Auch für den britischen FTSE 100 wurde das 12-Monate-Ziel auf 11.400 Punkte erhöht, was einem Plus von rund 5,8 % gegenüber dem aktuellen Stand entspricht .
| Index | 12-Monate-Ziel | Bisheriges Ziel | Geschätztes Aufwärtspotenzial | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| STOXX 600 | 695 Punkte | 660 Punkte | ~5,5 % | |
| FTSE 100 | 11.400 Punkte | 10.400 Punkte (Jan. 2026) | ~5,8 % |
Das neue STOXX-600-Ziel von 695 Punkten impliziert ein Kurspotenzial von etwa 5,5 % gegenüber dem aktuellen Indexstand .
1. Stärkste Gewinnsaison seit 2022. Die Unternehmen im STOXX 600 steuern im zweiten Quartal 2026 auf ein Gewinnwachstum von rund 22 % im Jahresvergleich zu – das stärkste Plus seit 2022 . Goldman Sachs hob daraufhin seine Gewinnprognose für 2026 auf 15 % an und verweist auf stabile Unternehmensmargen .
2. Stabile Konjunktur. Goldman Sachs geht für 2026 von einem BIP-Wachstum im Euroraum von 0,8 % (Q4/Q4) aus, getragen von der deutschen Fiskalexpansion und insgesamt soliden Konjunkturdaten .
3. Relativer Bewertungsabschlag. Europäische Aktien notieren weiterhin mit einem Abschlag gegenüber ihren US-Pendants. Allerdings betonte Goldman-Strategin Sharon Bell, dass sie trotz der angehobenen Ziele nicht davon ausgeht, dass Europa den S&P 500 übertreffen wird .
4. Aktionärsrenditen und M&A-Dynamik. Die Bank verweist auf eine zunehmende M&A-Dynamik als möglichen zusätzlichen Kurstreiber für europäische Aktien .
5. Beitrag des Energiesektors. Trotz anhaltender Sorgen um die Energieversorgung profitiert der STOXX 600 von hohen Gewinnen in den Bereichen Energie und Rohstoffe .
6. Unterstützung durch Zinsen und Währungen. Fallende Leitzinsen und ein insgesamt günstiges globales Wachstumsumfeld untermauern den positiven Ausblick .
Anhaltender Energieschock (das größte Risiko). Europas Abhängigkeit von Energieimporten macht die Region anfällig für Lieferunterbrechungen – insbesondere angesichts des anhaltenden Nahost-Konflikts . Goldmans Basisszenario geht davon aus, dass die Exporte aus dem Persischen Golf bis Ende Juli 2026 wieder das Vorkriegsniveau erreichen. Jede Verzögerung wäre ein erheblicher negativer Faktor . Das Rohstoffteam der Bank schätzt, dass jeder Anstieg der Ölpreise um 1 % die europäischen Gewinne um etwa 0,5 % schmälert .
Hartnäckige Inflation. Die Kerninflation im Euroraum dürfte laut Prognose Anfang 2027 mit 2,7 % im Jahresvergleich ihren Höhepunkt erreichen, bevor sie bis Ende 2028 auf 2,0 % zurückgeht . Bleiben die Energiepreise hoch, könnte sich die Inflation als beständiger erweisen und die Verbraucherausgaben sowie die Unternehmensmargen belasten.
Straffere Geldpolitik. Goldman Sachs geht in seiner Prognose von zwei EZB-Leitzinserhöhungen im Juni und September 2026 aus (um der energiegetriebenen Inflation entgegenzuwirken), bevor die Zinsen 2027 wieder gesenkt werden . Dieser Straffungszyklus könnte das Wachstum und die Aktienbewertungen belasten.
Nachlassendes BIP-Wachstum. Goldman Sachs Asset Management erwartet, dass das reale BIP-Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2026 nachlässt, da hohe Energiepreise den Konsum und die Investitionen belasten – insbesondere in Europa .
Gedämpftes Verbrauchervertrauen. Anhaltend hohe Energiekosten und geopolitische Unsicherheiten halten die Verbraucherstimmung im Euroraum auf niedrigem Niveau .
Branchenspezifische Risiken. Während die Sektoren Energie und Rohstoffe den Index stützen, sind andere Branchen – insbesondere solche mit hoher Konsumabhängigkeit – weiterhin anfällig. Die Bank hält zudem an einer Untergewichtung europäischer Aktien im globalen Vergleich fest .
Geopolitische und Zollrisiken. Bereits im April 2025 hatte Goldman Sachs sein STOXX-600-Ziel aufgrund von Trumps Zollandrohungen auf 570 Punkte gesenkt . Zwar haben sich diese Sorgen gelegt, doch die handelspolitische Unsicherheit bleibt ein Risikofaktor.
Märkte laufen der Realität voraus. Das Asset-Management-Team von Goldman Sachs wies darauf hin, dass die Märkte der Wirtschaft „in vielerlei Hinsicht vorausgeeilt“ seien, und warnte vor „breiten Streuungen und Volatilitätsclustern“ .
Zusammenfassend ist Goldmans jüngste Anhebung gewinngetrieben und wird von einem insgesamt günstigen makroökonomischen Umfeld gestützt. Die Bank weist jedoch wiederholt darauf hin, dass ein länger anhaltender Energieschock in Verbindung mit einer strafferen EZB-Politik und einem nachlassenden Wachstum die größte Gefahr für die Nachhaltigkeit der Rallye darstellt.
