Gegründet wurde PhysicsX von CEO Jacomo Corbo und Chairman Robin Tuluie, beide Veteranen der Formel-1-Ingenieurswelt – ein Milieu, in dem Simulationen in extrem kurzer Zeit präzise Ergebnisse liefern müssen . Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in London, betreibt ein Büro in New York und baut seine Präsenz in der Bay Area sowie in Singapur aus
. Das Team umfasst mittlerweile über 300 Mitarbeiter – eine Verdopplung innerhalb der letzten zwölf Monate
.
Die Höhe der Finanzierungsrunde wird durch starke Geschäftszahlen untermauert. PhysicsX meldete eine Verdopplung des Umsatzes im Jahresvergleich, während der Auftragseingang sich sogar verdreifachte . Auch die Anzahl der Kunden konnte im selben Zeitraum mehr als verdoppelt werden
. Als am schnellsten wachsendes Segment nannte das Management das Design von KI-Rechenzentrumshardware
.
PhysicsX hat eine KI-native Engineering-Plattform entwickelt, die traditionelle, zeitaufwändige Simulationsabläufe ersetzen soll, welche die moderne Hardwareentwicklung dominieren. Der Software-Stack setzt KI-Modelle ein, die komplexes physikalisches Verhalten in Sekunden vorhersagen – statt in Stunden, Tagen oder teils Monaten, die konventionelle physikalische Löser benötigen .
Diese Geschwindigkeit erlaubt es Ingenieurteams, „um Größenordnungen mehr Designvarianten“ zu evaluieren und physikalische Erkenntnisse kontinuierlich über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg einzubetten . Die Modelle des Unternehmens liefern einen Mehrwert vom frühen konzeptionellen Design über die Optimierung von Fertigungsprozessen bis hin zu digitalen Zwillingen im laufenden Praxisbetrieb
. Derzeit betreut PhysicsX Kunden in den Bereichen Luft- und Raumfahrt und Verteidigung, Halbleiter, Automobil, Energie und erneuerbare Energien, Industriemaschinen und Hochleistungswerkstoffe
.
Laut der offiziellen Ankündigung des Unternehmens wird das Kapital aus der Series C auf drei strategische Schwerpunkte verteilt :
Durch das Training von LPMs mit einer Kombination aus simulierten und empirischen Daten will PhysicsX KI-Systeme schaffen, die nicht nur die Designfindung beschleunigen, sondern auch die Brücke zwischen digitalen Prototypen und der tatsächlichen Leistung von Maschinen im Betrieb schlagen. Das könnte die traditionelle Trennung zwischen computergestützter Berechnung und physischen Tests im Industrie-Ingenieurwesen weiter aufbrechen.
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