Die Funktion setzt Zweierlei voraus: einen ULL-zertifizierten Speicherkit (mit korrektem Profil im SPD) und ein Mainboard-BIOS, das dieses auslesen kann. G.Skill war mit der Trident-Z5-NeoX-RGB-Serie als Erster am Markt und bietet DDR5-6000-Kits mit Latenzen bis hinunter zu CL26. Weitere Partner wie Kingston FURY, KLEVV, Lexar, TeamGroup, V-Color, XPG von ADATA und Origin Code sollen ab Juni 2026 ULL-zertifizierte Kits ausliefern.
AMDs Kommunikation zu ULL unterscheidet zwei Vergleichsszenarien. Gegenüber einer JEDEC-DDR5-Basiskonfiguration – der konservativen Standardeinstellung der meisten Systeme ohne EXPO – zeigt ULL einen Zugewinn von bis zu 13 % bei der durchschnittlichen Bildrate und eine Verbesserung von 15 % bei den 1-%-Low-FPS. Im Vergleich zu herkömmlichen EXPO-Profilen fällt der Sprung mit rund 4 % geringer, aber immer noch spürbar aus.
Für Enthusiasten ist vor allem die zweite Zahl relevant. Wer bereits ein gutes EXPO-Kit besitzt und es optimiert hat, erhält mit ULL nach einem BIOS-Update einen kleinen, aber kostenlosen Schub – vorausgesetzt, der Kit ist kompatibel. Wie stark der Effekt im Spiel ausfällt, hängt stark vom jeweiligen Titel, dem Rest des Systems und davon ab, ob die Workload mehr auf niedrige Latenz oder hohe Bandbreite reagiert.
Die Ausweitung auf die 600er-Serie erfolgt in Wellen, und das Bild Mitte Juni 2026 ist uneinheitlich. Drei große Mainboard-Hersteller haben BIOS-Updates veröffentlicht, die Abdeckung variiert jedoch stark.
GIGABYTE war am aggressivsten. Am 1. Juni kündigte das Unternehmen an, das AGESA-1.3.0.1-BIOS für die gesamte AM5-Mainboard-Palette bereitzustellen – sowohl für 800er- als auch für 600er-Boards. Genannt wurden unter anderem das X670E AORUS MASTER, das X670E AORUS PRO X und das B650 AORUS ELITE AX. Allerdings haben Beobachter angemerkt, dass die öffentlichen Versionshinweise für einige 600er-Modelle noch keine explizite ULL-Unterstützung bestätigen. GIGABYTE-Nutzer sollten daher die BIOS-Downloadseite ihres genauen Modells prüfen.
MSI hat AGESA-PI-1.3.0.1b-Updates für zahlreiche 600er-Boards bereitgestellt. Das Flaggschiff MEG X670E GODLIKE erhielt bereits am 27. Mai vorläufige ULL-Unterstützung, gefolgt von optimierten Versionen am 8. und 10. Juni. Auch andere Modelle aus den X670E- und B650-Reihen wurden ab dem 3. Juni mit Updates versorgt. Der Rollout ist breit angelegt, aber keine universelle Freigabe – auch hier ist der Blick auf die Support-Seite des jeweiligen Modells ratsam.
Asus fährt bisher einen engeren Kurs. Das Beta-BIOS 3803 auf Basis von AGESA ComboAM5 1.3.0.1b deckt mehrere X670E-Modelle ab, darunter:
Andere X670E-Modelle wie das Strix X670E-I und das TUF Gaming X670E-Plus zeigen Platzhalter-BIOS-Namen, was auf noch ausstehende Updates hindeutet. Asus hat eine Unterstützung für Nicht-X670E-Boards der 600er-Serie noch nicht bestätigt – das Unternehmen ist damit der exklusivste der großen Anbieter.
ASRock hat ULL auf ausgewählten 800er-Boards aktiviert, darunter das X870 Challenger WiFi und das X870E Taichi White, basierend auf AGESA ComboAM5 1.3.0.1b. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine bestätigte Unterstützung für die 600er-Serie.
Um EXPO ULL noch heute zu aktivieren, müssen drei Dinge zusammenkommen:
Der Ablauf ist simpel: kompatiblen Kit einbauen, BIOS aktualisieren und im UEFI das EXPO-ULL-Profil aktivieren. Manuelles Feintuning entfällt.
Die Ausweitung von EXPO ULL auf 600er-Boards ist ein echter und willkommener Schritt – aber kein automatisches Update für jeden AM5-Besitzer. Die Kompatibilität hängt vom Mainboard-Hersteller, Chipsatz, genauen Modell, der BIOS-Version und sogar vom konkreten DDR5-Modul ab. Mitte Juni 2026 verbreitet sich die Funktion noch lückenhaft im Ökosystem.
Wer ein 600er-AM5-Board besitzt, sollte die Support-Seite des Herstellers nach dem aktuellen BIOS-Changelog durchsuchen. Achtet auf die explizite Erwähnung von EXPO Ultra Low Latency – nicht nur auf eine neue AGESA-Version. Und wer in einen ULL-zertifizierten Speicherkit investiert, sollte ihn mit einem geprüft kompatiblen Mainboard paaren, damit der teure Kit auch wirklich die neuen Timings nutzt und nicht nur mit Standard-EXPO läuft.
