Wer mit Sora Videos erstellt hat, sollte zwei Dinge auseinanderhalten: Der Wechsel zu einem anderen Videodienst sichert noch keine alten Projekte. OpenAI empfiehlt, Sora-Inhalte so bald wie möglich zu exportieren.
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Was ist wann passiert?
- 24. März 2026: OpenAI kündigte an, Sora einzustellen – sowohl die App für Privatnutzer als auch den Dienst für professionelle Kreative.
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- 26. April 2026: Die Sora-Angebote im Web und als App wurden eingestellt.
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- 24. September 2026: Diesen Tag nannte OpenAI als Termin für die Einstellung der Sora-API, also der Schnittstelle, über die Entwickler Sora in eigene Anwendungen einbinden konnten.
3 Der vorliegende offizielle Hinweis formuliert die API-Einstellung noch als bevorstehend; er bestätigt nicht unabhängig, zu welchem Zeitpunkt der Zugang tatsächlich endete.
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Warum hat OpenAI Sora aufgegeben?
OpenAI erklärte, die eigenständige App zugunsten anderer Prioritäten zu schließen.
15 Daneben zeichnen Medienberichte das Bild eines kostspieligen Dienstes mit rückläufiger Nutzung: Demnach lagen die Betriebskosten bei ungefähr einer Million US-Dollar pro Tag, während die Nutzerzahl von etwa einer Million auf unter 500.000 sank.
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16 Das sind berichtete Schätzungen, keine von OpenAI veröffentlichten Sora-Geschäftszahlen.
Hohe Kosten und sinkende Nutzung machen die Entscheidung nachvollziehbar. Sie belegen aber nicht, wie Sam Altman diese Zahlen persönlich abwog, ob Rechenkapazität in bestimmtem Umfang zu ChatGPT verlagert wurde oder ob der Wettbewerb mit Anthropic den Ausschlag gab.
Was sollten Nutzer und Entwickler jetzt tun?
Über OpenAIs Sora-Seite zur Einstellung können Nutzer einen Export ihrer Inhalte anfordern.
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38 OpenAI sagt, es werde per E-Mail informieren, falls es noch ein letztes Exportfenster anbieten kann. Auf eine solche zusätzliche Gelegenheit sollte sich niemand verlassen.
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Für Entwickler gilt: Benötigte Dateien und Produktionsgrundlagen sichern, verbliebene Sora-Integrationen umstellen und den neuen Ablauf testen. Andere Anbieter müssen weder dieselben Eingaben noch dieselben API-Aufrufe unterstützen.
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OpenAI kündigt an, Daten aus der Sora-Nutzung nach der Einstellung des Dienstes und nach Ablauf eines etwaigen letzten Exportfensters dauerhaft zu löschen.
3 Einen gesonderten, endgültigen Löschtermin nennt der vorliegende Hinweis nicht. Der API-Termin ist daher nicht automatisch das Datum der Datenlöschung – ebenso wenig eine Zusage, dass nicht exportierte Arbeiten bis dahin oder darüber hinaus verfügbar bleiben.
Geht es mit KI-Videos ohne Sora weiter?
Ja, zumindest investieren andere Anbieter und Gründer weiter in den Bereich. Berichten zufolge arbeiten Jeffrey Katzenberg, der frühere Sora-Leiter Bill Peebles und der ehemalige Dropbox-Finanzchef Sujay Jaswa an einem noch unbenannten Unternehmen für Videomodelle für Filmschaffende. Gespräche mit möglichen Geldgebern, darunter Andreessen Horowitz, sind berichtet worden – nicht aber ein abgeschlossener Finanzierungsdeal.
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Higgsfield erklärte am 24. September, sein hochgerechneter Jahresumsatz habe 18 Monate nach dem Start eine Milliarde US-Dollar überschritten; die Nutzung durch Unternehmen sei seit Juni um das Zehnfache gestiegen.
29 Laut Bloomberg wird die Umsatzrate aus den jüngsten vier Wochen auf ein Jahr hochgerechnet. Sie bedeutet nicht, dass bereits eine Milliarde Dollar in einem abgeschlossenen Jahr eingenommen wurde.
17 Luma spricht ausdrücklich Kreative an, die nach Soras Ende eine Alternative suchen.
34 Wohin Soras Nutzer tatsächlich gewechselt sind, lässt sich daraus nicht ableiten.
Für Kreative und Teams bleibt die wichtigste Lehre praktisch: eigene Kopien aufbewahren, Export- und Löschregeln prüfen und Ersatzlösungen testen, bevor ein Dienst wegfällt.