Cobolli, die Nummer 10 der Setzliste, hat eine ungewöhnlichere Reise hinter sich. Der 24-Jährige musste im Halbfinale nicht einmal auf den Platz, weil sein Landsmann Matteo Arnaldi krankheitsbedingt absagen musste . Der positive Nebeneffekt: Cobolli kommt ausgeruhter ins Finale, während Zverev vier harte Sätze in den Knochen hat. Der Italiener hat im gesamten Turnier nur zwei Sätze abgegeben und geht als klarer Außenseiter, aber nicht ohne Hoffnung ins Rennen. Im April schlug er Zverev auf Sand in München glatt mit 6:3, 6:3
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Die Ausgangslage ist denkwürdig: Titelverteidiger Carlos Alcaraz war verletzt abgereist, Topstar Jannik Sinner scheiterte früh, und Novak Djokovic verlor in der dritten Runde gegen den 19-jährigen Joao Fonseca . Aus dem vormaligen 12:1-Außenseiter vor Turnierbeginn wurde dadurch ein haushoher Favorit: Am Morgen des Finales notierten Wettanbieter Zverev mit Quoten um -400
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Es geht um mehr als nur den Pokal. Der Sieger erhält rund 3,248 Millionen US-Dollar Preisgeld, der Unterlegene 1,624 Millionen . Für Zverev bietet sich nach Jahren der knappsten Niederlagen die Chance, das Image des "ewigen Zweiten" abzustreifen. Für Cobolli wäre ein Titel einer der spektakulärsten Aufstiege der jüngeren Tennis-Geschichte.
Die Schlüsselfrage des Finales: Hält Zverevs Nervenkostüm dem Druck stand? Cobolli hat nichts zu verlieren und ein Erfolgsrezept parat. Sollte das Finale auf dem Court Philippe-Chatrier so chaotisch enden wie das Turnier, das ihm vorausging – es wäre ein würdiger Abschluss.
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