Die auffälligste Gruppe betrifft Apples nächste iPhone-Generation:
Gerade das Falt-iPhone sorgt für die größten Schlagzeilen. Der Name „iPhone Ultra“ ist allerdings eine Bezeichnung aus der Gerüchteküche und kein bestätigter Apple-Produktname. Der Code deutet lediglich auf ein Entwicklungsprojekt hin; über Bauform, Display, Preis oder Markenauftritt lässt sich daraus nichts Verlässliches ableiten.
Beim Zeitplan gehen die Berichte auseinander. Das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max und das mögliche Faltmodell werden mit Apples üblichen iPhone-Neuheiten im September 2026 verbunden. Das Standard-iPhone 18 und das iPhone Air 2 könnten dagegen erst im ersten Quartal 2027 folgen. Dabei handelt es sich um Prognosen, nicht um einen von Apple bestätigten Veröffentlichungsplan.
Im Release Candidate sollen außerdem Hinweise auf ein 14-Zoll-MacBook Pro mit M6-Chip, künftige MacBook-Pro-Modelle mit OLED-Display und überarbeitete iMacs enthalten sein. Weitere interne Mac-Kennungen werden mit größeren oder höher positionierten OLED-MacBooks sowie neuen iMac-Varianten in Verbindung gebracht.
Der Code ist dabei vor allem ein Indiz dafür, dass Apple die Softwareunterstützung für neue Mac-Hardware vorbereitet. Er verrät nicht zuverlässig, wie die endgültige Produktfamilie aussehen wird, welche Displaygrößen und Konfigurationen geplant sind, wie viel die Geräte kosten oder wann sie erscheinen.
Die Kennungen J510 und J511 sollen zur nächsten Generation des iPad mini gehören. Frühere Berichte verbinden sie mit einem OLED-Display und dem A19-Pro-Chip.
Das wäre eines der konkreteren Produktbilder aus dem Leak. Dennoch stammen auch diese Angaben aus der Interpretation der Codefunde und aus vorherigen Berichten – nicht aus einer Apple-Ankündigung. Ein Preis und ein bestätigter Starttermin sind nicht bekannt.
Besonders umfangreich sind die Hinweise aus dem Smart-Home-Bereich. Genannt werden unter anderem:
Der Code enthält Berichten zufolge auch Siri-Einrichtungsfunktionen für den Home Hub. Frühere Meldungen beschrieben das Gerät als mögliche zentrale Anzeige für das Zuhause. Bildschirmgröße, Benutzeroberfläche, Preis und Erscheinungstermin lassen sich aus den vorliegenden Informationen jedoch nicht bestätigen.
Ein weiteres Gerät mit der Kennung B525 wird weithin für eine neue Generation des HomePod mini gehalten. Im Code soll es mit der Komponentenbezeichnung „Argentium“ verknüpft sein; das aktuelle Modell wird Berichten zufolge mit B520 bezeichnet.
Die Kennungen HomeAccessory17,3 und J595 bleiben dagegen ungeklärt. Ihre Existenz zeigt, dass Apple an weiteren Home-Geräten arbeitet – über deren Zweck lässt sich aus dem verfügbaren Material aber nichts Belastbares sagen.
J229 wird als Zubehör mit mehreren Sensoren beschrieben, das Alarmsignale erkennen und Bilder aufnehmen könnte. Das passt zu Apples seit Langem spekulierter Sicherheitskamera für das Zuhause. Die Zuordnung ist jedoch ausdrücklich nicht bestätigt.
Vorsichtiger ist deshalb die Bezeichnung „sensorbestücktes Bildaufnahme-Zubehör“. Der Code zeigt nicht, ob das Gerät tatsächlich auf den Markt kommt, wie es mit HomeKit zusammenspielen würde oder was es kosten könnte.
Der bislang konkreteste Hinweis auf eine neue Funktion betrifft B790. Hinter dieser Kennung soll sich ein AirPods-Projekt mit Infrarotkameras verbergen. Die Kameras könnten mit Apples Funktion Visual Intelligence zusammenarbeiten. Außerdem soll der Release Candidate einen videobezogenen Verweis enthalten, der zu einem Bild- oder Kamerastream aus einem Ohrhörer passt.
Das ist aussagekräftiger als eine reine Zuordnung von Produktname und Codename, weil der Code offenbar auch ein Verhalten der möglichen Kamera-Hardware beschreibt. Bestätigt sind damit aber weder der spätere AirPods-Name noch Kameraauflösung, Datenschutzfunktionen, Preis oder Erscheinungstermin.
