AMD selbst positioniert die RX 9070 GRE ungefähr auf Augenhöhe mit der GeForce RTX 5070, jedoch zu einem um 75–100 Dollar günstigeren Preis . Bei reiner Rastergrafik unter 1440p (WQHD) liegt die Karte im Schnitt rund 14 Prozent hinter der Standard-RX-9070, aber satte 31 Prozent vor der RX 9060 XT
.
Das Portal Club386 attestiert der RX 9070 GRE im Vergleich zur RTX 5070 einen durchschnittlichen Rückstand von nur 3–4 Prozent – bei US-Preisen ein klares Wertungs-Plus für AMD . Tom's Hardware vergibt 3,5 von 5 Sternen und lobt die Rasterleistung, kritisiert aber den Preis
. Engadget zeigt sich mit 8 von 10 Punkten etwas versöhnlicher und nennt die Karte einen „soliden 1440p-Performer“
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Allerdings wird der Ton der Fachpresse spätestens bei der Raytracing-Leistung merklich kritischer. Bei 1080p stemmt die Karte die Testparcours noch mit im Schnitt 65 FPS (Tom's Hardware) . Unter 1440p zeigt sich hingegen der Speicherengpass: Hier kann sich die GRE kaum von der 16-GB-RX-9060-XT absetzen und fällt sogar hinter die RTX 5060 Ti mit 16 GB zurück
. PC Games Hardware diagnostizierte im ausführlichen Test lapidar „Speichermangel“ und stellte fest, dass der 12-GB-Ausbau für Pathtracing kaum ausreiche
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Das Kernproblem der RX 9070 GRE ist weniger ihre absolute Leistung als ihr Preis-Umfeld. Wie PC Gamer anmerkt, hatte die schnellere RX 9070 ursprünglich exakt die gleiche UVP von 549 Dollar. Erst nach dem Marktstart erhöhte AMD deren Preis still und leise auf 619 Dollar . So entsteht die paradoxe Situation, dass die langsamere Karte nun zum selben Preis angeboten wird, für den es kurze Zeit die potentere Variante gab.
Mehrere Fachmedien bezeichnen die RX 9070 GRE deshalb lediglich als „drittbestes Preis-Leistungs-Paket“ unter den aktuellen GPU-Generationen – hinter der RX 9070 und Nvidias RTX 5070 . Das Tom's-Hardware-Fazit liest sich wie eine Mahnung: Solide Technik, aber das Preisschild passt (noch) nicht ins Gesamtbild.
Eigene Referenzdesigns von AMD wird es zur RX 9070 GRE nicht geben – alle Modelle stammen von den Boardpartnern . Das sorgt für eine willkommene Vielfalt beim Werks-OC:
Die Radeon RX 9070 GRE ist eine technisch solide Mittelklasse-GPU, die vor allem bei klassischer Rastergrafik eine gute Figur macht und den Sprung über die RX 9060 XT mehr als rechtfertigt. Wer auf maximale Raytracing-Effekte oder 4K verzichten kann, bekommt viel Leistung fürs Geld.
Dennoch bleibt eine bittere Note: 12 GB Grafikspeicher und das beschnittene Interface machen die Karte anfälliger für aktuelle und kommende Titel. Der wahre Gegenspieler sitzt derweil im eigenen Lager. Solange der Straßenpreis der RX 9070 nicht spürbar sinkt – oder die GRE selbst unter ihre UVP fällt – bleibt sie eine gute Karte in einer unbequemen Sandwich-Position, der die starke Konkurrenz aus dem eigenen Hause stets im Nacken sitzt .
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