Die Fachpresse ist sich selten so einig: 007 First Light ist das beste James-Bond-Spiel, seit Rare 1997 mit GoldenEye 007 Maßstäbe setzte. Diese Einschätzung spiegelt sich in außergewöhnlichen Durchschnittswertungen wider:
Für IO Interactive ist dies das am besten bewertete Spiel der Firmengeschichte und überflügelt damit knapp Hitman 3 (2021), das bei einer 87 landete . Sage und schreibe sieben Publikationen vergaben die Höchstpunktzahl
.
GamesRadar adelte den Titel als „Bonds bislang bestes Spiel, eine geölte Spionagethriller-Maschine“ und lobte das improvisierte Kampfsystem sowie die clevere Fusion von Einflüssen aus Uncharted und Sleeping Dogs . Matthew Castle vom „Guardian“ zückte fünf Sterne und betonte, wie geschickt das Studio die Social-Stealth-Mechaniken aus der Hitman-Reihe in ein unverwechselbares Bond-Erlebnis verwandelt
. Jordan Middler von VGC sieht in dem Spiel gar einen „ernsthaften Anwärter auf das Spiel des Jahres 2026“
.
Statt die Filme nachzuerzählen, präsentiert 007 First Light eine originäre Geschichte um einen jungen, noch ungestümen James Bond vor seiner Zeit als Doppelnull-Agent. Dafür wurde ein prominentes Ensemble versammelt:
Die Regie für das Projekt übernahm kein Geringerer als IO-Interactive-CEO Hakan Abrak persönlich . Verantwortlich für die Erzählung und die filmische Inszenierung zeichnete Martin Emborg, der stets betonte, dass man keine Filmszene nachbauen, sondern eine vollkommen eigene Geschichte erzählen wollte
. Die künstlerische Leitung hatte Rasmus Poulsen, das Drehbuch stammt von Michael Vogt auf Basis der Figuren von Ian Fleming
. Die Musik komponierte die Band The Flight, und als technisches Fundament diente die hauseigene Glacier Engine
.
Die simple, aber treffende Beschreibung vieler Tester lautet „Uncharted trifft Hitman“ . Das Action-Adventure aus der Third-Person-Perspektive setzt komplett auf eine Einzelspieler-Erfahrung und verzichtet auf einen Mehrspielermodus
.
Das Spiel vermischt zwei gegensätzliche Spielstile auf geniale Weise. Einerseits gibt es die linear inszenierte, cineastische Action mit spektakulären Verfolgungsjagden und Schusswechseln, die stark an die Uncharted-Reihe erinnert . Andererseits integriert es weitläufige, sandboxartige Schleichpassagen, die direkt der World of Assassination-Trilogie entsprungen zu sein scheinen. Bond kann Wachen ablenken, Gespräche belauschen, von Simsen hängen und in Menschenmengen untertauchen
.
Wenn die Tarnung auffliegt, kommt ein viel gelobtes Nahkampfsystem zum Zug: improvisierte Prügeleien mit Umgebungsobjekten, die stark an Sleeping Dogs erinnern . Das Gunplay ist taktisch und wuchtig, Munition ist rar, sodass man Gegnern entwaffnen oder ihre fallengelassenen Waffen aufsammeln muss
. Ein besonderes Gimmick ist die „Bluff“-Mechanik, ein dialogbasiertes Täuschungssystem, das der Spionage-Fantasie eine völlig neue Ebene verleiht
.
Den Launch feierte das Spiel zeitgleich auf drei großen Plattformen.
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