Die Antwort auf die Konkurrenz beschränkte sich nicht auf Worte. CEO Lip-Bu Tan eröffnete Intels Keynote am 2. Juni unter dem Motto „The Next Era of AI“ und enthüllte das breiteste Hardware-Portfolio seit Jahren.
Der Star im Client-Bereich blieb die bereits zur CES 2026 vorgestellte Core Ultra Series 3. Diese Prozessoren sind die ersten KI-PC-Chips, die im revolutionären Intel 18A-Fertigungsprozess gefertigt werden – dem fortschrittlichsten Verfahren, das Intel je entwickelt hat .
Für Rechenzentren präsentierte Intel den Xeon 6+, ebenfalls in 18A gefertigt, mit bis zu 288 Kernen. Er zielt auf die Modernisierung von KI-Infrastrukturen und die Konsolidierung von Rechenzentren ab . Bereits 2027 soll der Nachfolger Xeon 7 „Diamond Rapids“ auf einem weiter verfeinerten 18A-P-Knoten folgen
.
Eine direkte Kampfansage an Nvidias GPU-Dominanz im Rechenzentrum ist der neue, reine KI-Inferenzbeschleuniger Crescent Island, der speziell für den wachsenden Markt der KI-Anwendungen entwickelt wurde .
Trotz dieser Produktoffensive fiel die Intel-Aktie am Tag der Ankündigung um rund 4 %. Die Bekanntgabe des RTX Spark durch Nvidia überschattete Intels Neuigkeiten und unterstrich die strukturellen Wettbewerbsprobleme des Unternehmens, was die Anleger deutlich kühler als die Produktmanager reagieren ließ .
Der vielleicht außergewöhnlichste Aspekt dieses Duells ist die tiefe finanzielle und technische Verflechtung der beiden Rivalen.
So griff Nvidia auf der einen Seite der Messehalle direkt Intels PC-Domäne an. Auf der anderen Seite hält Intel Nvidias 5-Milliarden-Dollar-Investment und entwickelt die Prozessoren der nächsten Generation für den gleichen Rivalen – eine Spannung, die Analysten als moderne „Frenemy“-Beziehung ohne historisches Vorbild beschreiben.
Während die Börse zunächst mit Kursverlusten für Intel reagierte, sehen viele Analysten die unmittelbare Bedrohung durch den RTX Spark gelassener.
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