Gleichzeitig wurden etwa 7.000 Beschäftigte in neue KI‑orientierte Teams versetzt, um Entwicklung und Integration von KI‑Technologien in Produkte und Infrastruktur zu beschleunigen.
Diese Kombination aus Entlassungen, gestrichenen Stellen und internen Versetzungen zeigt: Meta verkleinert sich nicht nur – das Unternehmen verlagert Personal und Budget gezielt in KI‑Projekte.
Viele Betroffene erfuhren von ihrer Entlassung durch eine E‑Mail, die am 20. Mai in den frühen Morgenstunden verschickt wurde. Berichten zufolge gingen einige Nachrichten gegen 4 Uhr Ortszeit ein, unter anderem zuerst bei Mitarbeitern in Singapur.
Die E‑Mail teilte knapp mit, dass die jeweilige Stelle im Zuge der Reorganisation gestrichen wurde. Außerdem enthielt sie Informationen zum weiteren Ablauf, zu Abfindungen und zu administrativen Schritten.
In einigen Fällen hieß es zusätzlich, dass Mitarbeiter, die bereits im Büro seien, ihre persönlichen Gegenstände mitnehmen und nach Hause gehen sollten, da ihr Arbeitsverhältnis faktisch beendet sei.
Parallel zu den Kündigungs‑E-Mails deaktivierte Meta schnell viele interne Zugänge.
Entlassene Mitarbeiter wurden üblicherweise in eine sogenannte „non‑working notice period“ versetzt. Das bedeutet: Sie bleiben formal noch bis zu einem bestimmten Datum angestellt, arbeiten aber nicht mehr aktiv für das Unternehmen.
Während dieser Phase:
Solche schnellen Zugangssperren sind bei großen Tech‑Unternehmen üblich, um Daten und Systeme zu schützen – die Kombination aus Uhrzeit und globalem Umfang sorgte jedoch für große Aufmerksamkeit.
Meta erklärte, die Abfindungspakete seien im Branchenvergleich großzügig.
Für Mitarbeiter in den USA beinhalteten sie Berichten zufolge:
Außerhalb der USA sollten die Pakete ähnliche Grundprinzipien haben, jedoch je nach nationalem Arbeitsrecht variieren.
Nach den Entlassungen geriet auch Metas interne Leistungskultur stärker in den Fokus.
Der ehemalige Meta‑Ingenieur Jeremy Bernier verglich das Arbeitsumfeld mit der Netflix‑Serie „Squid Game“, in der Teilnehmer in einem extremen Wettbewerb gegeneinander antreten.
Seine Kritik richtete sich vor allem gegen das Stack‑Ranking‑System bei Leistungsbewertungen. Dabei werden Mitarbeiter nicht nur nach absoluten Leistungen beurteilt, sondern relativ zueinander eingeordnet.
Kritiker sagen, solche Systeme könnten ein Klima schaffen, in dem Mitarbeiter ständig um ihre Position kämpfen müssen. Bernier argumentierte, das führe zu einem „jeder gegen jeden“-Gefühl und dauerhafter Unsicherheit über Bewertungen und mögliche Entlassungen.
Die Personalmaßnahmen sind eng mit Metas strategischem Fokus auf künstliche Intelligenz verbunden.
Der Umbau umfasst gleichzeitig:
Damit wird deutlich, wie stark große Technologieunternehmen derzeit ihre Organisation um KI‑Entwicklung und KI‑Produkte herum neu strukturieren.
Die Entlassungen vom 20. Mai waren daher mehr als ein reiner Sparkurs. Sie markieren einen strategischen Neustart innerhalb von Meta, bei dem Arbeitsplätze, Teams und Investitionen stärker auf KI ausgerichtet werden.
Für viele Mitarbeiter zeigte sich dieser Wandel allerdings abrupt – durch Kündigungs‑E-Mails in den frühen Morgenstunden und sofortige System‑Sperren. Gleichzeitig hat die Debatte über interne Leistungsbewertungen und Wettbewerbsdruck eine neue Diskussion über Arbeitskultur in großen Tech‑Konzernen ausgelöst.
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