Die Mitgründerinnen des KI Shopping Startups Phia, Phoebe Gates (Tochter von Bill Gates) und Sophia Kianni, wussten laut durchgesickerten Slack Nachrichten bereits seit Dezember 2025, dass ihre Browser Erweiterung aut... Interne Daten zeigen, dass die Praxis, bekannt als „Cookie Stuffing“, im Juni 2026 für rund 51 %...
Forschungsantwort

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Phia, das KI-gestützte Shopping-Startup, das von Phoebe Gates (Tochter von Microsoft-Mitgründer Bill Gates) und Sophia Kianni mitgegründet wurde, steht im Zentrum eines immer größer werdenden Affiliate-Betrugsskandals. Eine im August 2026 veröffentlichte Bloomberg-Recherche, die auf durchgesickerten internen Slack-Nachrichten und Quellcode-Analysen basiert, zeigt, dass die Gründerinnen von einer Funktion wussten – und diese aktiv vorantrieben –, die automatisch Affiliate-Tracking-Cookies auf den Browsern der Nutzer platzierte, ohne deren Wissen oder Absicht . Diese im Fachjargon als „Cookie-Stuffing“ bekannte Praxis ermöglichte es Phia, Affiliate-Provisionen für Verkäufe zu kassieren, die das Startup gar nicht generiert hatte
.
Die Browser-Erweiterung von Phia war so konzipiert, dass sie während des Bezahlvorgangs auf Einzelhandelswebsites Affiliate-Tracking-Cookies einfügte – selbst dann, wenn ein Nutzer keinen Phia-Coupon angeklickt oder die Erweiterung gar nicht verwendet hatte . Das bedeutete: Selbst wenn ein Käufer ein Geschäft eigenständig oder über ein anderes Affiliate-Programm wie Wirecutter besuchte, konnte Phia dennoch die Provision für den Einkauf beanspruchen
. Der unabhängige Forscher Ben Edelman identifizierte in Phias eigenem Code ein Feature-Flag namens
enable_coupon_auto_drop, das laut Bloomberg am 10. Dezember 2025 aktiviert und am 7. Juli 2026 deaktiviert wurde .
Rechtsexperten, die von der New York Post zitiert werden, erklären, dass diese Taktik als Bundesbetrugsdelikt (Wire Fraud) gewertet werden kann, das mit einer Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis geahndet wird .
Phia hatte im Juli 2026 zunächst behauptet, man habe erst „innerhalb der letzten 24 Stunden“ von den Fehlzuordnungen erfahren und machte einen „Softwarefehler“ dafür verantwortlich . Die Bloomberg-Recherche vom August 2026 widerspricht dieser Darstellung direkt
.
Durchgesickerte interne Slack-Nachrichten zeigen, dass die Mitgründerinnen Phoebe Gates und Sophia Kianni bereits im Dezember 2025 – also mindestens sieben Monate vor Bloombergs erster Anfrage – mit Entwicklern und Führungskräften über die Cookie-Stuffing-Funktion diskutierten .
In einem Nachrichtenaustausch im Dezember forderte Gates die Entwickler auf, zu bestätigen, dass das automatische Einfügen von Cookies funktioniere. Sie schrieb, die Funktion solle „jede Transaktion erfassen“ . Kianni wurde in internen Nachrichten mit den Worten zitiert: „Was auch immer wir tun können, damit diese Cookies weiterhin platziert werden, wäre fantastisch“
.
Die internen Kommunikationen zeigen, dass beide Gründerinnen die Funktionen vorantrieben, die diese Praxis ermöglichten – es handelte sich nicht um einen versehentlichen oder nicht genehmigten Fehler, sondern um eine absichtlich entwickelte und überwachte Funktion .
Die Cookie-Stuffing-Praxis war kein Randphänomen – sie war zentral für das von Phia gemeldete Wachstum .
Bloomberg berichtete, dass das Cookie-Stuffing mehrere große Einzelhändler betraf, darunter:
Diesen Unternehmen wurden Affiliate-Provisionen von Phia in Rechnung gestellt, die das Startup gar nicht generiert hatte . Keiner der Einzelhändler hat sich bisher öffentlich zu dem Skandal geäußert
.
Nach der neuen Bloomberg-Berichterstattung erklärte Phia, man werde jede Transaktion überprüfen und Verkäufe, die Phia fälschlicherweise zugeordnet wurden, rückgängig machen. Das Unternehmen gab an, bereits mit der Rückabwicklung von Transaktionen gegenüber Affiliate-Partnern begonnen zu haben .
Bereits Monate vor den Bloomberg-Berichten hatten Verbraucherbeschwerden bei der FTC (Federal Trade Commission) über Phia vorgelegen, was darauf hindeutet, dass die Aufsichtsbehörde bereits frühzeitig Hinweise auf die Praktiken des Unternehmens erhalten hatte .
Durchgesickerte Slack-Nachrichten offenbaren interne Spannungen. Berichten zufolge äußerten Mitarbeiter intern Bedenken gegen die Praxis . Im Anschluss an den Skandal berichtete Futurism, dass Gates der Meinung war, es gebe einen „Verräter im Unternehmen“, der Informationen nach außen trage
.
Bereits im November 2025 berichtete Fortune, dass vier Cybersicherheitsforscher herausgefunden hatten, dass die Browser-Erweiterung von Phia Schnappschüsse jeder von einem Nutzer besuchten Webseite erstellte – einschließlich Seiten mit hochsensiblen Informationen wie Kontoauszügen und privaten E-Mails. Dies ging weit über die vom Unternehmen offengelegten Daten hinaus .
Nach dem ersten Bloomberg-Bericht im Juli 2026 wurde Phia von Impact.com, einer großen Affiliate- und Influencer-Marketing-Plattform, suspendiert .
| Schlüsselfakt | Detail |
|---|---|
| Praxis | Cookie-Stuffing (Platzieren von Affiliate-Cookies ohne eine tatsächliche Verkaufsvermittlung) |
| Kenntnis der Gründerinnen | Mindestens seit Dezember 2025 (7+ Monate vor dem öffentlichen Dementi) |
| Umsatzanteil | ~51 % des GMV im Juni 2026 wurden durch diese Praxis erzielt |
| Betroffene Einzelhändler | Nike, Nordstrom, The Gap und andere |
| Strafrechtliches Risiko | Bis zu 20 Jahre Haft wegen Wire Fraud |
| Ursprüngliche Darstellung | „Softwarefehler“, erst „innerhalb von 24 Stunden“ entdeckt |
| Spätere Reaktion | Überprüfung und Rückabwicklung falsch zugeordneter Transaktionen |
| Weitere Probleme | FTC-Beschwerden, Personalfluktuation, nicht offengelegte Datensammlung, Suspendierung von Impact.com |
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Die Mitgründerinnen des KI Shopping Startups Phia, Phoebe Gates (Tochter von Bill Gates) und Sophia Kianni, wussten laut durchgesickerten Slack Nachrichten bereits seit Dezember 2025, dass ihre Browser Erweiterung aut... Interne Daten zeigen, dass die Praxis, bekannt als „Cookie Stuffing“, im Juni 2026 für rund 51 % des Bruttowarenwerts (GMV) verantwortlich war, den Phia für sich beanspruchte.
Rechtsexperten zufolge kann Cookie Stuffing als Bundesbetrugsdelikt (Wire Fraud) eingestuft werden, das mit bis zu 20 Jahren Gefängnis bestraft werden kann.