B790 sollte außerdem nicht automatisch mit einem zweiten Kamera-AirPods-Projekt gleichgesetzt werden. Für die möglicherweise erst 2027 erwartete Variante wird in Berichten die Kennung B798 genannt.
Daneben soll macOS Tahoe 26.7 weitere Audio-Produkte erwähnen, darunter künftige AirPods- und Beats-Modelle sowie mögliche AirPods-Pro-Varianten. Ihre genauen Namen und Funktionen sind anhand der vorliegenden Berichte nicht zuverlässig zu bestimmen.
Die Kennung N109 könnte zu einer nächsten Generation der Vision Pro gehören. Andere Berichte bringen sie mit einem günstigeren Headset in Verbindung. Der verfügbare Code klärt diesen Widerspruch nicht auf.
Außerdem soll der Release Candidate eine aktualisierte Siri Remote erwähnen. Das deutet auf Vorbereitungen für ein künftiges Apple-TV-Modell oder zugehörige Hardware hin – bestätigt aber weder einen neuen Fernseher noch einen konkreten Termin für eine Präsentation.
Ein separates Feature Flag verweist Berichten zufolge auf Anpassungen der Apple-Intelligence-Schreibwerkzeuge für China. Das könnte auf Arbeiten an einer lokalisierten Verfügbarkeit hindeuten. Der Code nennt jedoch weder den endgültigen Funktionsumfang noch Dienstleister, Startdatum oder die Frage, ob das Feature tatsächlich veröffentlicht wird.
Die Unsicherheit ist relevant: Apple weist in seinen Supportinformationen darauf hin, dass Apple-Intelligence-Funktionen für unterstützte Geräte, die auf dem chinesischen Festland gekauft wurden, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Hinweise noch nicht verfügbar waren. Die neuen Codeverweise zeigen daher allenfalls, dass Apple eine Änderung vorbereitet – nicht, dass ein Start unmittelbar bevorsteht.
Die Berichte bringen das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max, das mögliche faltbare „iPhone Ultra“ und die Kamera-AirPods am häufigsten mit Apples üblichem iPhone-Zeitfenster im September 2026 in Verbindung. Diese Einschätzung basiert auf Apples jährlichem iPhone-Zyklus und den zukunftsgerichteten Softwareverweisen in macOS Tahoe 26.7. Ein Eventtermin wurde von Apple nicht angekündigt.
Für das Standard-iPhone 18 und das iPhone Air 2 wird teilweise das erste Quartal 2027 genannt. Auch diese Zeitangaben stammen aus Leak-Analysen und nicht aus Apples öffentlicher Planung.
Verlässliche Preise lassen sich aus dem Code für keines der genannten Produkte ableiten. Das gilt ebenso für das mögliche Falt-iPhone, den Home Hub, OLED-MacBook-Pro-Modelle, das OLED-iPad mini und die Kamera-AirPods. Apple hat in den ausgewerteten Berichten weder Hardware, Codenamen, Preise, Eventdatum noch die China-bezogenen Arbeiten an den Schreibwerkzeugen bestätigt.
Die zentrale Analyse des Release Candidate wird dem MacRumors-Autor Aaron Perris zugeschrieben. Mehrere Medien griffen anschließend die wesentlichen Funde auf – darunter die iPhone-Zuordnungen, Hinweise auf Home Hub und homeOS, OLED-Macs und ein OLED-iPad-mini sowie die Kamera-AirPods.
Diese Übereinstimmung macht die Codeverweise zu plausiblen Belegen für Apples interne Entwicklungsarbeit. Sie bedeutet aber nicht, dass jede Produktinterpretation gleich sicher ist. Die Kamera-AirPods und die Zuordnung mehrerer iPhone-Kennungen gehören zu den spezifischeren Funden. Der Name „iPhone Ultra“, die Sicherheitskamera-Theorie rund um J229, die Identität von N109 und konkrete Startpläne bleiben dagegen Gerüchte.
Die wichtigste Erkenntnis lautet deshalb: macOS Tahoe 26.7 könnte einen ungewöhnlich breiten Blick auf Apples künftige Produktpipeline ermöglichen. Es handelt sich aber noch nicht um einen fertigen Katalog kommender Geräte. Bis Apple selbst an die Öffentlichkeit geht, sind die Kennungen am besten als Hinweise auf laufende Projekte zu verstehen – nicht als Versprechen, dass all diese Produkte tatsächlich im Handel landen.