Musk bezeichnete dies als langfristige Strategie, um die Fertigungskapazität von SpaceX über die physikalischen Grenzen der Erde hinaus zu skalieren. Einen Zeitplan für die Umsetzung nannte er nicht.
SpaceX gab eine exklusive Partnerschaft mit Nvidia bekannt und verpflichtete sich, die gesamte KI-Infrastruktur – sowohl irdische Rechenzentren als auch Orbital-Computer – auf Nvidias neuester Vera-Rubin-Architektur aufzubauen . Die wichtigsten Punkte:
Die Partnerschaft signalisiert eine aggressive Neuausrichtung: SpaceX plant den Aufbau eines Netzwerks orbitaler KI-Rechenzentren. Musk strebt bis Ende 2027 eine KI-Rechenkapazität von bis zu 10 Gigawatt an – ein Stromverbrauch, der in etwa dem von New York City entspricht .
| Kennzahl | Q2 2026 | vs. Vorjahr |
|---|---|---|
| Umsatz | 7,8 Mrd. $ | +92 % (von 4,1 Mrd. $) |
| Nettoverlust | 541 Mio. $ | Verbessert von ca. 1 Mrd. $ Verlust |
| Bereinigtes EBITDA | 3,5 Mrd. $ | +191 % |
| Investitionsausgaben | 18,4 Mrd. $ (davon ca. 15,8 Mrd. $ für KI-Infrastruktur) | Ca. 7x mehr als 2,8 Mrd. $ |
| Liquidität & Wertpapiere | 100 Mrd. $ | — |
| Auftragsbestand | 47,5 Mrd. $ | — |
| KI-Segment-Umsatz | 2,6 Mrd. $ | +247 % |
| Gewinn pro Aktie | -0,09 $ | Übertraf die Schätzungen um 0,12 $ |
Der Umsatz übertraf die Wall-Street-Erwartungen von 6,81 Milliarden Dollar , doch die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 7–8 Prozent. Grund waren die massiven Investitionsausgaben – insbesondere die 15,8 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur, die fast dem Doppelten des Quartalsumsatzes entsprachen . SpaceX beendete das Quartal mit 100 Milliarden Dollar an Barmitteln und marktfähigen Wertpapieren und einem Auftragsbestand von 47,5 Milliarden Dollar .
Während die Umsatzzahlen beeindruckten – die Starlink-Konnektivitätseinnahmen stiegen um 66 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar, und SpaceX gewann im zweiten Quartal netto 1,7 Millionen neue Abonnenten hinzu – richtete sich der Fokus des Marktes schnell auf die Kosten. Die Investitionsausgaben stiegen um fast das Siebenfache auf 18,4 Milliarden Dollar, wobei der Großteil (15,8 Milliarden Dollar) in KI-Infrastruktur floss. Anleger befürchteten, dass sich dieses Ausgabenniveau mindestens zwei weitere Quartale halten würde . Die Aktie gab nachbörslich um bis zu acht Prozent nach .
Der KI-Segmentumsatz stieg im Jahresvergleich um 247 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar und ist damit einer der am schnellsten wachsenden Geschäftsbereiche von SpaceX . Mit der exklusiven Nvidia-Partnerschaft, die eine feste Hardware-Pipeline sicherstellt, und den Plänen für orbitale Rechenzentren im Rahmen der Starmind-Konstellation positioniert sich Musks SpaceX zunehmend als KI-Infrastrukturunternehmen – und nicht nur als Raumfahrt- und Satellitenkommunikationsanbieter. Ob die Anleger die Ausgaben tolerieren werden, bleibt eine offene Frage.
SpaceX‘ erster Earnings Call als börsennotiertes Unternehmen lieferte eine atemberaubende Umsatzsteigerung, einen kühnen Plan zur Industrialisierung des Mondes mit Robotern und eine exklusive Nvidia-Partnerschaft, die den Markt für Orbital-Computer neu gestalten könnte. Doch die vierteljährlichen KI-Investitionen von 15,8 Milliarden Dollar gaben Anlegern zu denken. Der Call machte eines deutlich: Musk setzt das Unternehmen auf KI – sowohl auf der Erde als auch auf der Mondoberfläche – und gibt entsprechend viel Geld dafür aus.