Bloomberg berichtete am 14. August 2026, dass RedotPay seinen für Ende 2026 erwarteten US-Börsengang – der das Unternehmen mit 1 bis 4 Milliarden Dollar bewerten sollte – auf unbestimmte Zeit verschoben hat . Das Unternehmen benötigt zusätzliche regulatorische Genehmigungen aus den Ländern, in denen es tätig ist, bevor es an die Börse gehen kann . Hinzu kommt die ungelöste Rechtsstreitigkeit mit Binance, die ein weiteres Risiko darstellt . Es handelt sich nicht um eine Absage, sondern um eine Verschiebung: RedotPay will zuerst die Compliance-Arbeit abschließen und den Rechtsstreit bereinigen . Das Unternehmen hat im August 2026 eine US-amerikanische Geldtransferlizenz (Money Transmitter License) erhalten und bereitet den Markteintritt in den USA vor .
Am 5. August 2026 reichten mit Binance verbundene Unternehmen – Nest Trading Ltd., Distributed Technologies Ltd. und Chaintecs Consulting Singapore Pte – Klage vor einem Gericht in Hongkong gegen die drei Mitgründer von RedotPay ein: Michael Gao (Zhangpeng), Jonathan Lo (Chan Wa Choi) und Yao Chao (Shiwei Weng) .
Die Vorwürfe von Binance: Die Kläger behaupten, RedotPay habe ein „betrügerisches Schema“ orchestriert, bei dem mehr als 470.000 Nutzer heimlich von Binance Card und Binance Pay auf das eigene konkurrierende Kartenprodukt abgeworben worden seien – ein Verstoß gegen einen 2025 geschlossenen Kooperationsvertrag . Die Klage wirft RedotPay vor, es habe Binance-Pay-Guthaben unrechtmäßig für Karteneinzahlungen außerhalb der vereinbarten Konditionen verwendet. Der abgeworbene Nutzerstamm sei ein wesentlicher Treiber der RedotPay-Bewertung im Vorfeld des Börsengangs gewesen . Binance behauptet zudem, dass etwa 304 Millionen Dollar an Binance-Pay-Nutzergeldern ohne ordnungsgemäße Trennung in das RedotPay-Ökosystem geflossen seien .
Die Reaktion von RedotPay: Das Unternehmen veröffentlichte am 5. August 2026 eine Stellungnahme, in der es heißt, die rechtlichen Schritte hätten keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb und man werde „alle Vorwürfe energisch zurückweisen“ . Auf weitere Nachfragen ging das Unternehmen mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht ein .
Nebenverfahren: Parallelverfahren sollen in Singapur anhängig sein. Binance hat Behauptungen zurückgewiesen, es ziehe das Verfahren dort zurück . Eine Anhörung in Hongkong war für den 7. August 2026 angesetzt .
Am 11. August 2026 – nur wenige Tage nach Einreichung der Klage und drei Wochen vor Bekanntwerden der IPO-Verschiebung – gab RedotPay die Einstellung von Chen Li als neue General Counsel bekannt. Laut der LinkedIn-Ankündigung des Unternehmens verfügt Chen Li über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung und eine herausragende Karriere in den Bereichen Technologie, Digital Finance und komplexe grenzüberschreitende Rechtsangelegenheiten im asiatisch-pazifischen Raum . Zuvor war sie mehr als 13 Jahre bei Microsoft tätig, zuletzt als Leiterin für strategische Partnerschaften in Asien . Die Einstellung erfolgte, nachdem der bisherige Leiter der Rechtsabteilung, Jonathan Tsang, zum 21. Juli 2026 zurückgetreten war . RedotPay schrieb im gleichen Zeitraum mehrere juristische Positionen aus, darunter Commercial Counsel und Legal Specialist (Venture) , was auf einen breiteren Ausbau der Rechts- und Compliance-Abteilung hindeutet.
