Weltweit wurden im ersten Halbjahr 2026 ungefähr 350 Millionen flexible OLED-Panels für Smartphones ausgeliefert – 15,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der gesamte Markt für Smartphone-Panels kam dagegen auf rund 1,12 Milliarden Einheiten und wuchs lediglich um 2,9 Prozent.
Die Zahlen zeigen, wo die Nachfrage derzeit konzentriert ist: Premium-Smartphones mit flexiblen OLED-Displays legen deutlich stärker zu als der Smartphone-Panel-Markt insgesamt. Samsung profitiert daher vor allem von einer günstigen Produktmischung und nicht von einem gleichmäßigen Wachstum über alle Display-Technologien hinweg.
Betrachtet man sämtliche Smartphone-Panel-Technologien, bleibt BOE der weltweite Mengenführer. Der chinesische Hersteller lieferte im ersten Halbjahr etwa 280 Millionen Panels aus und kam auf einen Marktanteil von 25,2 Prozent. Die Gesamtauslieferungen stiegen dabei um 7,1 Prozent. Samsung Display setzte insgesamt rund 170 Millionen Smartphone-Panels ab – ein Plus von nur 0,9 Prozent.
Bei flexiblen OLEDs ergibt sich jedoch ein anderes Bild: BOE lieferte rund 81,4 Millionen Panels aus und wuchs damit um 14,6 Prozent. Samsungs etwa 120 Millionen Einheiten bedeuteten somit nicht nur ein höheres Volumen, sondern auch eine deutlich höhere Wachstumsrate.
Der Vergleich macht die Arbeitsteilung im Markt deutlich. BOE verfügt über die größere Reichweite im gesamten Smartphone-Panel-Geschäft, einschließlich LCD. Samsungs stärkster Schwung kommt dagegen aus höherwertigen flexiblen OLED-Anwendungen. Dass das Wachstum bei allen Samsung-Panels insgesamt so gering ausfiel, liegt daran, dass die Zugewinne auf dieses Premiumsegment konzentriert waren.
Die Nachfrage nach Apples iPhone war ein zentraler Faktor für Samsungs Entwicklung im ersten Halbjahr. Berichten zufolge trieben sowohl starke Verkäufe der verschiedenen iPhone-Modelle als auch vorgezogene Lageraufstockungen die Auslieferungen nach oben.
Apples Bedeutung geht über die kurzfristige Stückzahl hinaus. Die Produktion von Premium-iPhones benötigt große Mengen fortschrittlicher OLED-Panels. Wenn Apple seine Bestellungen erhöht, profitieren deshalb besonders Zulieferer mit etablierten Fertigungskapazitäten im High-End-Bereich.
Die verfügbaren Daten stützen Apple als wichtigen Wachstumstreiber für Samsung Display. Sie belegen allerdings nicht, dass jedes zusätzlich ausgelieferte Samsung-Panel für ein iPhone bestimmt war.
Für Premium-Panels aus flexiblem OLED ist der Ausblick für das zweite Halbjahr günstiger als für den Smartphone-Markt insgesamt. Counterpoint Research erwartet, dass Apple im Herbst 2026 das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und sein erstes faltbares iPhone vorstellen könnte. Den Angaben zufolge begann die Auslieferung der Panels für diese Modelle bereits im Juli. Die Produktion der Standardmodelle des iPhone 18 hatte dagegen noch nicht begonnen und könnte auf das Frühjahr 2027 verschoben werden.
Dabei handelt es sich um eine erwartete Produktstrategie und nicht um einen bestätigten Markteinführungsplan. Der gemeldete Produktionszeitplan deutet dennoch darauf hin, dass Apples Premium-Modelle die Panel-Nachfrage stützen könnten, bevor die übrige iPhone-18-Reihe erscheint.
