In einem zeitgleichen Eingeständnis der eigenen Mitschuld entfernte LinkedIn den „Mit KI verbessern“-Button zum Umschreiben, der zuvor auf jedem Beitrag beworben worden war . Ersetzt wurde er durch ein leichtes Korrekturlese-Tool, das kleinere Bearbeitungsvorschläge macht, statt komplett umzuschreiben . Das Unternehmen blockierte zudem massive Automatisierung und schränkte automatisierte Kommentar-Tools ein .
Die Zahlen sind deutlich. Eine Studie der KI-Erkennungsfirma Pangram Labs vom Juli 2026, die rund 1 Million Beiträge auf LinkedIn, X, Medium, Reddit und Substack scannte, ergab, dass 41 Prozent der langen LinkedIn-Beiträge (250+ Wörter) vollständig KI-generiert sind – der höchste Anteil aller untersuchten großen Plattformen . LinkedIn allein machte 62 Prozent aller KI-generierten Langbeiträge aus, obwohl es nur etwa ein Drittel der gescannten Beiträge stellte . Eine separate Studie von Originality.ai aus dem Jahr 2025 bezifferte den Anteil auf 53,7 Prozent . LinkedIn nutzt inzwischen algorithmische Unterdrückung, um die Reichweite von als KI-generiert eingestuften Inhalten zu reduzieren (mit einer behaupteten Erkennungsgenauigkeit von 94 Prozent), anstatt sie komplett zu entfernen .