Die Handelsgespräche zwischen China und der EU in Peking brachten Fortschritte – aber noch keinen umfassenden, fertig ausgehandelten Handelspakt. Am 8. und 9. Oktober 2026 einigten sich Chinas Handelsminister Wang Wentao und EU-Kommissar Maroš Šefčovič auf 16 Ergebnisse und Verständigungen. Im Zentrum standen eine Verständigung zum Handel mit Hybridfahrzeugen sowie weitere Gespräche über Wechselrichter, Zölle und Exportlizenzen.
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Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen einer politischen Verständigung und einer bereits umgesetzten Regelung: Bei mehreren Punkten sagen die verfügbaren Mitteilungen lediglich weitere Beratungen oder Zusammenarbeit zu.
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Hybridautos: Einigung im Grundsatz, aber unterschiedliche Darstellungen
China und die EU erklärten, sie hätten eine WTO-konforme Verständigung zum Handel mit Hybridfahrzeugen erzielt. Die chinesische Mitteilung nannte jedoch keine konkrete Zahl für eine mögliche Verringerung der Exporte.
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Šefčovič sagte, die Verständigung könne Chinas Ausfuhren von Hybrid- und Plug-in-Hybridautos in die EU um mehr als die Hälfte reduzieren. Reuters berichtete, der Kommissar habe von mehreren Millionen Fahrzeugen über vier Jahre gesprochen. Wie genau die Vereinbarung funktionieren soll und wie beide Seiten zu dieser Einschätzung kommen, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
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Die Zahl ist daher als Beschreibung des möglichen Effekts durch den EU-Kommissar zu verstehen – nicht als detaillierte, von beiden Seiten gleichermaßen bestätigte Umsetzungsformel. Umfang und praktische Anwendung bleiben offen.
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Wechselrichter: Gespräche über Zugang, keine bestätigte Aufhebung der Beschränkungen
China und die EU wollen über EU-Beschränkungen beim Marktzugang für Wechselrichter sprechen. Diese Geräte sind ein wichtiger Bestandteil der Clean-Tech-Branche. Die Berichte belegen jedoch nicht, dass die EU ihre Beschränkungen aufgehoben hätte.
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Hintergrund ist eine im Mai eingeführte EU-Regel: Für Solarprojekte im Versorgungsmaßstab mit Wechselrichtern aus als „Hochrisiko“ eingestuften Ländern gibt es keine öffentliche Förderung. Betroffen sind vor allem Produkte aus China. Laut Reuters bezog sich die Maßnahme auf die Förderfähigkeit solcher Projekte – nicht auf ein pauschales Verbot sämtlicher chinesischer Wechselrichterimporte.
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Die Gespräche eröffnen damit einen Kanal für weitere Beratungen. Welche konkreten Zusagen es zum Marktzugang gibt oder ob sich die Anwendung der Regel ändern wird, ist bislang nicht belegt.
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Zölle und Exportlizenzen bleiben auf der Tagesordnung
China und die EU wollen weiter über mögliche Zollsenkungen für bestimmte Waren sprechen. Das ist eine Zusage zu weiteren Verhandlungen, kein Beleg dafür, dass Zollsenkungen bereits in Kraft sind.
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Zudem sagten beide Seiten zu, Exportlizenzen für Seltene Erden, Permanentmagnete und Güter mit doppeltem Verwendungszweck zu erleichtern. Die vorliegenden Angaben sprechen von erleichterten Genehmigungsverfahren – nicht von uneingeschränkten Exporten oder einem detailliert beschriebenen Gegenseitigkeitsmechanismus.
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Die nächsten Termine
Die Konsultationen sollen fortgesetzt werden. Ein weiteres Treffen des Mechanismus ist für März 2027 vorgesehen; zuvor soll es im Januar 2027 eine Videokonferenz auf Ministerebene geben.
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Ob aus den breiten Verständigungen klare und überprüfbare Regelungen werden, zeigt sich erst in den Folgeverhandlungen. Das Treffen in Peking brachte Bewegung in den Dialog. Bei den Exporten von Hybridautos, dem Zugang zum Wechselrichtermarkt und weiteren Handelsmaßnahmen sind wichtige Umsetzungsdetails aber noch offen.
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