Auch faltbare Smartphones könnten für zusätzlichen Schub sorgen. Counterpoint rechnet für 2026 mit weltweit rund 27,5 Millionen ausgelieferten Panels für faltbare Smartphones – etwa 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 64 Prozent des Jahresvolumens dürften auf die zweite Jahreshälfte entfallen. Die Prognose hängt jedoch stark vom Hochlauf der Apple-Beschaffung, von Samsungs Produktzyklus und von der Anschlussnachfrage chinesischer Smartphone-Hersteller ab.
Samsung Display geht damit mit zwei besonders wertvollen Nachfragefeldern in die zweite Jahreshälfte: Premium-iPhones und faltbare OLED-Geräte. Die Aussichten sind positiv, garantierte Umsätze lassen sich daraus aber nicht ableiten. Entscheidend bleiben Apples Zeitplan, die tatsächlichen Bestellmengen und die Nachfrage nach den fertigen Geräten.
Das Investitionsprüfungskomitee von Samsung Display genehmigte am 7. August 2026 die Strukturarbeiten für das A7-Werk im Asan-2-Komplex. Noch im August sollen voraussichtlich Bauaufträge vergeben beziehungsweise Ausschreibungen gestartet werden. Der groß angelegte Bau soll 2027 beginnen; die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen.
Das Projekt war seit 2021 unterbrochen. Die Entscheidung entspricht daher einer Wiederaufnahme nach rund fünf Jahren. Branchenberichte zufolge war der Grundstein ursprünglich 2017 gelegt worden.
Die genauen Kosten des Projekts wurden bislang nicht öffentlich genannt. Berichte gehen für A7 von mehreren Billionen Won aus.
Welche Produktionslinien letztlich in dem erweiterten Werk installiert werden, hat Samsung Display noch nicht abschließend festgelegt. Branchenberichte erwarten dort Fertigungskapazitäten für kleine und mittelgroße OLED-Anwendungen – darunter Displays für faltbare Smartphones und möglicherweise Micro-OLED-Produkte. Andere Berichte verweisen zudem auf die wachsende OLED-Nachfrage aus den Bereichen faltbare Telefone, Laptops und Tablets.
A7 soll neben den bestehenden Anlagen in Asan zusätzliche Spielräume schaffen. Zum Komplex gehört unter anderem die A6-Fertigung für IT-OLEDs der 8,6-Generation, die 2026 die Massenproduktion aufgenommen hat.
Der Ausbau ist nicht nur eine Reaktion auf ein starkes erstes Halbjahr. A7 ist Teil des umfassenderen Plans von Samsung Display, bis 2040 insgesamt 67 Billionen Won in die Display-Fertigung zu investieren. Asan soll dabei als Standort für OLEDs der nächsten Generation für Smartphones und IT-Geräte sowie für hochauflösende Microdisplays dienen.
Hinter dem Timing steht eine strategische Wette: Flexible OLEDs im Premiumsegment können deutlich schneller wachsen als der Smartphone-Panel-Markt insgesamt. Gleichzeitig könnte die erwartete Verbreitung faltbarer Geräte zusätzliche Nachfrage nach technisch anspruchsvollen Displays schaffen.
Mit der Wiederaufnahme des A7-Projekts sichert sich Samsung Display deshalb mehr Spielraum für die Zukunft, ohne dass bereits jede Produktionslinie oder Kundenverteilung feststeht. Der Wettbewerb lässt sich damit nicht auf ein einfaches Duell zwischen Samsung und BOE reduzieren: BOE bleibt bei den gesamten Smartphone-Panels der Mengenführer, während Samsung seine Dynamik dort ausspielt, wo Premium-OLED-Technologie besonders gefragt ist.
Sollte Apples erwarteter Premium- und Faltgeräte-Zyklus tatsächlich eintreten und der Markt für faltbare Smartphones wie prognostiziert wachsen, könnte A7 zu einem wichtigen Baustein von Samsungs Strategie werden, diesen technologischen Vorsprung auch im kommenden Jahrzehnt zu verteidigen.
