Für die nächtlichen Drohnenangriffe vom 13. auf den 14. Oktober 2026 kursieren zwei große Zahlen: Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin sagte, 493 Drohnen seien auf die Region Moskau zugeflogen. Das russische Verteidigungsministerium behauptete, seine Luftabwehr habe landesweit 902 Drohnen abgeschossen. Die Angaben betreffen unterschiedliche, sich überschneidende Gebiete; unabhängig bestätigt sind die Gesamtzahlen in den vorliegenden Berichten nicht.
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Was hinter den Zahlen steckt
Sobjanin zufolge waren die 493 Drohnen zwischen 20.30 Uhr am 13. Oktober und 7 Uhr am 14. Oktober auf die Moskauer Region gerichtet. Die meisten seien bereits in größerer Entfernung abgefangen worden; weitere 180 seien beim Anflug auf Moskau zerstört worden. Eine genaue Zahl für die Abwehrmaßnahmen in größerer Entfernung nannte er nicht.
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Davon getrennt steht die Angabe des russischen Verteidigungsministeriums: Es erklärte, über Nacht 902 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben. TASS berichtete von Einsätzen über russischen Regionen und dem Asowschen Meer; Prensa Latina nannte in ihrer Zusammenfassung der Ministeriumsangaben auch die Krim. RBC-Ukraine beschrieb Angriffe in 20 russischen Regionen. Diese Angaben zum größeren geografischen Gebiet sind nicht einfach zur Zahl der auf Moskau zufliegenden Drohnen hinzuzurechnen.
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Es handelt sich um Zahlen, die russische Stellen gemeldet haben. Die verfügbaren Berichte liefern keine unabhängige Überprüfung. Ein Bericht ordnete den Angriff auf die Moskauer Region als einen der größten seit zwei Jahren ein – auch dieser Vergleich stützt sich auf die gemeldeten Zahlen.
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Einschränkungen an allen vier Moskauer Flughäfen
Betroffen waren die vier Flughäfen der Hauptstadtregion: Wnukowo, Domodedowo, Schukowski und Scheremetjewo. TASS meldete, dass der Betrieb am 14. Oktober um 6.44 Uhr Moskauer Zeit wieder aufgenommen wurde.
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Charter97 berichtete von mehr als 500 verspäteten oder gestrichenen Flügen und davon, dass Wnukowo mehr als acht Stunden geschlossen war. NV schrieb unter Berufung auf unabhängige Beobachtungskanäle, Passagiere seien in Wnukowo aus Flugzeugen geholt worden. Das Ausmaß der Störungen an jedem einzelnen Flughafen lässt sich anhand der verfügbaren Berichte nicht vollständig bestimmen.
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Schäden und Opfermeldungen
Aus Balakowo in der Region Saratow wurden Schäden an Wohngebäuden gemeldet. Meduza zufolge sprach der Regionalgouverneur zunächst vorläufig von einem Todesopfer. Das ist als offizielle, vorläufige Angabe zu verstehen – nicht als unabhängig bestätigte Opferzahl.
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Auch ein Rechenzentrum der Sberbank in der Region soll Ziel eines Angriffs gewesen sein. TASS berichtete, die Bank habe den Angriff auf das Rechenzentrum bestätigt und erklärt, ihre Systeme und Dienste liefen normal.
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Für Moskau selbst meldete Meduza zu diesem Zeitpunkt keine Schäden oder Opfer. Das bedeutet nicht, dass unabhängig bestätigt wurde, es habe keine gegeben.
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Brand am Ölladeterminal in Rostow am Don
Ein gesonderter Brand war nach einem Drohnenangriff am 10. Oktober an einem Ölladeterminal in Rostow am Don ausgebrochen. Militarnyi identifizierte den Standort als Ölladeterminal der Nowoschachtinsker Ölraffinerie.
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Am 14. Oktober berichtete The Moscow Times, das Feuer dauere bereits den vierten Tag an. Am späten 13. Oktober sei ein weiterer Lagertank explodiert. Unter Berufung auf Beobachtungskanäle und das Medium Astra schrieb die Zeitung, die Flammen hätten sich auf acht der zwölf Tanks ausgebreitet.
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The Moscow Times zufolge war das Terminal früher als Yug Rusi bekannt. Militarnyi meldete am 15. Oktober, der Brand sei gelöscht worden.
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Die Berichte unterscheiden damit zwischen offiziellen Angaben zu Drohnenzahlen, Meldungen über konkrete Folgen wie Flughafensperren und Brand sowie Details, die vorläufig oder nicht unabhängig bestätigt sind.