USA hingegen zeigten einen Lichtblick. Die Verkaufszahlen erholten sich zum dritten Monat in Folge und stiegen im zweistelligen Prozentbereich . Volvo Car USA meldete für das zweite Quartal 2026 insgesamt 34.228 verkaufte Fahrzeuge
. Das Unternehmen rechnet damit, dass sich die Erholung im zweiten Halbjahr fortsetzt, da die negativen Effekte der gestrichenen Förderung für elektrifizierte Fahrzeuge nachlassen
.
Europa – der wichtigste Markt von Volvo – zeigte sich „stabil mit moderatem Wachstum" . Volvo betonte, „in Europa weiterhin auf Preiskontrolle zu achten und einen anhaltenden Anstieg der Einzelhandelsbestellungen für unsere vollelektrischen Fahrzeuge zu verzeichnen"
. Im zweiten Quartal 2026 legten die Verkäufe vollelektrischer Fahrzeuge in Europa (inklusive Türkei) um 23 % im Jahresvergleich zu
.
Die Elektrifizierungsoffensive von Volvo trug weiter Früchte. Der Absatz elektrifizierter Modelle – vollelektrisch (BEV) und Plug-in-Hybride (PHEV) zusammen – stieg um 15 % auf 87.464 Fahrzeuge und erreichte damit einen Anteil von 53 % am Gesamtvolumen . Dies ist eine Steigerung gegenüber 48 % im Zeitraum März–Mai 2026 und 47,3 % im ersten Quartal 2026
.
| Antriebsart | Mai–Juli 2026 | Veränderung zum Vorjahr | Anteil am Gesamtabsatz |
|---|---|---|---|
| Elektrifiziert gesamt (BEV + PHEV) | 87.464 | +15 % | 53 % |
| Vollelektrisch (BEV) | ~44.459 (geschätzt) | +21 % | 27 % |
| Plug-in-Hybrid (PHEV) | ~43.005 (geschätzt) | +9 % | 26 % |
| Mild-Hybrid & reiner Verbrenner | 77.199 | –19 % | 47 % |
Der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge stieg um 21 % im Jahresvergleich und erreichte 27 % des Gesamtabsatzes, verglichen mit 23 % im Zeitraum März–Mai . Plug-in-Hybride legten um 9 % zu
. Damit verzeichnete Volvo den neunten Monat in Folge ein globales BEV-Wachstum, angetrieben insbesondere durch die elektrischen SUVs EX30 und EX40
. Im gesamten zweiten Quartal 2026 erreichten vollelektrische Fahrzeuge einen Anteil von 52 % an allen Auslieferungen – das erste Mal in der Unternehmensgeschichte, dass mehr als die Hälfte der Fahrzeuge rein elektrisch war
.
Mild-Hybride und reine Verbrenner gingen um 19 % zurück, ein Zeichen des beschleunigten Modellwechsels .
Die Analystenbewertungen für Volvo Cars (VOLCARb.ST) gingen nach der Veröffentlichung der Zahlen stark auseinander. Vier große Banken veröffentlichten zwischen dem 20. und 23. Juli 2026 aktualisierte Einschätzungen:
| Institut | Rating | Neues Kursziel | Bisheriges Kursziel | Änderung | Datum |
|---|---|---|---|---|---|
| Citigroup | Kaufen | SEK 376 | SEK 358 | Angehoben | 21. Juli |
| Deutsche Bank | Neutral | Nicht spezifiziert | — | Einstufung aufgenommen | 21. Juli |
| HSBC | Halten | SEK 17,50 | SEK 22 | Gesenkt | 23. Juli |
| Handelsbanken | Halten | SEK 20 | SEK 21 | Gesenkt | 20. Juli |
Citigroup zeigte sich am optimistischsten und hob das Kursziel auf SEK 376 an bei gleichzeitiger Bestätigung der Kaufempfehlung . Bereits am 30. Juni war das Ziel von zuvor SEK 358 aufgestockt worden
.
Deutsche Bank stufte die Aktie am 21. Juli mit „Neutral" ein – ein konkretes Kursziel war in den veröffentlichten Ausschnitten nicht zu finden .
HSBC senkte das Kursziel am 23. Juli deutlich von SEK 22 auf SEK 17,50 und bekräftigte die Halteempfehlung .
Wichtiger Hinweis zu den Analystenzahlen: Die HSBC- und Handelsbanken-Ziele (SEK 17,50 bzw. SEK 20) erscheinen im Vergleich zu Citigroups Kursziel von SEK 376 extrem niedrig. Diese Diskrepanz deutet sehr wahrscheinlich darauf hin, dass die niedrigeren Werte in einer anderen Einheit notiert sind oder sich auf eine andere Aktiengattung beziehen (z. B. ADR oder eine andere Börsennotierung). Eine Konsensseite für Volvo Cars zeigt ein durchschnittliches Kursziel von SEK 19,29 mit einer großen Streuung , während der Konsens für den Lkw-Hersteller AB Volvo Ziele im Bereich SEK 300–380 ausweist
. Anleger sollten vor Handelsentscheidungen unbedingt die konkrete Aktiengattung und Währungseinheit prüfen.
Volvo Cars blickt verhalten optimistisch auf das zweite Halbjahr 2026. Das Unternehmen rechnet mit einer anhaltenden Erholung in den USA, sobald die Auswirkungen der gestrichenen EV-Förderung nachlassen . Europa sollte trotz verstärktem Wettbewerb und schwächerer Preisdynamik widerstandsfähig bleiben. Der langfristige Pfad zur vollständigen Elektrifizierung ist weiterhin intakt: Volvo strebt bis 2030 einen Anteil von 100 % vollelektrischen Fahrzeugen an – und hat mit dem zweiten Quartal 2026 bereits das erste Vierteljahr mit einer EV-Mehrheit erzielt
.