Irans Reaktion auf den jüngsten US-Friedensvorschlag war kein klares Ja – aber nach der vorliegenden Berichterstattung auch kein sauber dokumentiertes endgültiges Nein. Teheran ließ Washington warten, stellte die Ernsthaftigkeit der US-Diplomatie infrage und kritisierte die Bedingungen, hielt den diplomatischen Kanal aber offen [4][
11].
Was Iran sagte – und was nicht
Am 9. Mai warteten die USA laut Berichten weiter auf eine Antwort Irans auf ihre jüngste Verhandlungsposition. Zugleich wurde von neuen Zusammenstößen zur See im Golf berichtet [4]. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag gesagt, er erwarte Irans Antwort auf Washingtons jüngsten Vorschlag „supposedly tonight“ – also angeblich noch am selben Abend. Bis zu der genannten Berichterstattung lag aber keine klare öffentliche Annahme aus Teheran vor [
4].
Iranische Regierungsvertreter stellten das Problem vor allem als Frage der Glaubwürdigkeit Washingtons dar. Nach den erneuten Zusammenstößen im Golf zweifelte Teheran die Ernsthaftigkeit der US-Diplomatie an [4]. Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei sagte zudem, die US-Antwort auf Teherans 14-Punkte-Friedensvorschlag sei schwer zu bewerten; zugleich kritisierte er aus seiner Sicht unrealistische Forderungen und wechselnde Positionen Washingtons .