Auch für den britischen FTSE 100 wurde das 12-Monate-Ziel auf 11.400 Punkte erhöht, was einem Plus von rund 5,8 % gegenüber dem aktuellen Stand entspricht .
| Index | 12-Monate-Ziel | Bisheriges Ziel | Geschätztes Aufwärtspotenzial | Quelle |
|---|---|---|---|---|
| STOXX 600 | 695 Punkte | 660 Punkte | ~5,5 % | |
| FTSE 100 | 11.400 Punkte | 10.400 Punkte (Jan. 2026) | ~5,8 % |
Das neue STOXX-600-Ziel von 695 Punkten impliziert ein Kurspotenzial von etwa 5,5 % gegenüber dem aktuellen Indexstand .
1. Stärkste Gewinnsaison seit 2022. Die Unternehmen im STOXX 600 steuern im zweiten Quartal 2026 auf ein Gewinnwachstum von rund 22 % im Jahresvergleich zu – das stärkste Plus seit 2022 . Goldman Sachs hob daraufhin seine Gewinnprognose für 2026 auf 15 % an und verweist auf stabile Unternehmensmargen .
2. Stabile Konjunktur. Goldman Sachs geht für 2026 von einem BIP-Wachstum im Euroraum von 0,8 % (Q4/Q4) aus, getragen von der deutschen Fiskalexpansion und insgesamt soliden Konjunkturdaten .
3. Relativer Bewertungsabschlag. Europäische Aktien notieren weiterhin mit einem Abschlag gegenüber ihren US-Pendants. Allerdings betonte Goldman-Strategin Sharon Bell, dass sie trotz der angehobenen Ziele nicht davon ausgeht, dass Europa den S&P 500 übertreffen wird .
4. Aktionärsrenditen und M&A-Dynamik. Die Bank verweist auf eine zunehmende M&A-Dynamik als möglichen zusätzlichen Kurstreiber für europäische Aktien .
5. Beitrag des Energiesektors. Trotz anhaltender Sorgen um die Energieversorgung profitiert der STOXX 600 von hohen Gewinnen in den Bereichen Energie und Rohstoffe .
6. Unterstützung durch Zinsen und Währungen. Fallende Leitzinsen und ein insgesamt günstiges globales Wachstumsumfeld untermauern den positiven Ausblick .
Anhaltender Energieschock (das größte Risiko). Europas Abhängigkeit von Energieimporten macht die Region anfällig für Lieferunterbrechungen – insbesondere angesichts des anhaltenden Nahost-Konflikts . Goldmans Basisszenario geht davon aus, dass die Exporte aus dem Persischen Golf bis Ende Juli 2026 wieder das Vorkriegsniveau erreichen. Jede Verzögerung wäre ein erheblicher negativer Faktor . Das Rohstoffteam der Bank schätzt, dass jeder Anstieg der Ölpreise um 1 % die europäischen Gewinne um etwa 0,5 % schmälert .
Hartnäckige Inflation. Die Kerninflation im Euroraum dürfte laut Prognose Anfang 2027 mit 2,7 % im Jahresvergleich ihren Höhepunkt erreichen, bevor sie bis Ende 2028 auf 2,0 % zurückgeht . Bleiben die Energiepreise hoch, könnte sich die Inflation als beständiger erweisen und die Verbraucherausgaben sowie die Unternehmensmargen belasten.
Straffere Geldpolitik. Goldman Sachs geht in seiner Prognose von zwei EZB-Leitzinserhöhungen im Juni und September 2026 aus (um der energiegetriebenen Inflation entgegenzuwirken), bevor die Zinsen 2027 wieder gesenkt werden . Dieser Straffungszyklus könnte das Wachstum und die Aktienbewertungen belasten.
Nachlassendes BIP-Wachstum. Goldman Sachs Asset Management erwartet, dass das reale BIP-Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2026 nachlässt, da hohe Energiepreise den Konsum und die Investitionen belasten – insbesondere in Europa .
Gedämpftes Verbrauchervertrauen. Anhaltend hohe Energiekosten und geopolitische Unsicherheiten halten die Verbraucherstimmung im Euroraum auf niedrigem Niveau .
Branchenspezifische Risiken. Während die Sektoren Energie und Rohstoffe den Index stützen, sind andere Branchen – insbesondere solche mit hoher Konsumabhängigkeit – weiterhin anfällig. Die Bank hält zudem an einer Untergewichtung europäischer Aktien im globalen Vergleich fest .
Geopolitische und Zollrisiken. Bereits im April 2025 hatte Goldman Sachs sein STOXX-600-Ziel aufgrund von Trumps Zollandrohungen auf 570 Punkte gesenkt . Zwar haben sich diese Sorgen gelegt, doch die handelspolitische Unsicherheit bleibt ein Risikofaktor.
Märkte laufen der Realität voraus. Das Asset-Management-Team von Goldman Sachs wies darauf hin, dass die Märkte der Wirtschaft „in vielerlei Hinsicht vorausgeeilt“ seien, und warnte vor „breiten Streuungen und Volatilitätsclustern“ .
Zusammenfassend ist Goldmans jüngste Anhebung gewinngetrieben und wird von einem insgesamt günstigen makroökonomischen Umfeld gestützt. Die Bank weist jedoch wiederholt darauf hin, dass ein länger anhaltender Energieschock in Verbindung mit einer strafferen EZB-Politik und einem nachlassenden Wachstum die größte Gefahr für die Nachhaltigkeit der Rallye darstellt.