Wichtig für alle Kreativen: Die Fahrzeuge bleiben an ihre Franchises gebunden – man wird den DeLorean also nicht durch ein Fast & Furious-Set driften können . Jede Filmwelt bleibt in sich geschlossen, was die glaubwürdige Inszenierung unterstreicht.
Mehrere Redaktionen konnten eine Demo mit vier bis fünf Levels spielen, und die Begeisterung war durchschlagend. GamesRadar adelte die Session zur besten Viertelstunde der gesamten Veranstaltung und lobte vor allem den schnellen Neustart-Loop sowie die hohe Anforderung, wirklich jeden Stunt perfekt hinzubekommen . PCMag nannte das Erlebnis „mitreißend“ und betonte, wie sehr Kollisionen und Zerstörung an große Arcade-Racing-Vorbilder erinnern
.
Die Gameplay-Schleife ist simpel und auf die bestmögliche Weise bestrafend. Man folgt auf dem Bildschirm eingeblendeten Stunt-Markierungen – Pfeilen, Driftzonen, zeitkritischen Sprüngen – und kämpft sich durch zusammenbrechende Filmsets. Einen Durchlauf zu schaffen, ist machbar. Aber wirklich jeden Cue für eine perfekte Wertung zu treffen, erfordert präzises, wiederholtes Üben . Ein einzelner Run dauert bewusst nur eine bis zwei Minuten, sodass Fehlversuche nie frustrierend wirken
.
Ausnahmslos alle Vorschauen heben den Zurück in die Zukunft-Abschnitt als Highlight hervor . Hier steuert man den DeLorean durch Hill Valley, schlängelt sich durch den Verkehr und weicht Lieferwagen voller Terroristen aus, bevor man vor dem ikonischen Uhrenturm die magischen 140 km/h erreicht
. Die Sequenz ist keine 1:1-Nachbildung der Filmszene, sondern eine eigenständige, vom Film inspirierte Stunt-Einlage an erkennbaren Schauplätzen
. Aber sie liefert exakt das cineastische Spektakel, das dieses Franchise verspricht.
Produzent Russ Dawson nannte Burnout und Split/Second neben den ursprünglichen Stuntman-Titeln als direkte Inspirationsquellen – und die angespielte Demo bestätigt diesen Einfluss eindrucksvoll . Die wuchtige, destruktive Crash-Physik erinnert frappierend an Burnout 3: Takedown, während die dynamisch zerberstenden Umgebungen an das leider vergessene Disney-Rennspiel Split/Second denken lassen
. Das Ergebnis ist ein Spiel, das zugleich nostalgisch und modern wirkt: präzise Stunt-Choreografie trifft auf hemmungslose Arcade-Zerstörung.
Das Fachmagazin Smashpad kürte Stuntman: Hollywood zu einem von mehreren „Best of Show“-Finalisten des Summer Game Fest und brachte das Urteil denkbar direkt auf den Punkt: „Purer Spielspaß ist der Grund, warum ‚Stuntman: Hollywood‘ ein Best of Show-Finalist ist“ . Diese Auszeichnung unterstreicht, wie stark die Demo im dicht gedrängten Feld der Sommerankündigungen bei der Fachpresse einschlug.
Trotz aller Euphorie wirft die Demo berechtigte Fragen zur Langzeitmotivation auf. Jeder Stunt-Run dauert maximal zwei Minuten – perfekt für sofortige Wiederholungen, aber es bleibt unklar, wie eine vollständige Kampagne über viele Stunden hinweg für Abwechslung und Tiefe sorgen will .
Das Fortschrittssystem arbeitet mit Sternen, die man für erfüllte Stunt-Vorgaben erhält und in neuen Gegenständen für die eigene Garage investiert. Das ist ein erprobtes, aber auch risikoreiches Konzept: Ist der Level-Pool zu dünn, könnte sich das Freischalten schnell wie lästige Fleißarbeit anfühlen . Die Demo bestand zudem aus tutorialartigen Einstiegslevels, sodass der tatsächliche Umfang der finalen Kampagne schwer abzuschätzen ist
. Saber Interactive hat bislang weder einen Veröffentlichungszeitraum noch die genaue Zahl der enthaltenen Filme und Episoden kommuniziert
.
Der allererste Stuntman erschien 2002 auf der PlayStation 2, gefolgt von Stuntman: Ignition im Jahr 2007. Beide Teile entwickelten einen treuen Kultstatus – nicht zuletzt wegen ihrer legendär harten Schwierigkeitsgrade und der präzisen Stunt-Anforderungen. Das ursprüngliche Entwicklerstudio Reflections Interactive hat die Marke längst hinter sich gelassen, weshalb Sabers Wiederbelebung eine echte Überraschung und ein seltenes Beispiel dafür ist, dass eine eingeschlafene Rennspielreihe eine zweite große Chance bekommt .
Indem Saber die parodistischen Fantasiefilme der Vorgänger gegen echte Universal-Blockbuster eintauscht und diesen Lizenzkatalog mit der brachialen Zerstörungswut eines Burnout verbindet, entwickelt sich Stuntman: Hollywood zu einem der unerwartet aufregendsten Arcade-Racer des Jahres 2026. Die Demo auf dem Summer Game Fest hat bewiesen, dass der Kern-Gameplay-Loop funktioniert. Jetzt bleibt die große Frage, ob Saber um diese spektakulären 90-Sekunden-Runs herum eine vollwertige Kampagne bauen kann.
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