Trotz der rechtlichen und regulatorischen Gegenwinde meldete RedotPay weiterhin starkes Wachstum. Die folgenden Kennzahlen stammen aus den letzten öffentlichen Angaben des Unternehmens:
| Kennzahl | Detail |
|---|---|
| Series-B-Finanzierung | 107 Millionen US-Dollar (überzeichnet), abgeschlossen im Dezember 2025, angeführt von Goodwater Capital mit Beteiligung von Pantera Capital, Blockchain Capital, Circle Ventures und HSG |
| Gesamtkapital 2025 | 194 Millionen US-Dollar (einschließlich einer strategischen Runde über 47 Millionen US-Dollar im September 2025, die das Unternehmen mit über 1 Milliarde US-Dollar bewertete) |
| Weltweite Nutzerbasis | Über 6 Millionen registrierte Nutzer (Stand Ende 2025 / Anfang 2026) |
| Geografische Reichweite | Mehr als 100 Länder |
| Jährliches Zahlungsvolumen | Über 10 Milliarden US-Dollar – fast eine Verdreifachung im Jahresvergleich (Stand Dezember 2025) |
| Jahresumsatz | Über 150 Millionen US-Dollar (Stand Dezember 2025) |
| Profitabilität | Das Unternehmen gab an, zum Zeitpunkt der Series-B-Ankündigung profitabel zu sein |
Im Q2-2026-Investor-Update meldete RedotPay Rekordwerte bei Nutzern, Umsatz, Gewinn und Margen, ohne jedoch konkrete Zahlen für diesen Zeitraum zu nennen . Branchenkreise spekulierten, dass die Nutzerbasis bis Mitte 2026 auf über 10 Millionen gestiegen sein könnte bei einer möglichen Bewertung von 2 Milliarden Dollar – offiziell bestätigt wurde dies von RedotPay nicht .
Die Geschichte von RedotPay veranschaulicht den Spagat, den Stablecoin-Zahlungsunternehmen meistern müssen: Sie wachsen rasant und ziehen namhafte Risikokapitalgeber an, bleiben aber gleichzeitig anfällig für regulatorische Fragmentierung und Prozessrisiken. Die Binance-Klage ist besonders bemerkenswert, weil sie persönlich gegen die Gründer gerichtet ist und Schadensersatz in Höhe von fast einer halben Milliarde Dollar fordert – Summen, die im Erfolgsfall die Wettbewerbsdynamik zwischen Krypto-Börsen und ihren Zahlungspartnern neu justieren könnten.
RedotPay treibt derweil seine globale Expansion voran. Das Unternehmen besitzt eine Lizenz als Virtual Asset Service Provider in Argentinien sowie Registrierungen als Money Services Business in den USA und Kanada . Ob es gelingt, die Binance-Klage beizulegen, die erforderlichen behördlichen Genehmigungen zu erhalten und schließlich an einer US-Börse zu notieren, wird von der gesamten Krypto-Finanzwelt aufmerksam verfolgt werden.
Bloomberg berichtete am 14. August 2026, dass RedotPay seinen für Ende 2026 erwarteten US-Börsengang – der das Unternehmen mit 1 bis 4 Milliarden Dollar bewerten sollte – auf unbestimmte Zeit verschoben hat . Das Unternehmen benötigt zusätzliche regulatorische Genehmigungen aus den Ländern, in denen es tätig ist, bevor es an die Börse gehen kann . Hinzu kommt die ungelöste Rechtsstreitigkeit mit Binance, die ein weiteres Risiko darstellt . Es handelt sich nicht um eine Absage, sondern um eine Verschiebung: RedotPay will zuerst die Compliance-Arbeit abschließen und den Rechtsstreit bereinigen . Das Unternehmen hat im August 2026 eine US-amerikanische Geldtransferlizenz (Money Transmitter License) erhalten und bereitet den Markteintritt in den USA vor .
Am 5. August 2026 reichten mit Binance verbundene Unternehmen – Nest Trading Ltd., Distributed Technologies Ltd. und Chaintecs Consulting Singapore Pte – Klage vor einem Gericht in Hongkong gegen die drei Mitgründer von RedotPay ein: Michael Gao (Zhangpeng), Jonathan Lo (Chan Wa Choi) und Yao Chao (Shiwei Weng) .
Die Vorwürfe von Binance: Die Kläger behaupten, RedotPay habe ein „betrügerisches Schema“ orchestriert, bei dem mehr als 470.000 Nutzer heimlich von Binance Card und Binance Pay auf das eigene konkurrierende Kartenprodukt abgeworben worden seien – ein Verstoß gegen einen 2025 geschlossenen Kooperationsvertrag . Die Klage wirft RedotPay vor, es habe Binance-Pay-Guthaben unrechtmäßig für Karteneinzahlungen außerhalb der vereinbarten Konditionen verwendet. Der abgeworbene Nutzerstamm sei ein wesentlicher Treiber der RedotPay-Bewertung im Vorfeld des Börsengangs gewesen . Binance behauptet zudem, dass etwa 304 Millionen Dollar an Binance-Pay-Nutzergeldern ohne ordnungsgemäße Trennung in das RedotPay-Ökosystem geflossen seien .
