Die Steam-Version startete mit einer Bewertung von nur 41–44 % positiven Reviews bei über 2.500 abgegebenen Stimmen und erhielt die Wertung „Mixed“ . Die Kritik konzentrierte sich auf drei Hauptprobleme:
Das grundlegende Gameplay und der Kader wurden überwiegend gelobt – fast alle negativen Reviews kritisierten technische und politische Entscheidungen, nicht das Spiel selbst .
Arc System Works reagierte kurz nach dem Start auf die Probleme in den sozialen Medien und auf Discord . Am 10. August 2026 (vier Tage nach dem Launch) veröffentlichten sie einen Notfall-Patch, der speziell die PC-Performance verbesserte
:
Erste Rückmeldungen zeigten, dass der Patch die Performance-Probleme für viele Nutzer behob – die Steam-Deck-/Linux-Kompatibilität blieb jedoch unberührt . Ein Rezensent schrieb: „Stand 10. August 2026: Die Performance-Probleme wurden mit einem 10-GB-Patch behoben, daher ändere ich meine Stimme auf Empfohlen“
. Die Bewertung blieb zuletzt bei 48 % positiven von über 3.000 Reviews weiterhin „Mixed“
.
Basierend auf den Schätzungen von Alinea Analytics, zitiert von Rhys Elliott:
Dieser Titel erreichte 2018 einen Spitzenwert von 44.303 gleichzeitigen Spielern auf Steam, während Tōkon am Starttag auf 24.498 kam – etwa halb so viele . FighterZ startete zudem mit einer sehr guten Steam-Bewertung („Overwhelmingly Positive“), während Tōkon mit „Mixed“ bewertet wurde
. Das deutet darauf hin, dass FighterZ auf dem PC eine deutlich stärkere Grundlage für langfristiges Franchise-Wachstum hatte.
Riot Games‘ kommender Titel 2XKO (ehemals Project L) ist noch nicht erschienen, ein direkter Vergleich ist daher unmöglich. Tōkons holpriger PC-Start und die Crossplay-Einschränkungen stehen jedoch im Kontrast zu Riots plattformunabhängigem Ansatz (Free-to-Play, kein DRM, Crossplay-Fokus), was 2XKO einen Vorteil beim frühen Community-Aufbau verschaffen könnte.
Tōkons PS5-Performance war solide, und das Kernspiel erhielt Kritikerlob. Das erste große Turnier verzeichnete 1.054 Teilnehmer – Platz 2 hinter Street Fighter 6 (1.111) . Doch der Schaden beim PC-Start – verlorenes Vertrauen, negative Mundpropaganda und der Ausschluss von Steam Deck – schwächte den Start im Vergleich zu FighterZ deutlich. Analysten schätzen, dass die PC-Probleme dem Spiel in der ersten Woche rund 500.000 potenzielle Zusatzverkäufe gekostet haben
.
Marvel Tōkon: Fighting Souls kam mit einem starken Spielkern und beachtlichem Wettbewerbsinteresse auf den Markt, doch die erste Woche wird vom verpatzten PC-Start dominiert, der einen großen Teil des potenziellen Publikums vergraulte. Die Konsolenseite lief gut mit hohen digitalen Verkaufszahlen und einer überwiegend nordamerikanischen Spielerbasis. Aber der erzwungene PSN-Login, die schwache Performance und der völlige Ausschluss von Linux- und Steam-Deck-Nutzern erzeugten eine Welle negativer Stimmung, die der Notfall-Patch nicht vollständig umkehren konnte. Für Sony und Arc System Works ist die Lektion klar: Die langfristige Gesundheit eines Prügelspiels hängt auch von der Gesundheit seiner PC-Community ab – und Tōkons erste Woche auf Steam hat diese Community schwer getroffen.