Cisco hat am 19. August 2026 insgesamt 15 Schwachstellen behoben – darunter neun kritische Lücken in Crosswork und Secure Workload.
Besonders wichtige Zielversionen sind Crosswork 7.2.1 SP, Secure Workload 3.10.9.1 oder 4.0.4.16 sowie BroadWorks RI.2026.07.
CVE 2026 20320 in BroadWorks ermöglicht einem nicht authentifizierten Angreifer, per manipuliertem XML sensible Konfigurationsdaten und zugängliche Dateien auszulesen.
What security vulnerabilities did Cisco disclose and patch on August 19, 2026, including the 15 flaws across its product portfolio, the BroaIllustration representing Cisco’s August 19, 2026 vulnerability fixes.
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Cisco hat am 19. August 2026 Sicherheitsupdates für insgesamt 15 Schwachstellen in mehreren Produkten veröffentlicht. Die höchste Priorität haben vier kritische Fehler in Cisco Crosswork und fünf Schwachstellen in Secure Workload. Insgesamt erreichen neun der Lücken die kritische Einstufung, teilweise mit einem CVSS-Wert von 10,0. Hinzu kommen eine schwerwiegende XXE-Lücke in BroadWorks sowie fünf mittelschwere Schwachstellen in weiteren Cisco-Produkten.
Cisco erklärte bei der Veröffentlichung, keine öffentlichen Hinweise auf die Lücken und keine aktive Ausnutzung in freier Wildbahn zu kennen. Für die betroffenen Produkte wurde zudem kein Workaround angegeben. Damit sind die jeweils genannten Software-Updates die zentrale Abhilfemaßnahme.
Die wichtigsten Updates im Überblick
Cisco Crosswork: Upgrade auf 7.2.1-SP.
Cisco Secure Workload: Version 3.10.9.1 für den 3.10-Zweig und 4.0.4.16 für den 4.0-Zweig.
Cisco BroadWorks: Upgrade auf RI.2026.07.
Unified Intelligence Center:12.6(2) ES08 oder 15.0(1) SU2.
Industrial Ethernet 1000: Version 1.9.6.
Packaged Contact Center Enterprise und Unified CCE:15.0(1)ES202607.
Für die betroffenen Schwachstellen sind keine Workarounds aufgeführt.
Vier kritische Schwachstellen in Cisco Crosswork
Betroffen sind Cisco Crosswork Data Gateway, Crosswork Network Controller und Crosswork Planning in Version . Cisco empfiehlt das Upgrade auf .
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Wie lautet die kurze Antwort auf „Cisco veröffentlicht Patches für 15 Schwachstellen in Crosswork, Secure Workload und BroadWorks“?
Cisco hat am 19. August 2026 insgesamt 15 Schwachstellen behoben – darunter neun kritische Lücken in Crosswork und Secure Workload.
Was sind die wichtigsten Punkte, die zuerst validiert werden müssen?
Cisco hat am 19. August 2026 insgesamt 15 Schwachstellen behoben – darunter neun kritische Lücken in Crosswork und Secure Workload. Besonders wichtige Zielversionen sind Crosswork 7.2.1 SP, Secure Workload 3.10.9.1 oder 4.0.4.16 sowie BroadWorks RI.2026.07.
Was soll ich als nächstes in der Praxis tun?
CVE 2026 20320 in BroadWorks ermöglicht einem nicht authentifizierten Angreifer, per manipuliertem XML sensible Konfigurationsdaten und zugängliche Dateien auszulesen.
Cisco entdeckte die Schwachstellen nach eigenen Angaben bei internen Sicherheitstests, darunter Tests mit sogenannten Frontier-KI-Modellen. Der Hersteller meldete bei Veröffentlichung keine bekannte missbräuchliche Nutzung und nannte keinen Workaround.
Die Kombination aus fehlender Authentifizierung, SQL-Injection, möglicher Dateisystemkontrolle und der Offenlegung von Zugangsdaten ist insbesondere für Unternehmen riskant, deren Management-Infrastruktur aus weniger geschützten Netzwerkbereichen erreichbar ist oder mit sensiblen Systemen verbunden ist. Die CVSS-Werte beschreiben das mögliche Schadenspotenzial; sie belegen nicht, dass die Lücken bereits aktiv ausgenutzt werden.
