Google präsentierte außerdem eine umfassende Neugestaltung der Suche – laut Unternehmen das größte Upgrade der Suchbox seit mehr als 25 Jahren.
Statt kurzer Stichwortsuchen können Nutzer nun komplexe, dialogartige Fragen stellen. Die neue Suche akzeptiert außerdem vielfältigere Eingaben wie Bilder, Dateien oder andere Inhalte, um die eigentliche Absicht hinter einer Anfrage besser zu verstehen.
Der entscheidende Unterschied: KI‑Agenten werden direkt in die Suche integriert. Anstatt nur eine Liste von Links zu liefern, kann die Suche Aufgaben übernehmen – etwa Informationen sammeln oder Prozesse anstoßen.
Ein zentrales Konzept der I/O 2026 sind sogenannte Search Agents.
Google zeigte beispielsweise Informationsagenten, die im Hintergrund kontinuierlich das Web und andere Datenquellen überwachen. Sie können etwa Nachrichten, Finanzdaten oder Produktpreise verfolgen und Nutzer informieren, sobald sich etwas Relevantes ändert.
Damit verändert sich die Rolle der Suche deutlich: Sie wird weniger zu einem Werkzeug, das man bei Bedarf öffnet, sondern zu einem System, das ständig im Hintergrund nach wichtigen Informationen sucht und diese automatisch bereitstellt.
Mit Universal Cart stellte Google zudem eine neue Shopping‑Erfahrung vor, die von Gemini gesteuert wird.
Der Dienst sammelt Produkte, auf die Nutzer in verschiedenen Google‑Diensten stoßen – etwa in Google Search, YouTube, Gmail oder der Gemini‑App – und legt sie in einem gemeinsamen Warenkorb ab. Dieser bleibt über Sitzungen hinweg bestehen und kann Preise oder Angebote überwachen.
Die Idee dahinter: Statt immer wieder neue Produktsuchen zu starten, fungiert Gemini als persönlicher Shopping‑Assistent, der Produkte verfolgt, Angebote vergleicht und den Kauf zum passenden Zeitpunkt erleichtert.
Auch neue Hardware spielte eine Rolle: Google präsentierte Android‑XR‑Smartglasses, Teil einer neuen Plattform für Extended‑Reality‑Geräte.
Die Brillen integrieren Gemini direkt in Alltagssituationen. Nutzer können per Sprache interagieren und beispielsweise Navigation, Übersetzungen oder Hinweise erhalten – ohne das Smartphone aus der Tasche zu holen.
Google kündigte außerdem Kooperationen mit den Brillenmarken Warby Parker und Gentle Monster an, die Designs für marktreife Modelle entwickeln sollen.
Neben der 3.5‑Serie stellte Google auch Gemini Omni vor – ein neues multimodales Modell.
Dieses System kann verschiedene Eingabearten kombinieren, darunter Bilder, Audio, Video und Text, und daraus Inhalte erzeugen. Die erste Version konzentriert sich vor allem auf Videogenerierung und ‑bearbeitung per Konversation.
Zusammengenommen zeigen die Ankündigungen eine deutliche strategische Verschiebung.
Über Jahrzehnte funktionierte Google Search vor allem als System zum Finden von Links: Nutzer gaben Stichwörter ein, und Google sortierte Webseiten nach Relevanz.
Mit den neuen KI‑Funktionen soll die Suche eher zu einem Koordinator für KI‑Agenten werden:
Indem Google Gemini in Suche, Shopping, Apps und Wearables integriert, positioniert das Unternehmen KI nicht nur als Chatbot – sondern als Betriebsschicht für die Interaktion mit dem Internet.
Die Google I/O 2026 machte diese Vision deutlich: Die Zukunft der Suche könnte weniger darin bestehen, Links zu finden – und mehr darin, Arbeit an intelligente Agenten zu delegieren, die im gesamten Google‑Ökosystem handeln.
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