Die D-förmige Toroidalfeldspule ist der größte und leistungsstärkste Magnet, der je für eine Fusionsanlage gebaut wurde. Seine wichtigsten technischen Daten im Überblick:
Insgesamt werden 16 dieser D-förmigen Spulen zusammengebaut, um das toroidale Magnetfeld des BEST-Reaktors zu bilden .
Der chinesische TF-Magnet übertrifft das Pendant des International Thermonuclear Experimental Reactor (ITER) in zwei entscheidenden Punkten:
Allerdings ist ITER als Gesamtanlage deutlich größer (Hauptradius von etwa 6,2 Metern gegenüber 3,6 Metern bei BEST) . BEST ist kein direkter ITER-Konkurrent – es ist als der weltweit größte betriebsbereite Deuterium-Tritium-Tokamak vor ITER konzipiert und dient als Brücke zwischen Chinas bestehendem EAST-Tokamak und dem geplanten, deutlich größeren China Fusion Engineering Test Reactor (CFETR) .
Zusammen mit dem TF-Magneten bestand im Rahmen des CRAFT-Programms auch eine Zentralsolenoid-Modellspule (CS) ihre finalen Tests . Diese Baugruppe umfasst sowohl den toroidalen Feldmagneten als auch die Zentralsolenoidspule . Der Zentralsolenoid fungiert als „Zünder“ des Tokamaks – er ist entscheidend für die Induktion und Aufrechterhaltung des Plasmastroms . Forscher am ASIPP erklärten, der Zentralsolenoid bestimme direkt, ob die Fusionsanlage gestartet werden und in Betrieb bleiben könne .
Beide Magnete wurden im Rahmen des chinesischen CRAFT-Projekts (Comprehensive Research Facility for Fusion Technology) entwickelt, einer nationalen Großforschungsanlage in Hefei . Die wichtigsten Details:
China hat einen ambitionierten Zeitplan für sein Fusionsprogramm aufgestellt:
Laut The Economist liegt China mit dieser Planung in der Entwicklung der Fusionsenergie etwa ein Jahrzehnt vor anderen Nationen .