Secure Workload: Updates für mehrere Komponenten erforderlich
Betroffen sind sowohl SaaS- als auch On-Premises-Installationen von Cisco Secure Workload. Für den 3.10-Zweig und frühere Versionen ist 3.10.9.1 vorgesehen, für den 4.0-Zweig 4.0.4.16. Bei lokalen Installationen müssen alle jeweils relevanten Cluster-, Agent- und Connector-Komponenten aktualisiert werden. Der SaaS-Cluster wurde laut Cisco bereits aktualisiert.
Die fünf Schwachstellen sind:
CVE-2026-20231: Injection von Befehlen, Betriebssystembefehlen oder Argumenten, CVSS 9,9.
Die ersten vier Lücken gelten anhand ihrer CVSS-Bewertung als kritisch. CVE-2026-20319 ist trotz der potenziell erheblichen Auswirkungen als schwerwiegend, nicht als kritisch eingestuft. Cisco führt auch diese Erkenntnisse auf interne Testverfahren zurück und meldete keine bekannte Ausnutzung sowie keinen Workaround.
BroadWorks: Nicht authentifizierte XXE-Lücke mit CVSS 7,5
CVE-2026-20320 betrifft den XML-Parser der Open Client Interface (OCI) in Cisco BroadWorks. Die Schwachstelle ist als schwerwiegende, nicht authentifizierte, aus der Ferne ausnutzbare Blind-XXE-Lücke eingestuft und erreicht CVSS 7,5.
Da die Auflösung externer XML-Entitäten standardmäßig aktiviert ist, kann ein Angreifer eine manipulierte XML-Nachricht an den OCI-P-Dienst senden. Bei erfolgreicher Ausnutzung könnten sensible Konfigurationsinformationen und Dateien ausgelesen werden, auf die der BroadWorks-Benutzer Zugriff hat.
Betroffen sind unter anderem:
BroadWorks Application Delivery Platform
BroadWorks Application Server
BroadWorks Profile Server
BroadWorks Xtended Services Platform
Versionen vor RI.2026.07 sind betroffen; RI.2026.07 ist die von Cisco genannte Fix-Version. Ein Workaround steht nicht zur Verfügung. Cisco schrieb Sandesh M. Gawai die Entdeckung zu und erklärte, keine öffentliche Ausnutzung zu kennen.
Da die Lücke ohne Anmeldung und aus der Ferne über den OCI-P-Dienst ausgenutzt werden kann, sollten Betreiber die installierte Version prüfen und das Update priorisieren. Die bislang verfügbaren Informationen belegen jedoch keine aktive Ausnutzung.
Weitere Schwachstellen in Cisco-Produkten
Die verbleibenden fünf Lücken betreffen Unified Intelligence Center, RoomOS, Industrial Ethernet 1000 sowie Packaged Contact Center Enterprise und Unified CCE.
Unified Intelligence Center: CVE-2026-20327
Die authentifizierte lokale Blind-SQL-Injection-Schwachstelle hat einen CVSS-Wert von 6,5. Ein berechtigter Benutzer könnte über die Web-Verwaltungsoberfläche Daten aus der internen Datenbank auslesen.
Cisco nennt 12.6(2) ES08 und 15.0(1) SU2 als korrigierte Versionen. Installationen vor Version 12.6 müssen auf eine unterstützte, korrigierte Version migriert werden. Cisco schrieb die Entdeckung Hesham Ahmed von Spark Professional Services zu und meldete weder einen Workaround noch eine bekannte missbräuchliche Nutzung.
RoomOS: CVE-2026-20302
Eine Schwachstelle im USB-Treibersystem von RoomOS ist mit CVSS 6,1 bewertet. Für eine Ausnutzung ist physischer Zugriff auf einen USB-Anschluss erforderlich. Bei Erfolg könnte jedoch beliebiger Code mit Root-Rechten ausgeführt werden.
