Vor drei Jahren erlebte die ehemalige Hongkonger Schauspielerin Nicola Cheung den Albtraum aller Eltern: Ihre älteste Tochter wurde schwer krank. Diese Erfahrung zwang sie, sich der Zerbrechlichkeit des Lebens zu stellen – und, wie sie sagt, „aktiv nach präventiven Wegen zu suchen, um meine eigene Gesundheit und die meiner Familie zu schützen.“ Heute ist Cheung vierfache Mutter und Mitgründerin des Agrar- und Lebensmittel-Sozialunternehmens LoCoFarms. Sie hat eine praktische Lebensphilosophie entwickelt, die auf Vorsorge, respektvoller Erziehung und gesellschaftlichem Zusammenhalt basiert. Hier sind die sechs Kernlektionen, die sie aus dieser Schicksalswende gezogen hat.
Cheungs erste und härteste Lektion: Verlasse dich nicht auf Vermutungen. Da sie selbst kein medizinisches Fachwissen besitzt, sucht sie gezielt „den Rat von Experten“, um fundierte Entscheidungen für sich und ihre Familie zu treffen. Dieses Prinzip geht weit über den Arztbesuch hinaus. Sie hat eine Krankenhaus-Tagegeldversicherung und andere Lebens- und Anlageprodukte abgeschlossen, um zukünftige Bedürfnisse wie die Ausbildung ihrer Kinder zu finanzieren. Für sie ist Versicherung ein Werkzeug, um „zukunftssicher“ zu sein.
Im Alltag setzt sie auf kleine, wiederholbare Gewohnheiten: Zeit in der Natur für die geistige und körperliche Gesundheit, und vor allem: ausreichend Schlaf. „Mit mehr Schlaf wird der Geist ruhiger“, sagt sie.
Cheung lehnt einen „Hierarchie-von-oben“-Erziehungsstil als veraltet ab. Mit ihrer 17-jährigen Tochter spricht sie „wie eine ältere Schwester oder eine Freundin“, anstatt zu sagen: „Das sage ich, also mach es.“ Mutter zu werden, bezeichnet sie als ihren „echten Wendepunkt“. „Als ich selbst noch Tochter war, musste ich nur auf mich aufpassen. Jetzt muss ich das große Ganze, die ganze Familie im Blick haben“, erklärt sie.
Ihre Sorge um das Wohlergehen ihrer Kinder war auch der Auslöser für eine radikale Karriereveränderung: 2010 schrieb sie sich für einen zweijährigen Masterstudiengang in Umweltmanagement an der Universität von Hongkong ein. Der Grund: Ihre Töchter hatten sie für die Umweltverschmutzung und die Lebensmittelsicherheitsprobleme sensibilisiert, die die nächste Generation betreffen.
Cheungs dritte Lektion betrifft die innere Haltung. „Wir können nicht kontrollieren, was in der Welt oder in unserem Leben passiert. Aber wir können uns vorbereiten, sodass wir, wenn etwas passiert, mehr Optionen haben“, sagt sie nüchtern. Sind die Pläne erst einmal gemacht – Versicherung, professionelle Beratung, Ersparnisse –, glaubt sie, dass „das Gesündeste ist, aufzuhören, sich zu sorgen“. Denn sie sieht die Sorge selbst als Krankheitsursache. „Wenn man sich sorgt, wird man krank. Wenn nicht, ist die Wahrscheinlichkeit geringer“, fügt sie hinzu.
Cheung gründete LoCoFarms mit, ein Sozialunternehmen, das Verbraucher in Hongkong wieder mit lokalen Erzeugern und Lebensmittelhandwerkern zusammenbringt. Für sie ist es die logische Konsequenz aus ihrer Überzeugung, proaktiv für die Gemeinschaft zu handeln: „Etwas für unsere Gesellschaft, für die Hongkonger Gemeinschaft tun.“
Sie sieht LoCoFarms als „einen Samen für nachhaltige Entwicklung“ und misst den Erfolg nicht an der Größe, sondern daran, nach ihren Werten gehandelt zu haben.
Diese vier Säulen – fachkundig gestützte Prävention, respektvolle Erziehung, gelassene Vorbereitung auf Ungewissheit und gemeinschaftsorientiertes Handeln – bilden den Bauplan, den Cheung aus einer einzigen Krise abgeleitet hat. „Innerhalb von 24 Stunden kann sich so viel ändern“, resümiert sie. „Aber wir können uns vorbereiten.“
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Vor drei Jahren erkrankte Nicola Cheungs älteste Tochter schwer – ein Ereignis, das die Ex Schauspielerin zwang, ihr Leben völlig neu zu überdenken.
Vor drei Jahren erkrankte Nicola Cheungs älteste Tochter schwer – ein Ereignis, das die Ex Schauspielerin zwang, ihr Leben völlig neu zu überdenken. Statt autoritärer Erziehung setzt die Mutter von vier Töchtern auf Gespräche auf Augenhöhe: „Ich rede mit meiner 17 Jährigen wie eine ältere Schwester oder Freundin.“
Mit ihrem Sozialunternehmen LoCoFarms verbindet sie lokale Bauern mit Verbrauchern in Hongkong und lebt ihre Überzeugung von nachhaltiger Entwicklung.