Damit stellte der neu ausgelieferte, in China gebaute und unter maltesischer Flagge fahrende Autotransporter einen neuen chinesischen Rekord für die größte Einzelfahrt mit fertig produzierten Fahrzeugen ab einem heimischen Hafen auf . Am 26. Juli um 22 Uhr legte das Schiff in Richtung Zeebrugge in Belgien ab. Von dort aus sollen die Teslas in europäische Märkte weiterverteilt werden .
Die Dimension der Ladung ist selbst für die internationale Autotransportbranche bemerkenswert:
Die Glovis Nova wurde bei Guangzhou Shipyard International gebaut, einer Tochtergesellschaft der China State Shipbuilding Corporation . Das Schiff gehört zur Klasse der Autotransporter mit einer Kapazität von 10.000 Fahrzeugen und verfügt über einen Dual-Fuel-Antrieb auf LNG-Basis . Zeitgleich lag auch das Schwesterschiff Glovis Leader im Hafen – ebenfalls in China gebaut, jedoch unter panamaischer Flagge .
Bei vielen Autotransportern besteht die Fracht aus Fahrzeugen verschiedener Marken und Antriebsarten. Bei der Glovis Nova war das anders: Jedes einzelne Fahrzeug war ein Tesla Model 3 oder Model Y .
Alle Wagen stammen aus Teslas Gigafactory Shanghai, die beide Modelle sowohl für den chinesischen Markt als auch für den Export produziert . Die Fahrt zeigt damit zugleich, welche Bedeutung das Werk als internationales Lieferzentrum für Teslas Europa-Geschäft hat.
Die Zahl 7.738 ist mehr als eine spektakuläre Frachtstatistik. Die Rekordfahrt steht für mehrere Entwicklungen, die Chinas Stellung im Welthandel verändern.
Autotransporter dieser Größenordnung wurden lange vor allem mit Werften in Japan, Südkorea und Europa verbunden. Die Glovis Nova ist dagegen ein in China konstruiertes und gebautes Großschiff. Das verdeutlicht, dass China seine Fähigkeiten im Bau spezialisierter Car Carrier deutlich ausgebaut hat – und nicht nur die Fahrzeuge selbst exportiert .
Das South-Port-Terminal in Shanghai schlug im ersten Halbjahr 2026 an einzelnen Tagen mehr als 10.000 Fahrzeuge um . Die Verladung von rund 7.740 Elektroautos in einem einzigen Vorgang zeigt, dass die Hafen- und Logistikinfrastruktur mit der hohen Produktionsleistung der chinesischen Autoindustrie Schritt halten kann .
In diesem Fall wurde das Schiff in China gebaut, die Fahrzeuge wurden in Shanghai produziert und der Hafen übernahm die gebündelte Exportabwicklung. Die Glovis-Nova-Fahrt veranschaulicht damit, wie eng Schiffbau, Fahrzeugproduktion, Hafenbetrieb und internationale Logistik inzwischen miteinander verzahnt sind .
Chinas Exporte von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben erreichten im ersten Halbjahr 2026 neue Höchststände . Eine einzelne Fahrt mit fast 8.000 Elektroautos zeigt, dass die maritime Infrastruktur auf das Wachstum der Produktion ausgerichtet wird.
Der Rekord dürfte zudem nicht dauerhaft Bestand haben: Die Glovis Nova selbst kann mehr als 10.000 Fahrzeuge aufnehmen, und weitere Schiffe dieser Größenklasse werden bereits ausgeliefert .