Mehr als 30 zivilgesellschaftliche Organisationen äußerten Sorge über Berichte, wonach eine Google Strafe nach Druck aus den USA verzögert wurde [1]. Verlage, Tech Firmen und Startup Verbände wollen, dass die Kommission die Untersuchung zu Googles Suche abschließt und bei Regelverstößen Sanktionen verhängt [7][14].

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: Why EU groups want von der Leyen to move ahead with the delayed Google fine. Article summary: Civil society groups want von der Leyen’s Commission to move ahead because they say a more than two year Digital Markets Act search case against Google was delayed after reported U.S.. Topic tags: google, digital markets act, eu regulation, antitrust, competition policy. Reference image context from search candidates: Reference image 1: visual subject "That’s the optimistic spin some European analysts are putting on the European Commission’s surprise decision to delay a long-planned fine against American tech giant Google for abu" source context "EU delays Google fine amid US pressure — but it’s no surrender, analysts say" Reference image 2: visual subject "That’s the optimistic spin some European analysts are putting on the
Die Debatte um eine mögliche EU-Strafe gegen Google ist inzwischen größer als der einzelne Suchfall. Für die Gruppen, die jetzt auf Ursula von der Leyens Kommission Druck machen, geht es um eine Grundsatzfrage: Setzt die EU ihren Digital Markets Act (DMA), also ihr Regelwerk für besonders mächtige digitale Plattformen, auch dann konsequent durch, wenn politischer Druck von außen im Raum steht? Mehr als 30 Organisationen haben der EU-Kommission nach MLex geschrieben und ihre große Sorge über Berichte geäußert, wonach eine Google-Strafe nach Druck der US-Regierung verschoben worden sei .
Im Mittelpunkt steht der Vorwurf der Selbstbevorzugung, im Tech-Jargon oft Self-Preferencing genannt: Google soll in der Online-Suche eigene Dienste gegenüber konkurrierenden Angeboten bevorzugt haben . MLex beschreibt den Fall als eine seit mehr als zwei Jahren laufende DMA-Untersuchung zu mutmaßlichen Selbstbevorzugungspraktiken
.
Wichtig ist die juristische Einordnung: Die vorliegenden Berichte sprechen von mutmaßlichem Verhalten. Sie belegen keine abschließende Feststellung der EU-Kommission, dass Google in diesem Verfahren tatsächlich gegen Regeln verstoßen hat. Genau deshalb drängen die Verbände auf den Abschluss des Verfahrens – und auf Sanktionen oder eine Geldbuße, falls der Rechtsverstoß festgestellt wird .
Der heikelste Punkt ist nicht nur die Länge des Verfahrens, sondern der Grund, der für die Verzögerung im Raum steht. Die zivilgesellschaftlichen Gruppen warnen vor dem Eindruck, die Durchsetzung des DMA könne durch Druck der US-Regierung ausgebremst werden .
Für Brüssel wäre das mehr als ein Kommunikationsproblem. Der DMA soll große digitale Plattformen, sogenannte Gatekeeper, an klare Regeln binden. Wenn eine mögliche Strafe politisch verhandelbar wirkt, könnte das Vertrauen in die europäische Digitalaufsicht leiden – gerade bei Unternehmen, die darauf hoffen, dass die EU gegen sehr mächtige Plattformen nicht nur Regeln erlässt, sondern sie auch durchsetzt .
Der Druck kommt aus mehreren Richtungen, die sich teilweise überschneiden:
Dass Ursula von der Leyen persönlich adressiert wird, liegt auch daran, dass entsprechende Schreiben nicht nur an technische Arbeitsebenen gingen. Branchenkommunikationen wurden an von der Leyen, die Wettbewerbsverantwortliche Teresa Ribera und die für Technologiepolitik zuständige Henna Virkkunen gerichtet .
Die zivilgesellschaftliche Kritik dreht sich um den Verdacht, dass eine Verzögerung auf Druck aus Washington folgte . Aus Sicht der Gruppen wäre das gefährlich, weil es den Eindruck erwecken könnte, EU-Regeln würden nicht allein nach Aktenlage und Rechtsmaßstab angewandt, sondern könnten geopolitischem oder handelspolitischem Druck nachgeben
.
Verlage, Tech-Firmen und Startup-Organisationen argumentieren, dass weitere Verzögerungen europäischen Unternehmen in der digitalen Wirtschaft schadeten . Ein Bericht zitierte die Warnung der Koalition, europäische Unternehmen gingen insolvent, während die Regulierer weiter berieten
. Das ist eine zugespitzte Branchenposition, aber sie erklärt, warum die Forderungen so dringlich formuliert sind.
Reuters-nahe Berichte beschrieben die Untersuchung im März 2026 als fast zweijähriges Verfahren, als Verlage, Tech-Firmen und Startups die EU-Regulierer aufforderten, den Fall in der folgenden Woche abzuschließen . Später fasste MLex die Sache als DMA-Prüfung zusammen, die bereits seit mehr als zwei Jahren laufe
. Auch die 18 Industrie- und Verbraucherorganisationen verwiesen auf den 25. März 2026 als Zwei-Jahres-Marke der offenen Verfahren
.
Nicht alle Forderungen sind wortgleich, sie zielen aber in dieselbe Richtung: Die Kommission soll den Fall nicht weiter pausieren. Je nach Schreiben ist von einer Beschleunigung des Verfahrens und dem Weg zu einer Strafe die Rede , von einer Geldbuße
, von einer förmlichen Entscheidung wegen Nichteinhaltung
oder von Sanktionen, falls Google gegen Wettbewerbsregeln verstoßen haben sollte
.
Der entscheidende Vorbehalt bleibt: Eine Forderung nach Durchsetzung ersetzt keinen Rechtsbefund. Die Quellen zeigen eine breite Druckkampagne, aber sie zeigen nicht, dass die Kommission bereits endgültig festgestellt hätte, dass Google in diesem konkreten Verfahren gegen EU-Regeln verstoßen hat .
EU-Gruppen drängen von der Leyens Kommission, weil die mögliche Google-Strafe zum Stellvertreterstreit geworden ist: über Googles mutmaßliche Selbstbevorzugung in der Suche, über die Lage europäischer Wettbewerber und über die Frage, ob die EU ihren Digital Markets Act unabhängig und zeitnah durchsetzt. Für Kritiker steht damit nicht nur eine Sanktion gegen Google im Raum, sondern die Glaubwürdigkeit der europäischen Digitalpolitik insgesamt .
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Mehr als 30 zivilgesellschaftliche Organisationen äußerten Sorge über Berichte, wonach eine Google Strafe nach Druck aus den USA verzögert wurde [1].
Mehr als 30 zivilgesellschaftliche Organisationen äußerten Sorge über Berichte, wonach eine Google Strafe nach Druck aus den USA verzögert wurde [1]. Verlage, Tech Firmen und Startup Verbände wollen, dass die Kommission die Untersuchung zu Googles Suche abschließt und bei Regelverstößen Sanktionen verhängt [7][14].
Für Kritiker geht es nicht nur um Google, sondern um die Glaubwürdigkeit des Digital Markets Act und die Frage, ob EU Regeln politischem Druck standhalten [1][11].