ASML legt am Mittwoch, 14. Oktober, seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 vor. Laut Investor-Relations-Seite soll die Pressemitteilung um 07:00 Uhr MESZ verbreitet werden. Yahoo Finance nennt für den anschließenden Analystencall 9 Uhr EDT.
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Die Erwartungen liegen innerhalb der Spanne, die der niederländische Hersteller von Anlagen für die Chipproduktion selbst vorgegeben hat. Für Anleger dürfte es deshalb nicht allein darauf ankommen, ob der Umsatz die Prognosen übertrifft: Auch die Bruttomarge, neue Aufträge und der Ausblick sind wichtige Vergleichspunkte.
Die Prognose von ASML und die Schätzungen am Markt
ASML erwartet für das dritte Quartal einen Nettoumsatz von 11 bis 12 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von 55 bis 57 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Unternehmen 43 bis 45 Milliarden Euro Umsatz in Aussicht.
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Die Analystenschätzungen sind nicht einheitlich. Eine Vorschau nennt einen Quartalsumsatz von 11,62 Milliarden Euro; andere verorten ihn bei ungefähr 11,6 bis 11,8 Milliarden Euro.
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6 Eine dieser Prognosen entspräche einem Umsatzplus von 55 Prozent im Jahresvergleich und 25 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das sind Schätzwerte, keine bereits veröffentlichten Ergebnisse.
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Bei der Bruttomarge nennt MarketWatch eine Erwartung von knapp 56 Prozent. Im Vorjahresquartal hatte sie bei 51,6 Prozent gelegen. Der erwartete Bruttogewinn beträgt laut der dort zitierten Schätzung 6,56 Milliarden Euro, nach 3,88 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.
17 Beim Nettogewinn reichen die genannten Prognosen von etwa 4,09 bis 4,15 Milliarden Euro.
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Warum Aufträge und Ausblick mehr verraten können als der Umsatz
Der Umsatz bildet Anlagen und Dienstleistungen ab, die im Berichtszeitraum verbucht wurden. Neue Aufträge und Aussagen zur Nachfrage können dagegen Hinweise auf das künftige Geschäft geben. In der Berichterstattung zur Bilanzwoche gilt ASMLs Auftragskommentar als Gradmesser für die Investitionen in die Halbleiterbranche.
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Ein wichtiger Teil der Erwartungen hängt mit der Nachfrage nach EUV-Lithografieanlagen zusammen, die für die Herstellung moderner Chips eingesetzt werden. Eine Vorschau verweist außerdem auf die längerfristige Bedeutung der High-NA-EUV-Technik und der Investitionen von Kunden.
6 Entscheidend wird daher auch sein, wie das Management Nachfrage und Lieferfähigkeit einschätzt.
MarketWatch wirft die Frage auf, ob ASML seine Jahresprognose zum dritten Mal anheben könnte.
17 Eine erneute Erhöhung ist damit ein mögliches Szenario, aber noch keine beschlossene Änderung. Die zitierte Unternehmensprognose liegt weiterhin bei 43 bis 45 Milliarden Euro Umsatz für 2026.
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Was die erwartete Kursbewegung bedeutet
Laut einem Bericht von Benzinga preisten Optionen rund um die Zahlen eine mögliche Bewegung von 6,06 Prozent ein. Bei einer dort genannten Marktkapitalisierung von etwa 707 Milliarden US-Dollar entspricht das rechnerisch ungefähr 42,8 Milliarden US-Dollar.
19 Das ist eine Veranschaulichung der möglichen Größenordnung – keine Vorhersage, dass die Aktie tatsächlich um diesen Betrag steigt oder fällt.
Für Anleger heißt das: Ein Umsatz über oder unter den Erwartungen wäre nur ein Teil des Bildes. Ebenso wichtig dürften Aufträge, Bruttomarge und mögliche Anpassungen des Ausblicks sein – und wie diese Angaben im Verhältnis zu den bereits eingepreisten Erwartungen stehen.