Vor dem Viertelfinale hatte der Italiener Djokovics Marke bereits eingestellt. Mit dem nächsten Sieg zog er endgültig vorbei. Seine Serie begann bereits gegen Ende der Saison 2025 und erstreckt sich über mehrere Turniere hinweg.
Masters‑1000‑Events gelten als die prestigeträchtigsten Turniere auf der ATP‑Tour außerhalb der vier Grand Slams und versammeln fast immer die komplette Weltspitze im Teilnehmerfeld.
Auch statistisch zeigte die Partie, warum Sinner derzeit so schwer zu schlagen ist.
Der Italiener kontrollierte das Match von Beginn an und gewann 6:2, 6:4 in etwa 1 Stunde und 32 Minuten.
Wichtige Zahlen aus dem Spiel:
Auffällig war außerdem, dass Sinner – bereits zum dritten Match in Folge in Rom – seinem Gegner gleich im ersten Aufschlagspiel das Service abnahm und danach die Kontrolle über die Rallyes behielt.
Die Serie ist Teil einer bemerkenswerten Erfolgsphase über zwei Spielzeiten hinweg. In diesem Zeitraum gewann Sinner fünf Masters‑1000‑Turniere in Folge:
Damit wurde er der erste Spieler der Geschichte, der fünf ATP‑Masters‑1000‑Titel nacheinander gewann.
Neben den Titeln beeindruckte Sinner in dieser Phase auch mit außergewöhnlicher Konstanz – etwa durch lange Serien ohne Satzverlust und dominanten Auftritten bei mehreren großen Turnieren der Saison.
Mit dem Sieg über Rublev ist Sinner nur noch zwei Siege vom Titel beim Italian Open entfernt. Ein Triumph wäre historisch: Ein italienischer Sieger im Herren‑Einzel in Rom liegt rund ein halbes Jahrhundert zurück.
Mehrere Faktoren sprechen aktuell für ihn:
Hinzu kommt, dass Sinner inzwischen auch auf Sand – traditionell die physisch anspruchsvollste Oberfläche im Profitennis – konstant auf höchstem Niveau spielt.
Das French Open in Roland Garros beginnt kurz nach dem Turnier in Rom und gilt als Höhepunkt der Sandplatzsaison. Aufgrund seiner aktuellen Form zählen viele Beobachter Sinner zu den heißesten Titelkandidaten.
Seine Spielweise passt gut zu Sandplätzen:
Trotzdem gilt im Tennis: Eine dominante Phase bei Masters‑Turnieren garantiert keinen Grand‑Slam‑Titel. Best‑of‑five‑Matches, Auslosung und körperliche Belastung über zwei Wochen können alles verändern.
Doch mit 32 Masters‑Siegen in Folge und einer Serie historischer Titel geht Jannik Sinner in eine der stärksten Phasen seiner Karriere – genau rechtzeitig vor dem wichtigsten Sandplatzturnier der Welt.
Comments
0 comments