JPMorgan-Analyst Doug Anmuth hat das Kursziel für SpaceX nach den Zahlen zum dritten Quartal von 240 auf 500 US-Dollar mehr als verdoppelt. Die Einstufung „Overweight“ – also eine Empfehlung, die Aktie im Vergleich zum Markt stärker zu gewichten – blieb bestehen. Im Zentrum der neuen Einschätzung steht nicht allein das Raumfahrtgeschäft, sondern vor allem der erwartete Ausbau von KI-Rechenleistung. JPMorgan hat seine Schätzungen für 2027 und 2028 mehr als verdoppelt und rechnet für 2027 mit rund 254 Milliarden US-Dollar Umsatz.
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Die Erhöhung des Kursziels selbst beträgt rund 108 Prozent. Davon zu unterscheiden ist das häufig zitierte Aufwärtspotenzial von 238 Prozent: Diese Rechnung vergleicht das Kursziel von 500 US-Dollar mit einem damaligen Aktienkurs von 147,79 US-Dollar. Das ist eine Prognose des Analysten – keine zugesicherte Rendite.
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Warum KI-Rechenleistung im Mittelpunkt steht
Anmuths überarbeitete Einschätzung sieht KI-Rechenleistung als wichtigen künftigen Wachstumsmotor für SpaceX, zusätzlich zu den bestehenden Raumfahrt- und Konnektivitätsgeschäften. JPMorgans Prognose zufolge könnte die Rechenkapazität bis Ende 2027 auf 10 Gigawatt steigen; für dasselbe Jahr setzt die Bank rund 254 Milliarden US-Dollar Umsatz an.
3 In der Zusammenfassung der Analystennotiz wird SpaceX’ Vorhaben „Super Intelligence“ als wichtigster künftiger Wachstumstreiber bezeichnet.
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Das wären gewaltige Ausbaupläne. Mehr Rechenkapazität kann mehr Dienste ermöglichen – sie sagt aber für sich genommen noch nicht, wie viele Kunden dafür zahlen oder wie profitabel das Geschäft wird. Die Prognose hängt deshalb nicht nur von der Nachfrage ab, sondern auch davon, ob SpaceX die nötige Infrastruktur rechtzeitig aufbauen und erfolgreich vermarkten kann.
Was die Quartalszahlen zur Einschätzung beitragen
SpaceX meldete für das dritte Quartal ein Umsatzplus von 161 Prozent im Jahresvergleich und übertraf damit die Erwartungen. Das KI-Geschäft des Unternehmens wuchs laut CNBCs Bericht zu den Ergebnissen um das Neunfache.
19 Das starke Quartal hilft zu erklären, warum JPMorgan seine Schätzungen danach anhob. Es belegt für sich allein aber nicht, dass die langfristigen Prognosen eintreffen werden.
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Auch die Aktie reagierte zunächst positiv: Ein Bericht bezifferte den Anstieg im vorbörslichen Handel auf rund 8,1 Prozent.
3 Diese Momentaufnahme ist nicht mit einem bestätigten Schlusskurs für den gesamten Handelstag gleichzusetzen.
Hohe Erwartungen, erhebliche Umsetzungsrisiken
Das gemeldete Kursziel von 500 US-Dollar beruht auf einer gewinnbasierten Bewertung: JPMorgans Ansatz setzt laut Bericht ungefähr das 20-Fache des für 2028 erwarteten Gewinns je Aktie von rund 24 US-Dollar an.
18 Die Rechnung gilt allerdings nur, wenn die zugrunde liegende Gewinnschätzung erreicht wird; sie bestätigt nicht automatisch die Annahmen, auf denen sie beruht.
Der Ausbau der Rechenkapazität bringt praktische Hürden mit sich. MarketWatch nennt unter anderem die Finanzierung, die Stromversorgung und den Zugang zu genügend Chips als Herausforderungen für SpaceX.
11 Das ist relevant, weil ein rascher Kapazitätsausbau nur dann zu entsprechenden Umsätzen und Gewinnen führt, wenn die Infrastruktur rechtzeitig verfügbar ist und die Nachfrage anhält.
Der Kern von JPMorgans höherem Kursziel ist damit eine optimistische Wette auf das Wachstum des KI-Rechengeschäfts, gestützt durch SpaceX’ starke Quartalsentwicklung. Die Prognose von 254 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2027 und das Kursziel von 500 US-Dollar sind jedoch Szenarien, die einen großen künftigen Ausbau voraussetzen – keine bereits erzielten Ergebnisse und keine Garantie für weiteres Kurspotenzial.
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