Die Reaktion von RedotPay: Das Unternehmen veröffentlichte am 5. August 2026 eine Stellungnahme, in der es heißt, die rechtlichen Schritte hätten keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb und man werde „alle Vorwürfe energisch zurückweisen“ . Auf weitere Nachfragen ging das Unternehmen mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht ein .
Nebenverfahren: Parallelverfahren sollen in Singapur anhängig sein. Binance hat Behauptungen zurückgewiesen, es ziehe das Verfahren dort zurück . Eine Anhörung in Hongkong war für den 7. August 2026 angesetzt .
Am 11. August 2026 – nur wenige Tage nach Einreichung der Klage und drei Wochen vor Bekanntwerden der IPO-Verschiebung – gab RedotPay die Einstellung von Chen Li als neue General Counsel bekannt. Laut der LinkedIn-Ankündigung des Unternehmens verfügt Chen Li über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung und eine herausragende Karriere in den Bereichen Technologie, Digital Finance und komplexe grenzüberschreitende Rechtsangelegenheiten im asiatisch-pazifischen Raum . Zuvor war sie mehr als 13 Jahre bei Microsoft tätig, zuletzt als Leiterin für strategische Partnerschaften in Asien . Die Einstellung erfolgte, nachdem der bisherige Leiter der Rechtsabteilung, Jonathan Tsang, zum 21. Juli 2026 zurückgetreten war . RedotPay schrieb im gleichen Zeitraum mehrere juristische Positionen aus, darunter Commercial Counsel und Legal Specialist (Venture) , was auf einen breiteren Ausbau der Rechts- und Compliance-Abteilung hindeutet.
Trotz der rechtlichen und regulatorischen Gegenwinde meldete RedotPay weiterhin starkes Wachstum. Die folgenden Kennzahlen stammen aus den letzten öffentlichen Angaben des Unternehmens:
| Kennzahl | Detail |
|---|---|
| Series-B-Finanzierung | 107 Millionen US-Dollar (überzeichnet), abgeschlossen im Dezember 2025, angeführt von Goodwater Capital mit Beteiligung von Pantera Capital, Blockchain Capital, Circle Ventures und HSG |
| Gesamtkapital 2025 | 194 Millionen US-Dollar (einschließlich einer strategischen Runde über 47 Millionen US-Dollar im September 2025, die das Unternehmen mit über 1 Milliarde US-Dollar bewertete) |
| Weltweite Nutzerbasis | Über 6 Millionen registrierte Nutzer (Stand Ende 2025 / Anfang 2026) |
| Geografische Reichweite | Mehr als 100 Länder |
| Jährliches Zahlungsvolumen | Über 10 Milliarden US-Dollar – fast eine Verdreifachung im Jahresvergleich (Stand Dezember 2025) |
| Jahresumsatz | Über 150 Millionen US-Dollar (Stand Dezember 2025) |
| Profitabilität | Das Unternehmen gab an, zum Zeitpunkt der Series-B-Ankündigung profitabel zu sein |
Im Q2-2026-Investor-Update meldete RedotPay Rekordwerte bei Nutzern, Umsatz, Gewinn und Margen, ohne jedoch konkrete Zahlen für diesen Zeitraum zu nennen . Branchenkreise spekulierten, dass die Nutzerbasis bis Mitte 2026 auf über 10 Millionen gestiegen sein könnte bei einer möglichen Bewertung von 2 Milliarden Dollar – offiziell bestätigt wurde dies von RedotPay nicht .
Die Geschichte von RedotPay veranschaulicht den Spagat, den Stablecoin-Zahlungsunternehmen meistern müssen: Sie wachsen rasant und ziehen namhafte Risikokapitalgeber an, bleiben aber gleichzeitig anfällig für regulatorische Fragmentierung und Prozessrisiken. Die Binance-Klage ist besonders bemerkenswert, weil sie persönlich gegen die Gründer gerichtet ist und Schadensersatz in Höhe von fast einer halben Milliarde Dollar fordert – Summen, die im Erfolgsfall die Wettbewerbsdynamik zwischen Krypto-Börsen und ihren Zahlungspartnern neu justieren könnten.
RedotPay treibt derweil seine globale Expansion voran. Das Unternehmen besitzt eine Lizenz als Virtual Asset Service Provider in Argentinien sowie Registrierungen als Money Services Business in den USA und Kanada . Ob es gelingt, die Binance-Klage beizulegen, die erforderlichen behördlichen Genehmigungen zu erhalten und schließlich an einer US-Börse zu notieren, wird von der gesamten Krypto-Finanzwelt aufmerksam verfolgt werden.