Bitcoin kletterte am Montag kurz auf 86.995,40 US-Dollar, notierte danach aber wieder unter 86.000. Anleger wägen schwache US-Arbeitsmarktdaten gegen weiterhin hohe Renditen von US-Staatsanleihen und anhaltende Inflationssorgen ab.
5 Der Arbeitsmarktbericht ließ eine Zinspause der US-Notenbank Federal Reserve wahrscheinlicher erscheinen. Für einen klaren Durchbruch durch den Widerstand nahe 87.000 US-Dollar reichte das allein jedoch nicht.
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Warum die Arbeitsmarktdaten Bitcoin zunächst Rückenwind gaben
US-Arbeitgeber schufen im September 29.000 Stellen – weniger als erwartet. Der schwache Bericht verringerte die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung im Oktober und gab Risikoanlagen wie Bitcoin Auftrieb.
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7 Laut einer Glassnode-Schätzung auf Basis von Futures-Preisen sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober bis Freitag auf 22 Prozent, nachdem sie am Montag noch bei 66 Prozent gelegen hatte.
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Das erklärt den anfänglichen Kursanstieg, bedeutete aber nicht automatisch, dass die Finanzierungskosten sinken würden. Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten erholte sich die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von 5,15 auf 5,26 Prozent, als wieder Anleihen verkauft wurden.
8 Am Montag behielten Anleger neben den schwächeren Arbeitsmarktdaten auch die erhöhten Renditen und die Inflationssorgen im Blick.
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ETF-Zuflüsse stützten den Kurs – der Widerstand hielt
Auch die Zuflüsse in Bitcoin-Spot-ETFs – börsengehandelte Fonds, die den Bitcoin-Kurs abbilden – boten Unterstützung. Ein Bericht meldete für diese Fonds eine dritte Woche in Folge mit Nettozuflüssen. Das deutet auf anhaltendes Interesse hin, belegt für sich genommen aber nicht, dass die Nachfrage stark genug war, um einen Kursausbruch zu tragen.
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Am Montag blieb der Bitcoin-Höchststand knapp unter 87.000 US-Dollar. Auch nach einem kurzen Anstieg über diese Marke im Anschluss an den Arbeitsmarktbericht am Freitag konnte sich der Kurs nicht dauerhaft darüber halten.
5 Analysten sehen den kurzfristigen Widerstandsbereich bei etwa 87.000 bis 87.500 US-Dollar.
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12 Ein anhaltender Anstieg über diese Zone wäre ein stärkeres Signal als ein kurzer Ausschlag – denn er würde darauf hindeuten, dass Käufer den Verkaufsdruck aufnehmen können.
Was Unterstützungs- und Liquidationsdaten aussagen – und was nicht
Vor dem durch die Arbeitsmarktdaten ausgelösten Anstieg bewegte sich Bitcoin in einer Spanne von 82.000 bis 85.000 US-Dollar.
32 Für den Oktober hatten Analysten außerdem 82.000 US-Dollar als wichtige Marke auf der Unterseite genannt.
41 Das ist kein bestätigter Boden für den Kurs, sondern ein übergeordneter Orientierungspunkt, falls Bitcoin weiter nachgibt.
Zwangsliquidierungen liefern zusätzlichen Kontext, aber kein verlässliches Kursziel. Ein Bericht schätzte, dass in den 24 Stunden nach dem Freitags-Hoch Derivatepositionen im Wert von 433 Millionen US-Dollar automatisch geschlossen wurden. Rund drei Viertel davon waren Wetten auf weiter steigende Kurse.
3 Das beschreibt einen Abbau gehebelter Positionen, nicht eine aktuelle Liquidationszone. Die verfügbaren Berichte weisen weder eine verlässliche aktuelle Konzentration solcher Positionen noch einen präzisen Auslöser für einen möglichen Rückgang aus.
Das offene Interesse an Bitcoin-Futures – also der Umfang noch nicht abgewickelter Kontrakte – war in einer Messung Ende September auf den niedrigsten Stand seit März gefallen. Das deutete damals auf eine geringere Abhängigkeit von gehebelten Positionen hin.
31 Bei weniger Hebel wird anhaltende Nachfrage am Spotmarkt wichtiger, wenn die Rally weitergehen soll. Der damalige Messwert ist allerdings keine Echtzeitangabe.
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Worauf es für Bitcoin als Nächstes ankommt
Der kurzfristige Ausblick hängt von mehreren Faktoren ab. Protokolle der Fed-Sitzung und anstehende Inflationsdaten könnten die Zinserwartungen verändern. Auch die Renditen von US-Staatsanleihen und die Nachfrage nach ETFs dürften mitbestimmen, ob Käufer den Widerstand erneut testen können.
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14 Gelingt Bitcoin kein anhaltender Anstieg über etwa 87.000 bis 87.500 US-Dollar, bleibt ein erneuter Rücksetzer möglich. Die Marke von 82.000 US-Dollar ist dabei ein grober Bezugspunkt nach unten – keine Prognose für einen bestimmten Kursverlauf.
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Die wichtigste Erkenntnis: Die schwachen Arbeitsmarktdaten gaben Bitcoin Auftrieb, aber für eine Fortsetzung der Rally braucht es mehr. Entscheidend ist, ob die Nachfrage am Spotmarkt den Widerstand überwinden kann und zugleich der makroökonomische Gegenwind nachlässt.