Eine Zusage von Lim Tean reichte dem Gericht nicht aus: Leong Sze Hian hatte für den Anwalt und Oppositionspolitiker gebürgt und musste nach Auffassung des Richters selbst darauf achten, dass Lim seine Auflagen einhielt. Weil Leong diese Verantwortung nicht erfüllt habe, ordnete Bezirksrichter Chay Yuen Fatt am 17. September 2026 den Verfall der gesamten Sicherheit von 45.000 Singapur-Dollar (S$45.000) an.
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Der Streit um Leongs Pflichten
Lim sollte sich am 3. August bei den State Courts, den staatlichen Gerichten Singapurs, melden, um eine Haftstrafe anzutreten. Er erschien nicht; noch am selben Tag wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen.
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Leong wehrte sich gegen den Verlust der Kaution. Er sagte, er habe am 2. August mit Lim Kontakt gehabt. Lim habe ihm versichert, dass er sich stellen werde, und Leong habe keinen Grund gehabt anzunehmen, dass er das Land verlassen würde.
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Staatsanwalt Bryan Wong beantragte dagegen den Verfall der vollen Summe. Textnachrichten zeigten aus Sicht der Anklage, dass Leong zwischen dem 1. Juli und dem 3. August nicht wie gefordert täglich Kontakt zu Lim gehalten habe. Am Tag, an dem Lim sich melden sollte, habe Leong zudem erst versucht, ihn zu erreichen, nachdem ein Ermittlungsbeamter Leong kontaktiert hatte.
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Warum die gesamte Sicherheit verfiel
Richter Chay folgte der Staatsanwaltschaft. Wer als Bürge auftrete, übernehme unter anderem die Pflicht, die Einhaltung der Kautionsauflagen sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass die betreffende Person Singapur nicht ohne Erlaubnis des Gerichts verlasse. Diese Pflichten habe Leong nicht erfüllt; Lims Zusicherung vom Vortag änderte daran nach Auffassung des Gerichts nichts.
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Die S$45.000 waren nicht vollständig als Bargeld hinterlegt: S$30.000 entfielen auf eine finanzielle Sicherheit in einem Verfahren, weitere S$15.000 auf eine nicht in bar geleistete Sicherheit in einem anderen. Das Gericht ließ beide Beträge verfallen.
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Was aus Lim wurde – und woher sich die beiden kannten
Malaysische Polizisten nahmen Lim am 6. August in Johor Bahru fest. Am 11. August übergaben ihn die malaysischen Behörden an Singapur; dort wurde er nach seiner Rückkehr festgenommen. Zeitgenössische Berichte bezeichneten seine Ausreise nach Malaysia als mutmaßliche Flucht.
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Lims Haftstrafe geht auf eine Verurteilung zurück, weil er ohne gültige Zulassung als Anwalt tätig gewesen war.
12 Zwischen den beiden Männern bestand auch zuvor eine berufliche Verbindung: Lim vertrat Leong in einem Verleumdungsverfahren, das der damalige Premierminister Lee Hsien Loong wegen eines von Leong geteilten Facebook-Beitrags angestrengt hatte.
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