Die beeindruckenden Metriken bestätigen: Das auf Geschäftskunden ausgerichtete (B2B) Segment von MiniMax befindet sich nach eigenen Angaben in einer Phase der vertikalen Beschleunigung . Doch im selben Moment, in dem diese Zahlen publik wurden, richtete sich die Aufmerksamkeit auch auf die finanzielle Schattenseite des Booms: Der Geschäftsbericht 2025 weist einen massiven Verlust von 12,9 Milliarden Yuan (rund 1,6 Milliarden Euro) aus
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MiniMax verfolgt eine zweigleisige Umsatzstrategie, die sowohl Endkundenprodukte (B2C) als auch Unternehmensdienstleistungen (B2B) umfasst. Im Jahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 79 Millionen US-Dollar – ein Plus von 158,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr . Die Einnahmen aus KI-nativen Produkten wie Hailuo AI und Talkie stiegen um 143,4 Prozent auf 53,1 Millionen US-Dollar, während die offene Plattform und Enterprise-Services mit einem Wachstum von 197,8 Prozent rund 26 Millionen US-Dollar beisteuerten
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Trotz dieses Wachstums bleibt die absolute Umsatzgröße bescheiden, wenn man sie den berichteten Verlusten und der hohen Investitionsquote gegenüberstellt. Der Bruttogewinn lag bei 20 Millionen US-Dollar – eine Steigerung um 437,2 Prozent, und die Bruttomarge verbesserte sich um 13,2 Prozentpunkte auf 25,4 Prozent . Angesichts von über einer Milliarde US-Dollar an kumulierten Verlusten dürfte der Weg in die Gewinnzone jedoch noch lang sein.
Mehr als 70 Prozent der Einnahmen von MiniMax im Jahr 2025 stammten laut mehreren Berichten von außerhalb des chinesischen Festlands . Oft wird die konkrete Zahl von 73 Prozent genannt, was unterstreicht, dass vor allem die internationalen Märkte und nicht das heimische Publikum die Umsatzmaschine antreiben
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Diese globale Ausrichtung birgt jedoch eigene Gefahren. MiniMax profitierte zwar von der Mundpropaganda für seine Offshore-Produkte, die starke Abhängigkeit von nicht-chinesischen Märkten macht das Unternehmen aber auch anfällig für geopolitische Spannungen, Veränderungen bei Datenschutzbestimmungen und Handelsbeschränkungen. Quellen berichten zudem von laufenden Urheberrechtsklagen großer Hollywood-Studios, die eskalieren könnten, wenn die KI-gestützten Verbraucherprodukte des Unternehmens weiterhin Inhalte generieren, die an Grenzen geistigen Eigentums stoßen .
Dieselben Verlautbarungen, die steigende Kundenzahlen und Umsatzerlöse zeigten, beleuchten auch den enormen Druck, dem MiniMax im Heimatmarkt ausgesetzt ist.
Die Kennzahlen vom Mai 2026 belegen, dass MiniMax einen echten globalen Vertriebsmotor aufgebaut hat. Das Überschreiten der Marke von einer Million Firmenkunden und ein dreistelliges ARR-Wachstum sind beachtliche Erfolge für jede KI-Plattform.
Die entscheidende Frage jedoch – ein Pfad zu nachhaltigen Deckungsbeiträgen – bleibt unbeantwortet. Aktuell ist die Geschichte von MiniMax eine von außergewöhnlicher Reichweite, die mit außergewöhnlichen Kosten erkauft wird. Diese Dynamik wird zeigen, ob die chinesischen KI-Unternehmen langfristig in ihre Bewertungen hineinwachsen können.
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