Die Integrationen unterstützen unter anderem:
Am 5. Mai 2026 öffnete OpenAI den neuen Ads Manager in der Beta für alle Unternehmen in den USA. Ein Mindestbudget gibt es nicht. Der Manager unterstützt sowohl CPC – Abrechnung pro Klick – als auch CPM, also Kosten pro 1.000 Einblendungen. Hinzu kommen eine Conversions API und ein Messpixel .
OpenAI strich dafür die zuvor geltende Einstiegshürde von 50.000 US-Dollar. Die Plattform soll damit auch kleineren Unternehmen, Start-ups und Werbetreibenden ohne große Agenturstruktur offenstehen .
Mit dem Ziel „Conversions“ können Werbetreibende conversion-optimierte CPC-Kampagnen starten. Abgerechnet wird weiterhin auf Basis gültiger Klicks; die Auslieferung wird jedoch auf Klicks ausgerichtet, bei denen eine Conversion wahrscheinlicher ist .
Der Test startete am 9. Februar 2026 in den USA . Am 7. Mai kündigte OpenAI die Ausweitung auf das Vereinigte Königreich, Mexiko, Brasilien, Japan und Südkorea an . Bis Mai war die Werbung laut OpenAI in insgesamt neun Ländern verfügbar .
Die öffentlich genannten Märkte sind damit:
Für die übrigen Länder der Neunergruppe nennen die vorliegenden Angaben keine konkreten Namen. Eine weltweite Verfügbarkeit lässt sich daraus daher nicht ableiten.
OpenAI verfolgt mit ChatGPT Ads äußerst ambitionierte Ziele. Die Zahlen stammen aus Investorenpräsentationen und internen Prognosen; es handelt sich nicht um geprüfte Umsatzergebnisse.
Die unterschiedlichen Zahlen sind deshalb nicht direkt gleichzusetzen: Manche beziehen sich auf aktuelle Hochrechnungen, andere auf längerfristige Zielwerte oder frühere interne Planungen.
Nach den offiziellen Angaben von OpenAI werden Anzeigen nur in den kostenlosen und werbefinanzierten Tarifen getestet. In den höherpreisigen Abos sollen sie nicht erscheinen .
| Tarif | Werden Anzeigen gezeigt? |
|---|---|
| Free | Ja |
| Go (werbeunterstützt, etwa 8 US-Dollar pro Monat) | Ja |
| Plus (20 US-Dollar pro Monat) | Nein |
| Pro (200 US-Dollar pro Monat) | Nein |
| Business | Nein |
| Enterprise | Nein |
| Education | Nein |
| Nutzer unter 18 Jahren | Nein |
OpenAI erklärt außerdem, dass Anzeigen weder Personen gezeigt werden, die selbst angeben, unter 18 zu sein, noch Nutzern, bei denen das System ein Alter unter 18 Jahren vorhersagt .
Die Anzeigen stehen unterhalb relevanter ChatGPT-Gespräche. Sie sind als Werbung gekennzeichnet und werden in einer dezent eingefärbten Box dargestellt. Eine Anzeige kann unter anderem den Namen des Werbetreibenden, ein Logo, eine Überschrift, Beschreibungstext, eine Zielseite und ein Bild enthalten .
Wichtig für die Nutzung: Nach OpenAIs Angaben beeinflussen Anzeigen nicht die Antworten des KI-Modells. Die Antworten sollen unabhängig von den Werbeplatzierungen auf ihre Nützlichkeit optimiert werden . Außerdem gibt OpenAI an, Gespräche nicht mit Werbetreibenden zu teilen und Nutzerdaten nicht an Werbekunden zu verkaufen .
Obwohl Hunderte Millionen Nutzer des kostenlosen Tarifs grundsätzlich für Werbung infrage kommen, wird nicht jedem berechtigten Nutzer täglich eine Anzeige eingeblendet. Im März 2026 sahen in den USA an einem beliebigen Tag weniger als 20 Prozent der berechtigten Free- und Go-Nutzer tatsächlich Werbung .
OpenAI setzt für seine Verbraucherstrategie zunehmend auf das günstigere, werbeunterstützte ChatGPT-Go-Abo. Internen Prognosen zufolge soll Go in diesem Jahr 112 Millionen Abonnenten erreichen. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen damit, dass 80 Prozent der bisherigen Plus-Abonnenten vom 20-Dollar-Tarif in den günstigeren, werbefinanzierten Tarif wechseln .
Für OpenAI wäre das ein deutlicher Wechsel des Geschäftsmodells: Statt ausschließlich auf eine kleinere Zahl hochpreisiger Abonnements zu setzen, könnte ein größerer Nutzerkreis mit niedrigeren Abo-Erlösen und zusätzlichen Werbeeinnahmen monetarisiert werden. Ob die ambitionierten Werbeziele erreicht werden, bleibt angesichts der frühen Testphase jedoch offen.