Michael Sarnoskis düstere Neuinterpretation kommt ohne furchtlose Gefährten und Galgenhumor aus und zeigt einen gewalttätigen, moralisch fragwürdigen Gesetzlosen am Ende seines Lebens. Der Film startet in Deutschland bereits am 18.

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Mit seinem neuesten Film lässt Hugh Jackman keine Fragen offen: Wer hier den fröhlichen Helden von einst erwartet, wird gnadenlos enttäuscht. The Death of Robin Hood, der am 12. Juni 2026 beim Sydney Film Festival Premiere feierte, ist eine radikale Abrechnung mit dem Mythos. Regisseur Michael Sarnoski (Pig) entkernt die Legende vom englischen Volkshelden und hinterlässt ein blutiges, reumütiges Kammerspiel. Das Echo der Kritiker ist ein lauter, dissonanter Akkord: Die Darstellung von Jackman gilt vielen als einer der besten seiner Karriere . Der Film selbst spaltet jedoch das Publikum in zwei erbitterte Lager.
Die nackten Zahlen der Plattform Rotten Tomatoes zeigen eine hauchdünne „Fresh“-Wertung von nur 64 Prozent, basierend auf 22 Reviews. Der Metascore liegt bei 62 von 100 Punkten und signalisiert eine „grundsätzlich wohlwollende“, aber tief zerrissene Aufnahme . Eine Sache ist jedoch klar: Mit einer Laufzeit von über zwei Stunden und einer Freigabe ab 16 Jahren (in Australien MA 15+
) ist das keine leichte Kost.
Vergessen Sie Errol Flynn, Kevin Costner oder gar den animierten Fuchs von Disney. Sarnoski verfilmt die Ballade Robin Hood's Death aus dem 17. Jahrhundert als knallharten, R-rated Thriller. Er zeigt einen vom Leben gezeichneten Robin Hood, der mit seinen Taten – darunter Mord – hadert, während er von der geheimnisvollen Schwester Brigid (Jodie Comer) gesundgepflegt wird . Statt auf Schwertkämpfe und Spektakel setzt der Film auf düstere, winterliche Landschaften und eine erdrückende Atmosphäre der inneren Einkehr
.
Fakten zum Film:
Dieser Robin Hood ist ein mürrischer Antiheld, weit entfernt vom edlen Rächer der Enterbten. Der deutsche Filmkritiker Christoph Petersen von FILMSTARTS beschrieb die Eröffnungsszene drastisch: Auf „beachtliche Entfernung schießt Robin Hood […] einem flüchtenden kleinen Jungen in den Hinterkopf, sodass der Pfeil vorne durchs Auge wieder heraustritt“ . Ein unmissverständliches Signal, dass dieser Ausflug nach Nottingham kein vergnügliches Abenteuer wird.
Die gespaltene Meinung der Fachpresse ist bemerkenswert. Auf der einen Seite die Bewunderer, auf der anderen diejenigen, die den Kinobesuch als zähen, unangenehmen Marsch empfanden.
Die Anerkennung speist sich vor allem aus Jackmans Spiel: Barry Hertz vom Globe and Mail bezeichnete ihn als „Geschenk des Himmels in der Titelrolle“ und zog Parallelen zur unberechenbaren Energie von Nicolas Cage in Sarnoskis früherem Film Pig . Das Magazin Time Out lobte das „düstere, aber kraftvolle“ Werk und Sarnoskis Talent, „neue Texturen und Menschlichkeit in der Standardfigur zu finden“. Jackmans Leistung sei „eine der besten seiner Karriere“
. Das Online-Portal /Film urteilte ebenfalls wohlwollend und vergab 7 von 10 Punkten für diese „ultrabrutale, melancholische Dekonstruktion des Mythos“
. Der San Francisco Chronicle fasste es als „blutige, brillante Abrechnung“ zusammen
.
Die vernichtende Kritik ist ebenso unmissverständlich: Kristy Puchko von Mashable verriss den Film als „unangenehmen und zynischen Marsch, trotz der vielversprechenden Besetzung“ . Frank Scheck vom Hollywood Reporter nannte ihn einen „ermüdenden Marsch“, bei dem der Filmemacher zu sehr darauf bedacht sei, seine düstere Prämisse zu erfüllen
. Eine weitere Rezension bemängelte, der Film „ersetze Komplexität durch eine Überdosis Grübeln“ und bleibe nach seinem ersten Akt mit „wirklich verstörender Gewalt“ blass
. Das Blog World of Reel berichtete sogar, dass die gemischten Reaktionen bei der Premiere so auffällig waren, dass einige geladene Journalisten zögerten, die üblichen lobenden Social-Media-Beiträge zu verfassen
.
The Death of Robin Hood ist ein kompromissloses Charakterstück, das die Grenzen des Erträglichen austestet. Hugh Jackman liefert eine schauspielerische Meisterleistung ab, die man gesehen haben muss. Doch die erbarmungslose, zähflüssige Erzählweise verlangt dem Publikum einiges ab. Wer einen konventionellen Abenteuerfilm sucht, wird mit voller Wucht vor den Kopf gestoßen. Für alle anderen bietet sich am 18. Juni 2026 die Chance, im Kino selbst zu entscheiden, ob diese brutale Neuerfindung ein brillanter Geniestreich oder eine depressive Geduldsprobe ist .
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Michael Sarnoskis düstere Neuinterpretation kommt ohne furchtlose Gefährten und Galgenhumor aus und zeigt einen gewalttätigen, moralisch fragwürdigen Gesetzlosen am Ende seines Lebens.
Michael Sarnoskis düstere Neuinterpretation kommt ohne furchtlose Gefährten und Galgenhumor aus und zeigt einen gewalttätigen, moralisch fragwürdigen Gesetzlosen am Ende seines Lebens. Der Film startet in Deutschland bereits am 18. Juni 2026 und damit einen Tag vor dem US Kinostart.
Fast alle Kritiker feiern Hugh Jackmans Darstellung als Karrierehöhepunkt, während der extrem langsame und brutale Film selbst radikal polarisiert.