Weltweit wurden im ersten Halbjahr 2026 ungefähr 350 Millionen flexible OLED-Panels für Smartphones ausgeliefert – 15,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der gesamte Markt für Smartphone-Panels kam dagegen auf rund 1,12 Milliarden Einheiten und wuchs lediglich um 2,9 Prozent.
Die Zahlen zeigen, wo die Nachfrage derzeit konzentriert ist: Premium-Smartphones mit flexiblen OLED-Displays legen deutlich stärker zu als der Smartphone-Panel-Markt insgesamt. Samsung profitiert daher vor allem von einer günstigen Produktmischung und nicht von einem gleichmäßigen Wachstum über alle Display-Technologien hinweg.
Betrachtet man sämtliche Smartphone-Panel-Technologien, bleibt BOE der weltweite Mengenführer. Der chinesische Hersteller lieferte im ersten Halbjahr etwa 280 Millionen Panels aus und kam auf einen Marktanteil von 25,2 Prozent. Die Gesamtauslieferungen stiegen dabei um 7,1 Prozent. Samsung Display setzte insgesamt rund 170 Millionen Smartphone-Panels ab – ein Plus von nur 0,9 Prozent.
Bei flexiblen OLEDs ergibt sich jedoch ein anderes Bild: BOE lieferte rund 81,4 Millionen Panels aus und wuchs damit um 14,6 Prozent. Samsungs etwa 120 Millionen Einheiten bedeuteten somit nicht nur ein höheres Volumen, sondern auch eine deutlich höhere Wachstumsrate.
Der Vergleich macht die Arbeitsteilung im Markt deutlich. BOE verfügt über die größere Reichweite im gesamten Smartphone-Panel-Geschäft, einschließlich LCD. Samsungs stärkster Schwung kommt dagegen aus höherwertigen flexiblen OLED-Anwendungen. Dass das Wachstum bei allen Samsung-Panels insgesamt so gering ausfiel, liegt daran, dass die Zugewinne auf dieses Premiumsegment konzentriert waren.
Die Nachfrage nach Apples iPhone war ein zentraler Faktor für Samsungs Entwicklung im ersten Halbjahr. Berichten zufolge trieben sowohl starke Verkäufe der verschiedenen iPhone-Modelle als auch vorgezogene Lageraufstockungen die Auslieferungen nach oben.
Apples Bedeutung geht über die kurzfristige Stückzahl hinaus. Die Produktion von Premium-iPhones benötigt große Mengen fortschrittlicher OLED-Panels. Wenn Apple seine Bestellungen erhöht, profitieren deshalb besonders Zulieferer mit etablierten Fertigungskapazitäten im High-End-Bereich.
Die verfügbaren Daten stützen Apple als wichtigen Wachstumstreiber für Samsung Display. Sie belegen allerdings nicht, dass jedes zusätzlich ausgelieferte Samsung-Panel für ein iPhone bestimmt war.
Für Premium-Panels aus flexiblem OLED ist der Ausblick für das zweite Halbjahr günstiger als für den Smartphone-Markt insgesamt. Counterpoint Research erwartet, dass Apple im Herbst 2026 das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und sein erstes faltbares iPhone vorstellen könnte. Den Angaben zufolge begann die Auslieferung der Panels für diese Modelle bereits im Juli. Die Produktion der Standardmodelle des iPhone 18 hatte dagegen noch nicht begonnen und könnte auf das Frühjahr 2027 verschoben werden.
Dabei handelt es sich um eine erwartete Produktstrategie und nicht um einen bestätigten Markteinführungsplan. Der gemeldete Produktionszeitplan deutet dennoch darauf hin, dass Apples Premium-Modelle die Panel-Nachfrage stützen könnten, bevor die übrige iPhone-18-Reihe erscheint.
