Hinter der Integration steht Docusign Iris, die speziell für den Vertragslebenszyklus entwickelte KI-Engine des Unternehmens . Iris wurde mit über 20 Jahren anonymisierter, echter Vertragsdaten trainiert und ermöglicht alles von der KI-gestützten Überprüfung und Vertragsanpassung bis hin zum Pflichtenmanagement und zur agentengesteuerten Automatisierung
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In der ChatGPT- und Codex-App versteht Iris feine Nuancen der Vertragssprache, setzt Unternehmensstandards durch und liefert an jedem Schritt – vom Entwurf bis zur Ausführung – KI-gestützte Erkenntnisse .
Mit der Docusign-App für OpenAI können Fachteams aus Recht, Vertrieb, Personal, Einkauf und anderen Bereichen eine Vielzahl an Aufgaben per Konversation erledigen :
Ein Beispiel: Ein Nutzer kann ChatGPT bitten: „Erstelle einen Mietvertrag für ein Einfamilienhaus in München mit einer Laufzeit von einem Jahr auf Basis unserer Standardvorlage“ oder „Löse eine Bestellung über zehn 25-Kilogramm-Säcke Mehl bei unserem Lieferanten aus und sende sie zur Unterschrift“ .
Die App für ChatGPT und Codex ist der jüngste Baustein einer konsequenten KI-Offensive. Bereits im Februar 2026 kooperierte Docusign mit Anthropic, um IAM-Funktionen in „Claude Cowork“ verfügbar zu machen. Dort können Nutzer Verträge ebenfalls per natürlicher Sprache in der KI-Kollaborationsumgebung erstellen und verwalten .
Auf der Entwicklerkonferenz Discover 2025 stellte Docusign zudem einen Model-Context-Protocol-Server (MCP) in der Beta-Phase vor, der IAM mit Tools wie GitHub Copilot und Microsoft Copilot Studio verbindet .
Das Unternehmen hat außerdem einen eigenen KI-Assistenten und spezielle KI-Vertragsagenten eingeführt. Diese sollen die Vertragsprüfung beschleunigen, Folgeaufgaben automatisieren und Abteilungen wie Vertrieb, HR oder Legal bei der Verwaltung ihrer Verträge entlasten . Das Ziel dieser agentenbasierten Werkzeuge, so Docusign: schnellere Vertragsabschlüsse, effizientere Einstellungsprozesse und geringere Risiken durch unternehmensweit vernetzte Vertragsworkflows
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Zeitgleich mit dem Start der OpenAI-App gab Docusign die Berufung von Graham Sheldon zum Chief Product Officer (CPO) bekannt. Sein erster Arbeitstag ist der 6. Juli 2026 .
Sheldon bringt zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Produktführung mit, sowohl von Microsoft als auch von UiPath. Bei UiPath verantwortete er die agentenbasierte Transformation, also die Weiterentwicklung der Plattform von regelbasierter Robotic Process Automation (RPA) hin zu zielgerichteter, KI-gesteuerter Automatisierung . Docusign betonte explizit, dass die Personalie darauf abzielt, die Vision des Intelligent Agreement Management zu beschleunigen und die Umsetzung der KI-Produktstrategie zu stärken
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In seiner neuen Rolle wird Sheldon die Bereiche Produktentwicklung, Design und Nutzerforschung leiten – eine organisatorische Ausrichtung, die zeigt, dass die KI-Ambitionen ins Zentrum der Produktorganisation rücken .
Die Doppelankündigung macht deutlich, dass Docusign die Zukunft der Vertragsarbeit als agentenbasiert, plattformübergreifend und direkt in die alltäglichen Arbeitsumgebungen eingebettet sieht. Durch die Integration in ChatGPT und Codex bei gleichzeitiger Verpflichtung eines CPO mit tiefer Expertise in der agentenbasierten Automatisierung sendet das Unternehmen ein klares Signal: Die KI-Strategie geht weit über die Analyse von Verträgen hinaus. Die Vision ist, dass KI-Agenten künftig aktiv ganze Vertragsworkflows über Fachbereiche hinweg ausführen.
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