X begann im November 2024 damit, die Änderung auszurollen; entdeckt und bestätigt worden war sie bereits im September . Nach dem neuen Verhalten gilt: Sind die eigenen Beiträge öffentlich, kann ein blockierter Account sie weiterhin ansehen. Er kann dem blockierenden Account aber nicht folgen, nicht mit dessen Posts interagieren und keine Direktnachrichten senden . Auch die X-Hilfeseite beschreibt Blockieren inzwischen als Funktion, die Accounts daran hindert, einem zu folgen, Direktnachrichten zu schicken und mit einem zu interagieren .
Das ist ein spürbarer Bruch mit dem, was viele Nutzerinnen und Nutzer zuvor unter Blockieren verstanden. Fortune berichtete, dass Blockieren früher nicht nur Antworten oder Erwähnungen verhinderte, sondern auch, dass der blockierte Account die Beiträge innerhalb von X sehen konnte . Engadget und Fortune beschrieben außerdem den neuen Hinweis, den blockierte Accounts sehen: Sie dürfen öffentliche Posts ansehen, können aber nicht interagieren, folgen oder Nachrichten senden .
Eine wichtige Einschränkung gehört dazu: Öffentliche Posts waren nie dasselbe wie private Posts. The Register wies darauf hin, dass blockierte Personen öffentliche Beiträge schon vorher sehen konnten, wenn sie sich ausloggten oder ein Inkognito-Fenster nutzten – dann allerdings ebenfalls ohne Interaktionsmöglichkeiten . X hat dieses Verhalten nun praktisch in die eingeloggte Nutzung blockierter Accounts geholt.
| Aktion | Aktuelle Wirkung auf X |
|---|---|
| Öffentliche Beiträge ansehen | Erlaubt, wenn die Beiträge des blockierenden Accounts öffentlich sind . |
| Folgen oder Direktnachrichten senden | Weiterhin durch Blockieren eingeschränkt . |
| Antworten, liken, reposten oder anderweitig interagieren | Weiterhin eingeschränkt; öffentliche Posts können gesehen, aber nicht direkt genutzt werden . |
| Geschützte Beiträge ansehen | Nicht erlaubt: Laut X sind geschützte Beiträge nur für Follower sichtbar, blockierte Accounts können sie nicht sehen . |
„Stummschalten“ und „Blockieren“ sind auf X nicht dasselbe. Die hier vorliegenden Berichte dokumentieren eine Änderung der Blockieren-Funktion, nicht eine separate große Reform des Stummschaltens im Jahr 2024. KTVU hält ausdrücklich fest, dass Stummschalten auf X einen Nutzer nicht blockiert .
Das ist wichtig, weil viele Menschen beide Funktionen intuitiv als ähnliche Schutzmechanismen verstehen. Tatsächlich ziehen sie unterschiedliche Grenzen. Die bestätigte Änderung betrifft Blockieren: Blockierte Accounts können öffentliche Posts nun sehen. Stummschalten sollte daher nicht als Privatsphäre-Mauer oder Ersatz für ein geschütztes Konto verstanden werden .
X verschiebt Blockieren damit weg von einer Sichtbarkeitsgrenze hin zu einer Interaktionsgrenze. TechCrunch berichtete, dass Nutzerinnen und Nutzer die Änderung aus Sicherheitsgründen kritisierten, weil sie nicht wollten, dass blockierte Personen ihre Beiträge sehen . Die von KTVU berichtete Begründung von X zielte auf „größere Transparenz“ bei öffentlichen Posts . Elon Musk fasste das Prinzip im September so zusammen: Die Blockieren-Funktion solle einen Account daran hindern, zu interagieren, aber nicht daran, einen öffentlichen Post zu sehen .
Für Nutzerinnen und Nutzer ist der Kompromiss klar: Ein öffentliches X-Profil bietet durch Blockieren weniger persönliche Abgrenzung, als viele erwartet hatten. Wer stärker kontrollieren will, wer die eigenen Beiträge sieht, muss auf geschützte Posts setzen; laut X sind diese nur für Follower sichtbar und nicht für blockierte Accounts .
Wenn Sie verhindern wollen, dass jemand antwortet, likt, repostet, folgt oder Direktnachrichten schickt, erfüllt Blockieren weiterhin diesen Zweck . Wenn Sie verhindern wollen, dass blockierte Accounts Ihre Beiträge überhaupt sehen, reicht ein öffentliches Konto nicht mehr aus; die von X dokumentierte Option sind geschützte Beiträge . Und wenn Sie stummschalten, behandeln Sie diese Funktion als schwächere Kontrolle als Blockieren – nicht als Sicherheits- oder Privatsphäre-Barriere .