste bei Technologieaktien nach. Zugleich gerieten zwei Fragen stärker in den Blick: Können die hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz (KI) ausreichende Erträge bringen – und wie verändert neue Konkurrenz im Speicherchipgeschäft die Aussichten der Branche?
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Warum SoftBank besonders unter Druck stand
SoftBank hatte am 1. Oktober weitere 10 Milliarden US-Dollar in OpenAI investiert. Damit stieg das Gesamtinvestment auf 64,6 Milliarden US-Dollar; der Anteil an dem KI-Unternehmen liegt bei rund 13 Prozent.
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13 Diese große Wette machte SoftBank besonders empfindlich, als Anleger die Erwartungen an den KI-Sektor überprüften.
Zusätzliche Fragen betrafen OpenAIs Umsatzentwicklung und die Finanzierung. Berichten zufolge lag der annualisierte Umsatz des Unternehmens Ende September bei rund 50 Milliarden US-Dollar – und damit unter einer zuvor verbreiteten Schätzung von etwa 70 Milliarden. Dabei handelt es sich um berichtete Schätzwerte, nicht um eine verlässliche Aussage über OpenAIs künftige Gewinne. Medienberichte brachten die Differenz mit Zweifeln an der Bewertung in Verbindung. Später hieß es, SoftBank habe einen Teil der Verluste wieder aufgeholt, nachdem ein Bericht die Umsatzsorgen etwas entschärft hatte.
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Auch die Finanzierung war ein Thema: Berichte beschrieben SoftBanks Engagement im KI-Bereich als kreditfinanziert. Das erhöhte die Aufmerksamkeit für die Kosten und die möglichen Erträge der Investitionen.
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34 Für sich genommen bedeutet das nicht, dass SoftBank seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Es erklärt aber, weshalb Finanzierungsfragen die Aktie belasten konnten.
Der Ausverkauf erfasste die ganze Region
SoftBank verlor nicht allein an Wert. Der japanische Nikkei 225 gab 1,82 Prozent nach, der südkoreanische Leitindex KOSPI schloss 5,46 Prozent tiefer. Die Aktie des Speicherchipherstellers SK Hynix fiel um mehr als 10 Prozent, Tokyo Electron verlor 7,2 Prozent.
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29 Der Druck betraf damit zahlreiche KI- und Halbleiterwerte – nicht nur SoftBank.
Zusätzliche Nervosität lösten Berichte über den chinesischen Speicherchipanbieter ChangXin Memory Technologies (CXMT) aus. Phillip Wool, Chefstratege bei Rayliant Global Advisors, bezeichnete den gemeldeten Durchbruch als wichtigen Meilenstein für Chiphersteller aus China. Er könne darauf hindeuten, dass etablierte Anbieter früher als erwartet Konkurrenz bekommen.
22 Die vorliegenden Berichte stützen die Aussage, dass Anleger Wettbewerbsrisiken im Blick hatten. Sie belegen jedoch nicht, dass CXMTs Fortschritte allein die Verluste an den Börsen verursacht haben.
Was der Kursrutsch aussagt – und was nicht
Der Handelstag deutet darauf hin, dass Anleger sowohl die Finanzierung des KI-Ausbaus als auch die Zukunftsaussichten der dafür nötigen Hardwarehersteller neu bewerteten. Wegen seines OpenAI-Investments stand SoftBank besonders im Fokus. Die kräftigen Verluste bei Chipwerten zeigen zugleich, dass die Sorgen über das Unternehmen hinausgingen.
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Der Rückgang ist daher eher als Reaktion auf mehrere gleichzeitige Bedenken zu verstehen – nicht als Beweis dafür, dass die KI-Nachfrage eingebrochen ist oder SoftBanks Investment gescheitert wäre. Die zitierten Berichte dokumentieren Marktbewegungen und Anlegerbedenken. Ob sich KI-Ausgaben langfristig auszahlen und welche Folgen CXMTs Fortschritte haben werden, beantworten sie nicht.