Einige Nutzer von Windows 10 und Windows 11 berichten, dass ihr PC wenige Minuten nach dem Hochfahren einfriert – teils tritt das Problem auf, wenn der Rechner mit dem Internet verbunden ist. In einzelnen Fällen fiel der Zeitpunkt mit der geplanten Aufgabe Secure-Boot-Update zusammen. Das macht sie zu einer Spur, die sich prüfen lässt, belegt aber weder eine allgemeine Ursache noch, dass die Internetverbindung den Hänger auslöst.
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Wofür ist „Secure-Boot-Update“ da?
Microsoft aktualisiert Secure-Boot-Zertifikate, die ursprünglich 2011 ausgestellt wurden und seit Juni 2026 ablaufen. Windows verwendet die geplante Aufgabe \Microsoft\Windows\PI\Secure-Boot-Update, um die Zertifikatsupdates anzuwenden. Laut Microsoft sollte die Aufgabe vorhanden und aktiviert sein und unter dem Konto Lokales System laufen.
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Bei manchen PCs ist zusätzlich ein Firmwareupdate des Herstellers nötig, damit die Secure-Boot-Zertifikate vollständig aktualisiert werden können. Friert ein Rechner ungefähr dann ein, wenn die Aufgabe ausgeführt wird, ist das ein möglicher Ansatzpunkt für die Fehlersuche – allein der zeitliche Zusammenhang beweist aber keinen Firmwarefehler.
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Verursacht die Internetverbindung den Hänger?
Das lässt sich aus den Berichten nicht schließen. Microsoft zufolge benötigen Secure-Boot-Zertifikatsupdates keine Netzwerkverbindung. Ein Fehler, der nur bei verbundenem PC auftritt, belegt daher nicht, dass der Updatevorgang Internetzugang voraussetzt. Die Verbindung kann zeitlich mit einem anderen Vorgang zusammenfallen. Prüfen Sie deshalb den Ausführungsverlauf der Aufgabe und weitere Systemhinweise, bevor Sie eine Ursache annehmen.
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So prüfen Sie die Aufgabe
- Drücken Sie Win + R, geben Sie
taskschd.msc ein und drücken Sie Enter.
- Öffnen Sie Aufgabenplanungsbibliothek → Microsoft → Windows → PI → Secure-Boot-Update. Die Bezeichnungen können je nach Windows-Sprache leicht abweichen.
- Prüfen Sie, ob die Aufgabe aktiviert ist, wann sie zuletzt ausgeführt wurde und welches Ergebnis der letzten Ausführung angezeigt wird. Sehen Sie sich, falls verfügbar, auch den Verlauf an. Vergleichen Sie die Zeitangaben mit den Hängern.
- Kontrollieren Sie, ob die Aufgabe vorhanden und aktiviert ist und unter Lokales System läuft. Microsoft empfiehlt außerdem zu prüfen, ob sie seit der letzten installierten Windows-Sicherheitsaktualisierung mindestens einmal ausgeführt wurde.
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- Öffnen Sie Windows-Sicherheit → Gerätesicherheit und prüfen Sie dort den Secure-Boot-Status. Meldet Windows, dass ein Firmwareupdate erforderlich ist, suchen Sie beim PC-Hersteller nach Informationen für Ihr konkretes Gerät.
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Ein passender Zeitstempel ist ein Hinweis, kein Beweis. Wenn die Ausführung der Aufgabe zeitlich mit dem Einfrieren zusammenfällt, prüfen Sie die relevanten Windows-Ereignisprotokolle rund um den Fehler. Achten Sie dabei auf Secure-Boot- oder Firmwaremeldungen, bevor Sie Einstellungen ändern.
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Sollte man die Aufgabe deaktivieren?
Einzelne Nutzer berichten, dass ihr PC nach dem vorübergehenden Deaktivieren von Secure-Boot-Update nicht mehr einfror. Das kann als behelfsmäßiger Diagnoseschritt infrage kommen, wenn der zeitliche Zusammenhang deutlich ist und der Rechner kaum nutzbar ist. Es ist aber keine bestätigte Lösung für alle Systeme.
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Dabei gibt es einen Nachteil: Ist die Aufgabe deaktiviert, kann Windows ausstehende Secure-Boot-Zertifikatsupdates möglicherweise nicht anwenden. Wenn Sie diesen Schritt ausprobieren, betrachten Sie ihn als vorübergehend. Informieren Sie sich über Hinweise des PC-Herstellers oder ein benötigtes Firmwareupdate und aktivieren Sie die Aufgabe wieder, statt die Zertifikatsaktualisierung dauerhaft auszusetzen. Die geplante Aufgabe zu deaktivieren ist außerdem nicht dasselbe, wie Secure Boot in den Firmwareeinstellungen des PCs auszuschalten.
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