Goldman Sachs zieht bei bestimmten KI-Coding-Tools eine engere Grenze: Banker und Trader dürfen Anthropic Claude Code und die KI-Werkzeuge von GitHub nach einer Aktualisierung interner Vorgaben im Oktober nicht mehr nutzen. Zugang behalten sollen Engineers. Zuvor hatte die Bank die Tools mehrere Monate lang auch anderen Beschäftigten zur Verfügung gestellt.
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Als Grund nennt Goldman eine Prüfung, bei der Produktivität und Risikomanagement berücksichtigt wurden. Die Änderung ist damit eine Beschränkung für bestimmte Werkzeuge – kein Beleg für ein allgemeines KI-Verbot bei der Bank.
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Was Goldman zu den Gründen sagt
Banksprecher Nick Carcaterra erklärte, die Bank habe nach einer Phase des Ausprobierens verschiedene Faktoren bewertet, darunter Produktivität und Risikomanagement. Anschließend sollten die Tools denjenigen zur Verfügung stehen, die sie langfristig am besten nutzen könnten. Welche konkreten Risiken oder Produktivitätsergebnisse ausschlaggebend waren, geht aus den veröffentlichten Angaben nicht hervor.
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Die Entscheidung lässt sich deshalb am ehesten als Wechsel bei der Zugangsregel verstehen: Nicht mehr viele Beschäftigte, sondern vor allem Menschen mit Engineering-Aufgaben sollen die Coding-Tools nutzen. Sie belegt weder, dass Goldman die Werkzeuge für wirkungslos hält, noch dass die Bank ihre übrigen KI-Aktivitäten eingestellt hat.
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Was sich für Banker und Trader ändert
Vor der Einschränkung hatten auch Beschäftigte außerhalb der Softwareentwicklung mit den Tools gearbeitet. Einige Trader nutzten sie laut Berichten etwa, um Kundenhandelsströme zu beobachten, Marktbewegungen und Positionen zu modellieren sowie Texte und Grafiken zu erstellen. Der Wegfall des Zugangs sorgte bei einigen Beschäftigten für Unmut.
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Damit endet der direkte Zugang für viele Banker und Trader zu Werkzeugen, die sie auch jenseits klassischer Programmierarbeit eingesetzt hatten. Aus den vorliegenden Berichten geht jedoch nicht hervor, ob sie dieselben Aufgaben weiterhin mit anderen genehmigten Anwendungen oder Abläufen erledigen können.
Warum „Strats“ eine Sonderrolle haben
Berichte nennen eine Ausnahme für sogenannte „Strats“: Beschäftigte, deren Aufgaben quantitative oder handelsbezogene Arbeit mit Softwareentwicklung verbinden. Das deutet auf eine Unterscheidung nach Tätigkeitsprofil hin – Zugang für Personen mit Engineering-Aufgaben, nicht automatisch für alle, die programmierähnliche Arbeiten erledigen möchten. Die genauen Kriterien für die Berechtigung sind öffentlich nicht vollständig beschrieben.
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Die neue Regel steht zudem im Kontrast zu früheren Äußerungen von Goldman-CIO Marco Argenti. Im Juli hatte er den Einsatz von KI durch Beschäftigte ohne technischen Hintergrund für erste Prototypen positiv hervorgehoben, die Engineers anschließend weiterentwickeln könnten. Das macht die spätere Einschränkung zu einer sichtbaren Verengung des Zugangs, belegt aber nicht, dass Goldman solche Experimente oder seine KI-Einführung insgesamt aufgegeben hat.
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Was sich aus den Berichten ableiten lässt – und was nicht
Die öffentlich genannte Begründung umfasst eine Prüfung von Produktivität und Risikomanagement. Die vorliegenden Quellen belegen nicht, dass bestimmte Cybersecurity-, Kosten- oder Compliance-Bedenken konkret den Ausschlag gaben. Auch lässt sich daraus kein allgemeines Verbot sämtlicher KI-Anwendungen bei Goldman ableiten.
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Der Kern der Entscheidung ist enger: Nach einer Phase des Ausprobierens beschränkt Goldman fortgeschrittene Coding-Tools auf einen kleineren, stärker auf Engineering ausgerichteten Nutzerkreis. Welche konkreten Erkenntnisse aus der Prüfung zu diesem Schritt führten und wo genau die Zugangsgrenze verläuft, hat die Bank öffentlich nicht näher erläutert.