Auch faltbare Smartphones könnten für zusätzlichen Schub sorgen. Counterpoint rechnet für 2026 mit weltweit rund 27,5 Millionen ausgelieferten Panels für faltbare Smartphones – etwa 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund 64 Prozent des Jahresvolumens dürften auf die zweite Jahreshälfte entfallen. Die Prognose hängt jedoch stark vom Hochlauf der Apple-Beschaffung, von Samsungs Produktzyklus und von der Anschlussnachfrage chinesischer Smartphone-Hersteller ab.
Samsung Display geht damit mit zwei besonders wertvollen Nachfragefeldern in die zweite Jahreshälfte: Premium-iPhones und faltbare OLED-Geräte. Die Aussichten sind positiv, garantierte Umsätze lassen sich daraus aber nicht ableiten. Entscheidend bleiben Apples Zeitplan, die tatsächlichen Bestellmengen und die Nachfrage nach den fertigen Geräten.
Das Investitionsprüfungskomitee von Samsung Display genehmigte am 7. August 2026 die Strukturarbeiten für das A7-Werk im Asan-2-Komplex. Noch im August sollen voraussichtlich Bauaufträge vergeben beziehungsweise Ausschreibungen gestartet werden. Der groß angelegte Bau soll 2027 beginnen; die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen.
Das Projekt war seit 2021 unterbrochen. Die Entscheidung entspricht daher einer Wiederaufnahme nach rund fünf Jahren. Branchenberichte zufolge war der Grundstein ursprünglich 2017 gelegt worden.
Die genauen Kosten des Projekts wurden bislang nicht öffentlich genannt. Berichte gehen für A7 von mehreren Billionen Won aus.
Welche Produktionslinien letztlich in dem erweiterten Werk installiert werden, hat Samsung Display noch nicht abschließend festgelegt. Branchenberichte erwarten dort Fertigungskapazitäten für kleine und mittelgroße OLED-Anwendungen – darunter Displays für faltbare Smartphones und möglicherweise Micro-OLED-Produkte. Andere Berichte verweisen zudem auf die wachsende OLED-Nachfrage aus den Bereichen faltbare Telefone, Laptops und Tablets.
A7 soll neben den bestehenden Anlagen in Asan zusätzliche Spielräume schaffen. Zum Komplex gehört unter anderem die A6-Fertigung für IT-OLEDs der 8,6-Generation, die 2026 die Massenproduktion aufgenommen hat.
Der Ausbau ist nicht nur eine Reaktion auf ein starkes erstes Halbjahr. A7 ist Teil des umfassenderen Plans von Samsung Display, bis 2040 insgesamt 67 Billionen Won in die Display-Fertigung zu investieren. Asan soll dabei als Standort für OLEDs der nächsten Generation für Smartphones und IT-Geräte sowie für hochauflösende Microdisplays dienen.
Hinter dem Timing steht eine strategische Wette: Flexible OLEDs im Premiumsegment können deutlich schneller wachsen als der Smartphone-Panel-Markt insgesamt. Gleichzeitig könnte die erwartete Verbreitung faltbarer Geräte zusätzliche Nachfrage nach technisch anspruchsvollen Displays schaffen.
Mit der Wiederaufnahme des A7-Projekts sichert sich Samsung Display deshalb mehr Spielraum für die Zukunft, ohne dass bereits jede Produktionslinie oder Kundenverteilung feststeht. Der Wettbewerb lässt sich damit nicht auf ein einfaches Duell zwischen Samsung und BOE reduzieren: BOE bleibt bei den gesamten Smartphone-Panels der Mengenführer, während Samsung seine Dynamik dort ausspielt, wo Premium-OLED-Technologie besonders gefragt ist.
Sollte Apples erwarteter Premium- und Faltgeräte-Zyklus tatsächlich eintreten und der Markt für faltbare Smartphones wie prognostiziert wachsen, könnte A7 zu einem wichtigen Baustein von Samsungs Strategie werden, diesen technologischen Vorsprung auch im kommenden Jahrzehnt zu verteidigen.