Für On-Premises-Betrieb nennt Cisco die Fix-Versionen 11.32.7.0 und 26.7.2.2. Für cloudbewusste Installationen gelten 11.40.1.1 und 26.7.1.12. Als Entdecker wird Jean-Michel Huguet vom NATO Cyber Security Centre genannt. Cisco meldete keine bekannte Ausnutzung und keinen Workaround.
Industrial-Ethernet-1000-Switches
Beide Schwachstellen sind in Version 1.9.6 behoben. Versionen vor 1.9 müssen auf eine korrigierte Version migriert werden.
CVE-2026-20232: Gespeichertes Cross-Site-Scripting (XSS), CVSS 5,4. Ein authentifizierter Angreifer aus der Ferne könnte Skripte einschleusen, die im Kontext eines anderen Benutzers der Verwaltungsoberfläche ausgeführt werden. Cisco nennt Rockwell Automation als Hinweisgeber.
CVE-2026-20177: Überflutungsbedingte Denial-of-Service-Schwachstelle in der Management-Ebene, CVSS 5,3. Ein nicht authentifizierter Angreifer könnte ICMP-, SSH- oder HTTP-Datenverkehr erzeugen und dadurch die grafische Oberfläche, SSH oder die API blockieren. Die Datenweiterleitung des Switches bleibt laut Cisco unbeeinträchtigt. Die Lücke wurde intern entdeckt.
Für beide Schwachstellen nennt Cisco keinen Workaround und keine bekannte missbräuchliche Nutzung.
Packaged CCE und Unified CCE: CVE-2026-20314
Die authentifizierte, aus der Ferne ausnutzbare Server-Side-Request-Forgery-Schwachstelle (SSRF) ist mit CVSS 5,0 bewertet. Manipulierte HTTP-Anfragen könnten den betroffenen Server dazu bringen, beliebige Netzwerkverbindungen aufzubauen.
Die Lücke ist in 15.0(1)ES202607 behoben. Versionen vor 15.0 müssen auf eine korrigierte Version migriert werden. Cisco schrieb die Entdeckung erneut Hesham Ahmed von Spark Professional Services zu, nannte keinen Workaround und meldete keine bekannte Ausnutzung.
Was Administratoren jetzt tun sollten
Betroffene Systeme und Versionen erfassen: Prüfen Sie Crosswork, Secure Workload, BroadWorks, Unified Intelligence Center, RoomOS, Industrial Ethernet 1000 und CCE gegen die von Cisco genannten Versionsbereiche.
Nicht authentifizierte Angriffswege priorisieren: Besonders dringend sind die kritischen Crosswork-Lücken und BroadWorks CVE-2026-20320, da sie nicht dieselbe Art von Anmeldung voraussetzen wie mehrere mittelschwere Schwachstellen.
Die jeweils korrigierte Version installieren: Die wichtigsten Zielversionen sind Crosswork 7.2.1-SP, Secure Workload 3.10.9.1 oder 4.0.4.16, BroadWorks RI.2026.07, Unified Intelligence Center 12.6(2) ES08 oder 15.0(1) SU2, Industrial Ethernet 1000 1.9.6 und CCE 15.0(1)ES202607. Für RoomOS ist die zur jeweiligen Betriebsart passende Version zu verwenden.
Alle Secure-Workload-Komponenten aktualisieren: Bei On-Premises-Installationen betrifft dies ausdrücklich Cluster, Agent und Connector.
Neue Hinweise zur Ausnutzung beobachten: Die Aussage „keine bekannte Ausnutzung“ beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und ist keine Garantie dafür, dass dies so bleibt.
Die praktische Schlussfolgerung ist klar: Es gibt keine aufgeführten Workarounds. Die schwerwiegendsten Fehler betreffen Produkte, die Netzwerkverwaltung, Workload-Kontrolle oder Kommunikationsinfrastrukturen unterstützen. Unternehmen sollten daher ihre Versionen verifizieren und die verfügbaren Cisco-Updates einplanen, statt allein auf das bislang fehlende Ausnutzungswissen zu vertrauen.