Die Funktion setzt Zweierlei voraus: einen ULL-zertifizierten Speicherkit (mit korrektem Profil im SPD) und ein Mainboard-BIOS, das dieses auslesen kann. G.Skill war mit der Trident-Z5-NeoX-RGB-Serie als Erster am Markt und bietet DDR5-6000-Kits mit Latenzen bis hinunter zu CL26. Weitere Partner wie Kingston FURY, KLEVV, Lexar, TeamGroup, V-Color, XPG von ADATA und Origin Code sollen ab Juni 2026 ULL-zertifizierte Kits ausliefern.
AMDs Kommunikation zu ULL unterscheidet zwei Vergleichsszenarien. Gegenüber einer JEDEC-DDR5-Basiskonfiguration – der konservativen Standardeinstellung der meisten Systeme ohne EXPO – zeigt ULL einen Zugewinn von bis zu 13 % bei der durchschnittlichen Bildrate und eine Verbesserung von 15 % bei den 1-%-Low-FPS. Im Vergleich zu herkömmlichen EXPO-Profilen fällt der Sprung mit rund 4 % geringer, aber immer noch spürbar aus.
Für Enthusiasten ist vor allem die zweite Zahl relevant. Wer bereits ein gutes EXPO-Kit besitzt und es optimiert hat, erhält mit ULL nach einem BIOS-Update einen kleinen, aber kostenlosen Schub – vorausgesetzt, der Kit ist kompatibel. Wie stark der Effekt im Spiel ausfällt, hängt stark vom jeweiligen Titel, dem Rest des Systems und davon ab, ob die Workload mehr auf niedrige Latenz oder hohe Bandbreite reagiert.
Die Ausweitung auf die 600er-Serie erfolgt in Wellen, und das Bild Mitte Juni 2026 ist uneinheitlich. Drei große Mainboard-Hersteller haben BIOS-Updates veröffentlicht, die Abdeckung variiert jedoch stark.
GIGABYTE war am aggressivsten. Am 1. Juni kündigte das Unternehmen an, das AGESA-1.3.0.1-BIOS für die gesamte AM5-Mainboard-Palette bereitzustellen – sowohl für 800er- als auch für 600er-Boards. Genannt wurden unter anderem das X670E AORUS MASTER, das X670E AORUS PRO X und das B650 AORUS ELITE AX. Allerdings haben Beobachter angemerkt, dass die öffentlichen Versionshinweise für einige 600er-Modelle noch keine explizite ULL-Unterstützung bestätigen. GIGABYTE-Nutzer sollten daher die BIOS-Downloadseite ihres genauen Modells prüfen.
MSI hat AGESA-PI-1.3.0.1b-Updates für zahlreiche 600er-Boards bereitgestellt. Das Flaggschiff MEG X670E GODLIKE erhielt bereits am 27. Mai vorläufige ULL-Unterstützung, gefolgt von optimierten Versionen am 8. und 10. Juni. Auch andere Modelle aus den X670E- und B650-Reihen wurden ab dem 3. Juni mit Updates versorgt. Der Rollout ist breit angelegt, aber keine universelle Freigabe – auch hier ist der Blick auf die Support-Seite des jeweiligen Modells ratsam.
Asus fährt bisher einen engeren Kurs. Das Beta-BIOS 3803 auf Basis von AGESA ComboAM5 1.3.0.1b deckt mehrere X670E-Modelle ab, darunter:
Andere X670E-Modelle wie das Strix X670E-I und das TUF Gaming X670E-Plus zeigen Platzhalter-BIOS-Namen, was auf noch ausstehende Updates hindeutet. Asus hat eine Unterstützung für Nicht-X670E-Boards der 600er-Serie noch nicht bestätigt – das Unternehmen ist damit der exklusivste der großen Anbieter.
ASRock hat ULL auf ausgewählten 800er-Boards aktiviert, darunter das X870 Challenger WiFi und das X870E Taichi White, basierend auf AGESA ComboAM5 1.3.0.1b. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine bestätigte Unterstützung für die 600er-Serie.
Um EXPO ULL noch heute zu aktivieren, müssen drei Dinge zusammenkommen:
Der Ablauf ist simpel: kompatiblen Kit einbauen, BIOS aktualisieren und im UEFI das EXPO-ULL-Profil aktivieren. Manuelles Feintuning entfällt.
Die Ausweitung von EXPO ULL auf 600er-Boards ist ein echter und willkommener Schritt – aber kein automatisches Update für jeden AM5-Besitzer. Die Kompatibilität hängt vom Mainboard-Hersteller, Chipsatz, genauen Modell, der BIOS-Version und sogar vom konkreten DDR5-Modul ab. Mitte Juni 2026 verbreitet sich die Funktion noch lückenhaft im Ökosystem.
Wer ein 600er-AM5-Board besitzt, sollte die Support-Seite des Herstellers nach dem aktuellen BIOS-Changelog durchsuchen. Achtet auf die explizite Erwähnung von EXPO Ultra Low Latency – nicht nur auf eine neue AGESA-Version. Und wer in einen ULL-zertifizierten Speicherkit investiert, sollte ihn mit einem geprüft kompatiblen Mainboard paaren, damit der teure Kit auch wirklich die neuen Timings nutzt und nicht nur mit Standard-EXPO läuft.