EU-Satellitenprogramm IRIS²: 15,6 Mrd. Euro für 348 Satelliten – Europas souveräne Antwort auf Starlink
Am 7. August 2026 unterzeichneten die EU Kommission und das SpaceRISE Konsortium den Umsetzungsvertrag für IRIS² – die Konstellation wird auf 348 Satelliten aufgestockt und geht in die volle Einsatzphase über.
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Am 7. August 2026 unterzeichneten die EU Kommission und das SpaceRISE Konsortium den Umsetzungsvertrag für IRIS² – die Konstellation wird auf 348 Satelliten aufgestockt und geht in die volle Einsatzphase über.
Das 15,6 Milliarden Euro teure Netz dient in erster Linie der sicheren Regierungskommunikation und soll die Kapazität der EU um 60 Prozent steigern – mit Quantenverschlüsselung für Verteidigung und Krisenmanagement.
What were the key details of the EU's IRIS² satellite programme agreement, including the expanded constellation size of 348 satellites, theArtist's concept of a satellite constellation network. The EU's IRIS² programme will deploy 348 satellites across low and medium Earth orbits.
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Am 7. August 2026 haben die Europäische Kommission und das SpaceRISE-Konsortium den Umsetzungsvertrag für IRIS² unterschrieben – das eigene Satellitennetz der Europäischen Union. Der Deal sieht 66 zusätzliche Satelliten vor (insgesamt 348) und bringt das Programm nach jahrelangen Verhandlungen in die vollständige Einsatzphase . Die ersten Starts sind für 2029 geplant .
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Am 7. August 2026 unterzeichneten die EU Kommission und das SpaceRISE Konsortium den Umsetzungsvertrag für IRIS² – die Konstellation wird auf 348 Satelliten aufgestockt und geht in die volle Einsatzphase über.
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Am 7. August 2026 unterzeichneten die EU Kommission und das SpaceRISE Konsortium den Umsetzungsvertrag für IRIS² – die Konstellation wird auf 348 Satelliten aufgestockt und geht in die volle Einsatzphase über. Das 15,6 Milliarden Euro teure Netz dient in erster Linie der sicheren Regierungskommunikation und soll die Kapazität der EU um 60 Prozent steigern – mit Quantenverschlüsselung für Verteidigung und Krisenmanagement.
IRIS² (Infrastructure for Resilience, Interconnectivity and Security by Satellite) ist die Antwort der EU auf ein wachsendes strategisches Problem: die Abhängigkeit von nicht-europäischen Satellitennetzen für Regierungskommunikation und Verteidigung. Hier erfahren Sie alles Wichtige über das Programm, seine Kosten, die Schlüsselakteure und seine geopolitische Bedeutung.
Die erweiterte Konstellation: 348 Satelliten in zwei Umlaufbahnen
Die endgültige Konstellation besteht aus:
330 Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO)
18 Satelliten im mittleren Erdorbit (MEO)
Das sind 66 Satelliten mehr als ursprünglich geplant – die zusätzlichen Kapazitäten sind speziell für Verteidigung, Sicherheit und Notdienste vorgesehen . Die Multi-Orbit-Architektur vereint die Stärken von LEO und MEO, um eine widerstandsfähige Konnektivität dort zu gewährleisten, wo sie gebraucht wird .
Die Kosten im Detail: 15,6 Milliarden Euro
Das Gesamtbudget des Programms beträgt 15,6 Milliarden Euro (etwa 17 Milliarden US-Dollar) und deckt Entwicklung, Aufbau und Betrieb ab .
Der spanische Satellitenbetreiber Hispasat erhält ein Budget von über 1,6 Milliarden Euro für seine Rolle als Hauptauftragnehmer für Antennen, Kontrollsysteme und die Bodeninfrastruktur . Das Unternehmen leitet zudem eine LEO-Ebene für Direktverbindungen und das Internet der Dinge – mit bis zu 600 Millionen Euro, die speziell für diese Ebene vorgesehen sind .
Zum Vergleich: Der erste Konzessionsvertrag vom Dezember 2024 hatte ein Budget von 10,55 Milliarden Euro und sah 290 Satelliten vor – der Umfang und die Kosten wurden also deutlich ausgeweitet .
Das SpaceRISE-Konsortium: Die drei Unternehmen hinter IRIS²
Das SpaceRISE-Konsortium besteht aus drei großen europäischen Satellitenbetreibern :
SES (Luxemburg) – Kernbetreiber und Konsortialführer
Eutelsat (Frankreich) – Kernbetreiber
Hispasat (Spanien) – Hauptauftragnehmer für Antennen, Kontrollsysteme und Bodeninfrastruktur mit einem Budget von über 1,6 Milliarden Euro
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) unterstützt das Programm im Rahmen eines Partnerschaftsvertrags mit dem Konsortium .
Verteidigung und Sicherheit: Ein quantengesichertes Netz für Regierungen
IRIS² ist in erster Linie ein sicheres Regierungskommunikationsnetz für die EU-Mitgliedstaaten – kein Internetdienst für Verbraucher . Es soll eine widerstandsfähige, quantengesicherte Kommunikation ermöglichen für:
Verteidigung und Militäreinsätze
Krisenmanagement
Schutz kritischer Infrastrukturen
Das System wird die Kapazität der EU um 60 Prozent steigern und eine souveräne Konnektivität bieten, die nicht auf nicht-europäischer Infrastruktur beruht . Das ist eine entscheidende Fähigkeit für einen Staatenbund, der bisher für sichere Regierungsfunktionen auf US-amerikanische Satellitennetze angewiesen war.
Geopolitischer Kontext: Europas souveräner Starlink-Konkurrent
IRIS² wird oft als Europas souveräner Rivale zu Starlink bezeichnet – allerdings mit einem grundlegend anderen Auftrag . Während Starlink ein Breitbanddienst für Verbraucher ist, ist IRIS² auf Regierungssicherheit und Widerstandsfähigkeit ausgelegt.
Die Beschleunigung des Programms wird durch drei geopolitische Faktoren vorangetrieben:
Spannungen mit Russland: Der Bedarf an unabhängiger, sicherer militärischer Kommunikation, die nicht von externer Kontrolle oder Störung abhängt
Abhängigkeit von US-Systemen: Verringerung der Abhängigkeit von US-amerikanischen Satellitennetzen (Starlink und andere) für kritische Regierungs- und Verteidigungsfunktionen
Vorstoß zur digitalen Souveränität: Die umfassendere Strategie der EU, die eigene digitale Infrastruktur, Datensicherheit und Konnektivität zu kontrollieren – auch in geopolitischen Krisen
Der Auftrag wurde im Oktober 2024 formal an SpaceRISE vergeben; die Verhandlungen liefen von Januar bis August 2026 . Mit den ersten Starts ab 2029 ist IRIS² eines der größten strategischen Infrastrukturprojekte in der Geschichte Europas.
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IRIS² | Secure Connectivity - Defence Industry and Space